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Köster GmbH übernimmt von Zeppelin 141 Cat Geräte

Bislang größte je ausgelieferte Maschinenpaket

 

Nach und nach rollen sie an: Cat Baumaschinen, auf deren Lieferschein als Ziel Baustellen in ganz Deutschland der Köster GmbH vermerkt sind. Das Osnabrücker Bauunternehmen bestellte das bislang größte Maschinenpaket in der Firmengeschichte von Zeppelin: 141 Geräte umfasst das Auftragsvolumen, das die Zeppelin Niederlassung Osnabrück verbuchen konnte. Auf der langen Einkaufsliste standen 30 Cat Radlader 906H, 50 Cat Radlader 908H, zwei Cat Minibagger 301.8, zehn Cat Minibagger mit Kurzheck 305CCR, 15 Cat Minibagger mit Kurzheck 308ECR, sieben Cat Mobilbagger M316D, ein Cat Mobilbagger M318D, vier Cat Kettenbagger 311DLN, neun Cat Kettenbagger 324EL, zwei Cat Raupen D4, zwei Cat Raupen D6N, sechs Cat Walzen CS56 und drei Cat Walzen CS44.

Der erste Teil der Maschinenlieferung erfolgte – so wie mit der MTA-Abteilung für alle 141 Geräte vereinbart – gleich auf eine der Köster-Baustellen vor der Haustür des Firmensitzes: der Osnabrücker Deponie Piesberg. Um möglichst wenig Zeit zu verlieren, sollten sie gleich mit der Arbeit beginnen. Der Geschäftsbereich Umwelttechnik realisiert dort bereits seit den 1980er-Jahren die gesamte Deponie. In diesem Zeitraum wickelte sie verschiedene Projekte ab, die einen geregelten Betrieb und vor allem eine Sicherung der Umwelt gegen das dort eingelagerte Deponat gewährleisten. So realisierte die Köster GmbH hauptsächlich die Basisabdichtung, die Ableitung für anfallendes Sickerwasser, die Fassung des austretenden Deponiegases und die für den Betrieb notwendige Infrastruktur.

Nach der endgültigen Schließung der Deponie Piesberg im Frühjahr 2012 ist es das Ziel der Stadt Osnabrück, sie endlich in einen grünen Hügel zu verwandeln, unter dem die Gärprozesse langsam, aber sicher eingedämmt werden. Dazu wird der Deponiekörper dauerhaft stabilisiert. Um dies zu erreichen, führt die Köster GmbH seit Anfang des Jahres die Erstellung einer Oberflächenabdichtung aus und erneuert das Gassammelsystem. Schließlich darf von der Deponie unter keinen Umständen eine Gefährdung für die Umwelt, insbesondere für das Grundwasser, ausgehen, und die Standfestigkeit des Deponiekörpers muss dauerhaft gewährleistet sein. Das erklärt die hohen Anforderungen an den Deponiebau.

Um zu vermeiden, dass Regenwasser eindringen kann, ist eine wirksame Abdichtung die letzte Stufe zur Deponie-Stilllegung. Dazu muss das Gelände neu profiliert werden – eine Arbeit, wie gemacht für die Cat Maschinen, insbesondere die Raupen und ihre GPS-Steuerung. Sie sollen bei der präzisen Oberflächenprofilierung helfen. Zwei Sensoren, jeweils links und rechts am Raupenschild angebracht, liefern Daten zur Ausrichtung und Höhe des Schildes, sodass sich der Fahrer daran und an dem vorgegebenen  Geländemodell orientieren kann. Präzises Arbeiten ist im Deponiebau oberstes Gebot. Allein um die hohen behördlichen Auflagen zu erfüllen und kontinuierlich Nachweise erbringen zu können, sind nur geringste Abweichungen von den Sollwerten zulässig. Um den neuen Untergrund im aktuellen Bauabschnitt 3.1. im Nordwesten des Deponieareals herstellen zu können, musste die Köster GmbH auch hier das Gelände neu profilieren. Hierzu wurden 28 000 Kubikmeter Boden im Nordbereich abgetragen und im westlichen Bereich lagenweise verdichtet wieder eingebaut. Die neue Abdichtung besteht aus einer 50 Zentimeter starken Gasdränschicht und einer 15 Zentimeter starken mineralischen Schutzschicht als Auflager für die Kunststoffdichtungsbahn (KDB).  Bevor die hundert Meter langen Bahnen ausgerollt, auf dem Deponiekörper aufgebracht und verschweißt werden, ebnen die Bauspezialisten das Feinplanum an der Oberfläche der Schutzlage direkt vor der Verlegung nochmals. Die Entwässerungsschicht oberhalb der KDB besteht aus 25 Zentimetern Schmelzkammergranulat des in der Region beheimateten Kraftwerkes Ibbenbüren und einer darüber vor Kopf eingebauten, 50 Zentimeter starken Rekultivierungsschicht. Weiterhin ist geplant, zu einem späteren Zeitpunkt noch eine 1,75 Meter mächtige Wasserhaushaltsschicht aufzubringen. Damit wäre dann bis 2014 auch der westliche Abschnitt der Deponie durch die Umwelttechnik-Spezialisten sicher verwahrt und umweltgerecht eingeschlossen.

Am Piesberg wird jedoch nur ein Bruchteil der neuen Maschinenflotte eingesetzt – die Köster-Unternehmensgruppe ist deutschlandweit aufgestellt. Seit bald 75 Jahren erbringt sie technisch ausgereifte Lösungen in allen Bereichen des Bauens. Das Leistungsspektrum umfasst den Industrie- und Gewerbebau, den Einzelhandels- und Sportstättenbau sowie die Erstellung von Verwaltungen und Kraftwerken. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Bereiche Umwelttechnik, Ingenieur- und Spezialtiefbau, Infrastruktur, Rohrleitungs- und Industrietiefbau sowie Straßenbau. Um Bauprojekte in diesen Segmenten wirtschaftlich abzuwickeln, wurden Cat Maschinen als Arbeitsgeräte auf den Baustellen ausgewählt, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

Innovationen sind das Geheimnis von erfolgreichen Unternehmen. Die Köster GmbH belegt laut Hauptverband der deutschen Bauindustrie Platz acht in Deutschland unter den führenden Baufirmen. Ständig auf der Suche nach neuen und innovativen Lösungen wollte sich Dr. Dieter Köster, Sohn des Firmengründers und heutiger Aufsichtsratsvorsitzender, vor einigen Jahren mit den bestehenden Baumaschinen-Vertragsmodellen nicht mehr zufriedengeben – er suchte nach einem neuen Ansatz, der besser zu den Ansprüchen seines Unternehmens passte. Auf einer bauma machte er Zeppelin den Vorschlag, Baumaschinen nach den eingesetzten Betriebsstunden zu bezahlen. „In einem Gespräch entstand die Idee eines Mietkaufvertrags. Dr. Dieter Köster war der Ideengeber für ein Vertragsmodell, das inzwischen ein fester Bestandteil von Baumaschinengeschäften geworden ist und von vielen Kunden, insbesondere bei großen Flottengeschäften, genutzt wird“, so der Zeppelin Gebietsverkaufsleiter Jürgen Köhler, der das Unternehmen seit den 1980er-Jahren betreut und die Geschäftsbeziehung bis heute aufgebaut hat.

Für das gerade abgeschlossene Paketgeschäft in Höhe von 141 neuen Maschinen wurde ebenfalls ein Mietkaufvertrag geschlossen. Der Investition ging für Zeppelin eine strenge Prüfung voraus. Ihr müssen sich alle Lieferanten immer wieder stellen, bevor sie mit dem Osnabrücker Bauunternehmen, das strikte Regeln im Umgang mit seinen Lieferanten hat, zusammenarbeiten wollen. Intern wurde ein Anforderungskatalog erarbeitet und Bauleiter auf den verschiedensten Baustellen in ganz Deutschland befragt, wie sie mit den Cat Maschinen und dem Zeppelin Service zufrieden sind. „Die Zeppelin Niederlassung Osnabrück hat für ihre bisherige Leistung bei 13 von 15 Punkten ein gut und zweimal ein sehr gut bekommen“, freute sich der Zeppelin Niederlassungsleiter Olaf Kieserling über das positive Abschneiden. Köster-Mitarbeiter beurteilten beispielsweise, wie der Austausch der Maschinen vonstattengeht. Seitdem 2003 ein Rahmenvertrag besteht, werden pro Jahr durchschnittlich dutzende Geräte gedreht – das konnten in manchen Jahren schon mal 70 Radlader sein. Zeppelin muss dafür Sorge tragen, dass der Wechsel reibungslos abläuft und die Arbeiten auf den Baustellen nicht gestört werden, wenn die neuen Baumaschinen direkt auf die Baustellen geliefert und die gebrauchten Baumaschinen zur weiteren Vermarktung abgeholt werden.

Es steckt viel logistischer Aufwand dahinter, den Kunde und Lieferant stemmen müssen. Daher stehen der Köster-Werkstattleiter Franz-Josef Schocke und der Zeppelin Neumaschinendisponent Gerhard Weber in engem Kontakt, um sich zum Beispiel bezüglich Liefertermin, Lieferziel oder Ausstattung der Maschinen mit entsprechenden Anbaugeräten abzustimmen.  Doch war dies nicht das einzige Kriterium in der Lieferantenprüfung. Bewertet wurde der Caterpillar Vertriebs- und Servicepartner auch hinsichtlich der Verfügbarkeit bei den Maschinen, den Ersatzteilen und den Servicetechnikern. „Die Köster GmbH schaut sich genau unsere Reaktionszeit an, sprich die Zeit, bis einer unserer Servicemitarbeiter zur Stelle ist, um Maschinen bei einem Stillstand wieder zum Laufen zu bringen. Stehen Wartungsarbeiten an, dann müssen diese in der Regel am Freitag oder am Wochenende stattfinden, weil der Ablauf auf der Baustelle so wenig wie möglich beeinträchtigt werden soll. Das Unternehmen ist für absolute Termintreue bekannt. Wie leistungsfähig ein Bauunternehmen ist, hängt stark von den Maschinen ab. Dafür müssen wir eine maximale Verfügbarkeit gewährleisten“, führt der Niederlassungsleiter weiter aus.

Die Einteilung der Servicetechniker übernimmt sein Kollege, der Zeppelin Disponent Friedhelm Holtkamp. Er steuert, regelt und koordiniert von Osnabrück aus den Service für alle Cat Maschinen, die die Köster GmbH einsetzt – und das deutschlandweit. Das bedeutet wiederum für das Unternehmen: Es hat einen Ansprechpartner, der sich dann mit anderen Zeppelin Niederlassungen abspricht und in Abstimmung mit dem Kunden entscheidet, wer wann die Baumaschinen reparieren kann. Köster-Mitarbeiter legen bei Wartungsarbeiten kaum noch Hand an – sie überlassen das Zeppelin. Ein Unternehmen in dieser Größe, das deutschlandweit tätig ist, profitiert deswegen vom Zeppelin Niederlassungsnetz. Als einziger Baumaschinenhändler ist Zeppelin bundesweit aufgestellt.

Das abgeschlossene Paket-Geschäft für die 141 Cat Maschinen, bei dem Dr. Dieter Köster selbst am Verhandlungstisch saß, beinhaltet zusätzlich Full-Service-Verträge. „Kunden, die diesen Weg wählen, haben ihre laufenden Kosten gut im Griff, weil sie stets den vollen Überblick haben und die laufenden Kosten ihrer Baumaschinen exakt kalkulieren können. Zeppelin hält mit seinem Service dem Kunden den Rücken frei, so dass er sich auf das Wesentliche, nämlich das Bauen, konzentrieren kann“, formuliert Fred Cordes, der Zeppelin Geschäftsführer, die Vorteile. Auf diese und mit diesen baut die Köster GmbH. Das bestätigt auch Robert Ostendorf, Geschäftsführer Tiefbau der Köster GmbH: „Unser Einkauf und der Bauhof sind sich in der täglichen Zusammenarbeit mit der Baustelle darin einig, dass wir mit Zeppelin den richtigen Partner gefunden haben, auf den wir uns verlassen können. So bleibt uns mehr Zeit für unsere Arbeit, das Bauen, und für die Wünsche unserer Kunden.“

www.zeppelin-cat.de

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