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Sauber, leise, günstig – Elektro-Nutzfahrzeuge geraten immer mehr zur sinnvollen Alternative

Zahlreiche Gemeinden und Kommunen setzen zwischenzeitlich auf die ökologisch und wirtschaftlich sinnvolle Alternative zum Verbrennungsmotor. Nicht zuletzt, weil zahlreiche Elektro-Nutzfahrzeuge den diesel- oder benzinbetriebenen Pendants in Sachen Betriebs-, Verwaltungs- und Instandhaltungskosten den Rang ablaufen. Eine Auswahl an aktuellen Modellen finden Sie in unserer Marktübersicht.

Von: Michael Loskarn

Aktuelle Berechnungen des ADAC zeigen: Batteriebetriebene Nutzfahrzeuge werden von Jahr zu Jahr günstiger. Derweil haben einige Varianten ihre „Kollegen“ mit Sprit-Motor bereits überflügelt – werden die Gesamtkosten en détail betrachtet. Auf Basis der Kosten pro Kilometer belegt der Automobilverband, dass sich E-Nutzfahrzeuge bereits bei Jahreskilometerleistungen von 10.000 km rechnen können. Realistische Reichweiten von bis zu 200 km tun ihr Übriges. Und, die Elektro-Varianten sind aufgrund von staatlichen Förderungen zwischenzeitlich finanziell äußerst attraktiv. Immerhin schießen die Behörden seit Februar dieses Jahres 6.000 Euro zu. Wer dann noch über eigene Photovoltaik-Anlagen, ein Blockheizkraftwerk oder andere erneuerbare Energiequellen den Strom selbst produziert, verbessert die Bilanz des Gesamtkostenvergleichs nochmals gewaltig. Hinzu kommt, dass Elektromobile von der Kfz-Steuer befreit sind.

Klar, Gelder aus dem Fördertopf des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gibt es nur bei Kauf des Fahrzeugs in Höhe von 50 Prozent der Mehrkosten gegenüber dem Verbrenner-Modell. Dennoch, auch Leasing-Angebote sollten beim Anschaffungsprozess genau unter die Lupe genommen werden. Denn hier kommt einerseits der Umweltbonus zum Tragen, andererseits wurde die Gewerbesteuer für gemietete oder geleaste E-Mobile bis 2030 halbiert. Weiteres positives Argument: Im ersten Jahr der Anschaffung kann zusätzlich zur linearen Abschreibung eine Sonder-AfA in Höhe von 50 Prozent geltend gemacht werden. Zu guter Letzt sollte noch genau eruiert werden, welche Förderungen es jeweils von Bund, Land oder Kommune gibt. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Aspekt bei Leasing – das Vermarktungsrisiko durch Innovationssprünge, wodurch die Modelle schnell veralten und entsprechend an Wert verlieren, tragen die Leasinggeber. Außerdem können Leasingraten steuerlich voll abgesetzt werden.

Verschiedene Fahrzeugvarianten: Diesel, Benzin, Elektro und Hybrid

Entsprechend im Markt eingeführt sind beispielsweise Liefer- bzw. Kastenwagen wie der VWecaddy, der Piaggio Porter, Renault Kangoo Z.E., Nissan e-NV200, Citroën Berlingo electric, Volkswagen eCrafter, Fiat Ducato electric, Mercedes e-Vito; Renault Master Z.E., Mercedes eSprinter, Iveco Daily Electric, Elektrotransporter von MAN oder der Fuso eCanter. Bei unserer nachfolgenden Marktübersicht (ohne Gewähr auf Vollständigkeit) haben wir uns jedoch auf Hersteller von Fahrzeugen konzentriert, die für den Kommunaleinsatz entsprechend geeignet sind. Von Tropos, Goupil, Alke, EVUM, Addax, MUP technologies bis hin zu Ladog, Reform-Boki, EFA-S, die HEN AG, Toro und ETESIA reicht unser Herstellerreigen, den wir in den Fokus gestellt haben. Neben Betriebsspannung, Batterie- sowie Motornennleistung, Gewicht, Nutzlast und Reichweite nach WLTP, waren uns Geschwindigkeit, Antriebsart, Zugkraft, Aufbauvarianten, Fahrzeugbreite, Straßenzulassung und Ladeprozess wichtig. Unser Fazit: Heutzutage können Elektro-Nutzfahrzeuge so ziemlich alles, was die Verbrenner-Geschwister leisten. Im Anschaffungsprozess ist äußerst wichtig, die jeweiligen Problemlösungen genau zu definieren, um das passende Fahrzeug zu bestimmen. Und, eine Rechnung mit spitzem Bleistift im Vorfeld macht sich absolut bezahlt: Immerhin haben sich die batteriebetriebenen Nutzfahrzeuge – ökologisch aber vor allem auch wirtschaftlich – zur äußerst sinnvollen Alternative gemausert.

Bilder: Hersteller

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