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MARKTÜBERSICHT TILTROTATOREN Handgelenke für Bagger haben den Dreh raus

Er bietet enorme Flexibilität am Löffelstiel. Dennoch hat er seine Kritiker: der Tiltrotator. In einer Marktübersicht rückt Bauhof-online.de die Ausrüstung zwischen Baggerausleger und Anbauwerkzeug in den Fokus. Und weil kommunale Institutionen in erster Linie kleinere Fahrzeuge benötigen, haben wir uns auf Bagger-Tonnagen von 0,5 bis zwölf Tonnen beschränkt.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: HKS Dreh-Antriebe GmbH; Holp GmbH; Steelwrist Deutschland GmbH
Von: Michael Loskarn

Vom Prinzip her funktioniert der Tiltrotator wie eine Art Handgelenk für den Bagger. Er ermöglicht es, das Anbaugerät jederzeit zu drehen und zu schwenken (tilten). Somit ist der Bagger vielfältiger einsetzbar, muss seltener umgesetzt werden, und die Arbeit geht letztlich schneller von der Hand. Oftmals kann durch seinen Einsatz auf Handschachtungen sowie manuelle Nacharbeiten verzichtet werden. Außerdem lassen sich mit dem Tiltrotator sämtliche Grablöffel und Geräte in der kompletten Reichweite des Auslegers in jede beliebige Position bringen. Endergebnis: Bagger und Baggerfahrer arbeiten effizienter.

Da es sich jedoch bei einem Tiltrotator um eine eigenständige Sonderausstattung handelt – quasi um eine Art Auslegergelenk – muss en detail erwogen werden, in welcher Form er am Ausleger seine Arbeit verrichten soll. Drei verschiedene Anordnungsarten finden heutzutage – mehr oder weniger – Anwendung. Bei der Sandwich-Bauweise befindet sich sowohl über als auch unter dem Rotator ein Schnellwechsler. Vorteile: Der Tiltrotator kann schnell abgenommen oder an mehreren Baggern betrieben werden. Nachteile: hohe Gewichte und Bauhöhen sowie Kosten für die Schnellwechsler. Bei der zweiten Montageart wird der Tiltrotator direkt am Löffelstiel befestigt. Positiv: Gewicht und Auftragsmaß des oberen Schnellwechslers entfallen, die verfügbare Tragkraft sowie das Lastmoment werden somit erhöht. Negativ: Der Tiltrotator verbleibt bei allen Arbeiten am Stiel, was die maximale Tragkraft des Baggers um dieses Gewicht und Lastmoment reduziert. Eher selten ist die dritte Anwendungsart, bei der der Tiltrotator ganz ohne Schnellwechsler zwischen Stiel und Werkzeug montiert wird.

 

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Produkte der Hersteller im Überblick

Engcon bietet mit dem EC206 einen Tiltrotator für Bagger der Gewichtsklassen von vier bis sechs Tonnen – neuerdings inklusive automatischem Schnellkupplungssystem EC-Oil sowie grenzenloser Drehung und 45-Grad-Kippfunktion. Außerdem verfügt er über integrierte Schmierkanäle, die alle zu ein und demselben Schmierpunkt führen.

Insgesamt sechs Tiltrotatoren für Bagger von zwei bis 15 Tonnen hat HKS im Portfolio. Die Geräte der dritten Generation rotieren endlos und schwenken bis zu zweimal 55 Grad. Außerdem sind sie mit jedem Schnellwechsler und Bagger kompatibel. Eine schmale Bauweise ohne Zylinder ermöglicht den Einsatz schmälerer Löffel.

Holp bietet dagegen vier verschiedene Größen für Bagger bis zwölf Tonnen an, mit Schwenkwinkeln zwischen zweimal 75 bis 90 Grad sowie zweimal 55 bis 60 Grad (zehn bis 18 Tonnen). In Sachen Tiltrotator vertreten die Schwaben die Auffassung, dass es am wirtschaftlichsten ist, ihn nur am Bagger zu haben, wenn er tatsächlich gebraucht wird.

Mit dem TR045NOX (erhältlich ab Herbst), dem TR07NOX und dem TR11NOX hat Kinshofer drei relevante Größen im Angebot. Hilfreich beim Kauf ist die Schritt-für-Schritt-Konfiguration, die – basierend auf der Kunden-Maschine – von der Anbau-Art über den passenden Rotator, nötige Hydraulikanschlüsse sowie Steuerung zum Anbaugerät führt.


 

Für Bagger bis zwölf Tonnen wartet Oilquick mit drei Tiltrotatoren auf: OQTRF 02, OQTRF 206 und OQTRF 209. Erstmalig sind Hammer- und Fräsen-Einsatz uneingeschränkt möglich. Des Weiteren punkten sie mit einer patentierten Drehdurchführung inklusive stoß- und schlagfester Lagerung, die individuell auf die Tiltrotator-Größe abgestimmt wird.

Der Tiltrotator R3 von Rototilt ist speziell für Kompaktbagger zwischen sechs und zwölf Tonnen entwickelt worden. Für Bagger von zehn bis 16 Tonnen ist der R4 konzipiert. QuickChange ermöglicht den Wechsel von Anbaugeräten, ohne die Kabine zu verlassen. Zwischenzeitlich wird das Sicherheitssystem SecureLock serienmäßig verbaut.

SMPs ST6 bzw. ST10 eignen sich für Bagger von drei bis zehn Tonnen. Wobei der Tiltrotator ST10 auch mit dem vollhydraulischen FC45-System (open S) geordert werden kann. Außerdem lassen sich die Rotatoren an die meisten Maschinen anbauen und eignen sich für unterschiedliche Schnellwechselsysteme sowie für den Festanbau oben oder unten.

Für Bagger und Baggerlader von sieben bis zwölf Tonnen wurde der TiltrotatorX12 SQ50 von Steelwrist entwickelt. Schneckengehäuse sowie Ober- und Unterteil sind aus solidem Stahlguss gefertigt. Die SQ-Kupplungstechnologie erfüllt in Sachen Aufnahme von Anbaugeräten durchaus auch hohe Ansprüche.

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OilQuick Deutschland KG

Bürgermeister-Schauer-Str. 1
82297 Steindorf

Telefon: 49-(0)8202 9618-0

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