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Nachgehakt bei RÖSLER Software-Technik: Angekommen in der Zukunft

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Von: Katharina Eberle

Die RÖSLER Software-Technik GmbH mit Sitz in Niedersachsen entwickelt und liefert seit mehr als 20 Jahren Datenerfassungs- und Trackingsysteme für Kunden aus dem Bereich Maschinenvermietung, Handwerk, Hoch- und Tiefbau und der Industrie. Auf eine lange Geschichte blickt die Maschinendatenerfassung zurück und ist in ihrer heutigen, digitalisierten Form für die meisten Nutzer kein Fremdwort mehr. RÖSLER hat diese Entwicklung von Anfang an miterlebt und mitgestaltet. Über die Anfänge des Unternehmens, das Thema Sicherheit und Überwachung sowie Zukunftsaussichten in einer sich immer schneller verändernden Welt, hat sich Bauhof-online.de mit Geschäftsführer Klaus-Dieter Rösler (63) unterhalten. Doch eines ist sicher: Auch in Zukunft wird die Rösler Software-Technik alles tun, um die passende Lösung für die Problemstellung der Kunden zu entwickeln.

Herr Rösler, Ihre Firma wurde 1985 gegründet und hat über die Jahre sicherlich viele Veränderungen durchlaufen. Können Sie uns etwas von den Anfängen des Unternehmens bis hin zur heutigen Entwicklung erzählen?

Klaus-Dieter Rösler:

Das 1985 gegründete Einzelunternehmen entwickelte zu Beginn ein Debugsystem für Steuerungen in Fertigungsmaschinen. Anfang der 1990er wurden die ersten kundenspezifischen Hardware-Entwicklungen durchgeführt. 1994 wurde dann das erste Datenerfassungsgerät für den Bereich der Gerätevermietung für die Firma Litra, den damaligen JLG-Händler, entwickelt. Das DaT 2.0 hatte ein eigenes Display, und der Vermieter konnte die Nutzungszeit direkt an der Maschine ablesen. 1996 folgte dann das miniDaT. Einfach zu handhaben und sehr robust, wurde es der Standard für die Maschinenvermietung im Bereich der Arbeitsbühnen. Kurz nach der Jahrtausendwende lieferten wir dann die ersten herstellerbezogenen Diagnosegeräte. Sie lieferten die Daten über einen Datenkanal im Mobilfunknetz und mussten für den Datentransfer angerufen werden. 2007 erfolgte mit der Vorstellung des Obserwando-Portals der Eintritt in die Datenerfassung via Internet. Aktuell wird mit dem EQTrace OPT die nächste Phase eingeleitet. Das Gerät ist über die eingebauten Schnittstellen beliebig erweiterbar und hat, da es als Mietgerät angeboten wird, eine lebenslange Garantie. Fällt es technisch aus, wird es umgehend ersetzt. Je nach Einsatzzweck, kann es mit den dafür benötigten Funktionen jederzeit erweitert werden. Seit 2015 ist daTime verfügbar. Ein Baustellen-Dokumentationssystem, mit dem nicht nur Lieferscheine und Arbeitsprotokolle via Smartphone oder Tablet bearbeitet werden können, sondern auch die gesamte Baustellen-Dokumentation digital in der Cloud verfügbar ist.

Wenn wir bei dem Thema Fortschritt und Entwicklung bleiben. Wie haben sich die Einsatzbereiche der Überwachungstechnik über die Jahre verändert?

Rösler:

Als wir im Bereich der Arbeitsbühnen mit dem Datentransfer via Mobilfunk begonnen haben, war das mehr oder weniger ein Nischenprodukt. Die Produkte waren relativ teuer, aber der Abruf von Nutzungsdaten oder die Telediagnose waren in Deutschland i.d.R. problemlos möglich. Heute werden, zumindest in den höherwertigen Maschinen, häufig schon von den Maschinenherstellern eigenentwickelte oder zugekaufte Telediagnosegeräte eingebaut, die dem Maschinennutzer quasi als Nebenprodukt Position, Nutzungszeiten und Maschinenstatus melden. Die eigentlichen Nutzungsdaten – inklusive der technischen Einzelheiten – landen jedoch beim Hersteller, der diese Daten zur Optimierung seiner Produkte verwendet. Via Internet sind diese Daten weltweit verfügbar. Der Maschinennutzer bekommt die Daten in der Regel über ein WEB-Portal. Ein direkter Zugriff auf die Maschine, wie im Obserwando-Portal möglich, ist jedoch häufig nicht vorgesehen.

Schauen wir uns Ihre Produkte etwas genauer an. Nehmen wir das Beispiel miniDaT – das Maschinendaten-Erfassungssystem. Dieses ermöglicht eine Abrechnung der Einsatzzeiten im Bereich Vermietung oder eine Überwachung der Servicezeiten an Industriemaschinen. Das Auswerten der Daten erfolgt aus dem miniDaT via miniCB. Können Sie diese Art der Datenverarbeitung gegenüber der Auswertung mit Obserwando, der mobilen App, erläutern?

Rösler:

Das miniDaT ist inzwischen 25 Jahre alt: konzipiert für die Erfassung der Nutzungszeiten und eingesetzt überwiegend in Maschinen der Vermietung. Es verursacht keine externen Kosten nach dem Kauf, wie z.B. bei einer monatlichen oder jährlichen Flatrate, und hält durchschnittlich 15 bis 20 Jahre. Allerdings gibt es keine Daten just in Time. Das Auslesen erfolgt manuell per miniCB oder Laptop oder, beim miniDaT-LR, via Funk, wenn das Gerät zur Mietstation zurückkehrt. Bei der EQTrace Serie von Obserwando werden die Daten minütlich aktualisiert, und man kann die Maschinen bei Bedarf in Echtzeit verfolgen. Mit dem EQTrace click können auch Anbaugeräte, wie z.B. Rammen oder Abbruchhämmer, und Kleingeräte wie Rüttelplatten, Pumpen oder Generatoren gegen Diebstahl und Verlust gesichert werden. Zur Abrechnung und Wartung können die Daten des EQTrace click ebenfalls verwendet werden. Über die eingebauten Dauermagneten lässt sich das System sekundenschnell installieren. Der eingebaute Akku versorgt das Gerät mehrere Jahre mit der benötigten Energie.


Stichwort Sicherheit und Überwachung: Welchen Stellenwert nimmt dieses Thema für Sie in der Firma ein? Spiegelt sich das in der eigenen Arbeitsweise und Unternehmensphilosophie wider?

Rösler:

Unsere Kunden arbeiten rund um die Uhr. Das bedeutet, dass auch unsere Server 24/7 zur Verfügung stehen müssen. Auch Updates zur Fehlerbeseitigung oder Funktionserweiterung werden nur nach umfangreichen Tests eingespielt, sodass Ausfälle oder Verzögerungen auf ein Minimum reduziert werden können. Da wir aber nicht wissen, wie gut unsere Systeme in die jeweiligen Maschinen installiert worden sind, haben wir mit neuen EQTrace OPT eine permanente Funktionsüberwachung eingeführt. Fällt das System aus, bekommt der Kunde eine entsprechende Warnmeldung. Dies ist nicht nur für den Diebstahlschutz interessant, sondern auch für den Vermietbereich, in dem Vermieter ihre Maschinen nach Nutzung abrechnen.

Gibt es beim Verkauf der Überwachungssysteme überwiegend Abnehmer im Inland, oder ist das Interesse auch im Ausland vorhanden?

Rösler:

Wir bedienen direkt den deutschsprachigen Bereich, also Deutschland, Österreich und die Schweiz. Unsere Geräte werden jedoch weltweit eingesetzt und liefern Diagnosedaten neben Europa aus Asien, Amerika und Australien. Die Maschinenhersteller, die unsere Geräte u.a. für den Service der gelieferten Maschinen einsetzen, können ihren Kunden ohne (Reise-) Zeitverlust helfen. Und ihre Kunden nutzen Obserwando für den Einsatz und die Abrechnung ihrer Maschinen.

Im Zusammenhang mit Ihren Software-Angeboten bieten Sie Schulungen für die Kunden an. Können Sie die Inhalte eines solchen Lehrgangs näher erläutern? Was genau lernen die Kunden? Gibt es neben den theoretischen auch praktische Inhalte?

Rösler:

Alle Schulungen richten sich am Bedarf des jeweiligen Kunden aus. Konkret geht es im Regelfall um die Möglichkeiten des Obserwando Portals, die Installation der EQTrace Hardware oder das Einbinden kundeneigener Software via Schnittstelle. Die Kunden bekommen zum jeweiligen Thema einen Überblick vermittelt, und die jeweiligen Themen werden dann anhand ihrer Fragen vertieft. Corona-bedingt werden Schulungen nur per Videokonferenz durchgeführt. Das ist aber eher hilfreich denn hinderlich, denn durch das dabei mögliche Screensharing können Fragen direkt am Einsatzort beantwortet werden. Auch die Hardware-Installation lässt sich so direkt am Gerät schulen.

Die digitale Welt verändert sich heute rasend schnell, wie sehen die weiteren Ziele für Ihr Unternehmen aus?

Rösler:

Die Welt verändert sich nicht nur rasend schnell, sie wird auch im Bereich der digitalen Entwicklung immer unberechenbarer. Durch den Eintritt der großen Player in die Elektromobilität werden elektronische Komponenten, unabhängig von deren Funktion, von der einen zur anderen Sekunde quasi unverfügbar, da (wenn überhaupt) nur mit langen Lieferzeiten erhältlich. Wir werden den mit dem EQTrace OPT begonnen Weg weiterverfolgen, damit wir mit beliebig aufrüstbaren Basiseinheiten quasi jeden Wunsch unserer Kunden auch in Zukunft erfüllen können. Dazu kommt das Obserwando-Portal, das von unseren Kunden unter eigenem Namen mit entsprechenden Modifikationen für die Abrechnung, den Service und die Fuhrparklogistik betrieben werden kann.

Fakten zu RÖSLER Software-Technik

  • Anzahl der Mitarbeiter: zwölf
  • Geschäftsführer: Klaus-Dieter Rösler
  • Sitz: Stuhr (Entwicklung und Vertrieb), Weihe (Verwaltung)
  • Gründungsjahr: 1985 (Einzelunternehmen), 1995 (GmbH)

Bilder: RÖSLER Software-Technik
 

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