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bauma umwirbt Nachwuchs mit 56 Vorführungen über die Wartung von Baumaschinen

Baumaschinenberufe in allen Facetten

Baumaschinen waren bislang auf jeder bauma top in Schuss – kein Hersteller wollte sich die Blöße geben, sie während der Messe vor allen Augen zu warten. Diesmal ist es anders: Um den Nachwuchs für den Beruf des Land- und Baumaschinenmechanikers zu begeistern und das Interesse für Elektronik, Motoren, Hydraulik und Pneumatik zu wecken, zeigen Auszubildende in der Halle B0, was sie in ihrem Beruf bereits gelernt haben und wie spannend und facettenreich ihre Tätigkeit ist. Die auf der bauma erstmals durchgeführte Initiative steht im Mittelpunkt von „Think Big“, die Schüler der Jahrgangsstufen acht bis 13 ansprechen will. Bereits 8 779 Interessenten haben sich Ende Februar angemeldet – Ziel ist es, die 9 000er-Marke zu knacken.

„Die bauma ist nicht nur die größte, sondern auch die schönste Messe der Welt. Was liegt da näher, als auch das junge Publikum anzusprechen und für Baumaschinen zu begeistern. Die Baumaschinenbranche hat noch nicht das Image, das junge Leute anspricht. Mit Baumaschinen wird Schmutz und Staub assoziiert. Das Bild entspricht nicht der Realität. Die Baumaschinenbranche ist ein Technologieträger. Das will „Think Big“ bewusst machen“, äußert sich Joachim Schmid, Geschäftsführer des Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen vom VDMA, zum Engagement.

Testlauf als Generalprobe vor der bauma

Im Mittelpunkt der 3 000 Quadratmeter großen Halle B0 steht die „Werkstatt live“. Zur vollen Stunde sind im Lauf von sieben Tagen rund 56 Vorführungen geplant. Auszubildende und ihre Ausbilder führen in kleinen Gruppen mit Werkstattwagen und Werkzeugen die verschiedensten Wartungsaufgaben aus, während die Moderatoren Ina und Maik Atig sie zu ihrem Beruf befragen. „Keine Show gleicht der anderen, denn immer gibt es ein neues Thema oder einen anderen Aspekt, der herausgestellt wird“, meint Maik Atig. Mal ist es die Motivation der Auszubildenden, den Beruf zu ergreifen, mal sind es Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten, mal das Arbeiten im Ausland.

Baumaschinentechnik pur können Schüler live erleben. Zeppelin stellt für „Think Big“ einen Cat Mobilbagger M313D zur Verfügung, an dem die Auszubildenden Kerstin Hof, Aileen Bönisch, Philip Ludwig und Sebastian Stenzel sowie der Servicetechniker Tobias Forster in Abstimmung mit dem Außendienstmeister Alexander Wolf schrauben. Jeder ihrer Handgriffe und der einzelnen Arbeitsschritte wird auf einem Großbildschirm übertragen. Sie stellen gängige Wartungsaufgaben aus dem Arbeitsalltag vor. Diese beinhalten einfache Servicearbeiten, die Fehlersuche, Montagearbeiten, Verschleißmessungen, Druck- und Funktionsprüfungen, ein Diagnosetest, eine Datenfernabfrage sowie die Konfiguration in der Motorelektronik. Die Arbeiten dauern mal zehn Minuten, mal eine halbe Stunde. Verschiedene Werkzeuge sind dabei im Einsatz. Einen Probedurchlauf gab es sechs Wochen vor Messestart, als sich die Beteiligten trafen, um die Abläufedurchzuspielen – quasi eine Generalprobevor der bauma.

„Wir wollen Schülern vermitteln, wie faszinierend Berufe rund um Baumaschinen sind. Bei Zeppelin haben wir das Thema schon länger auf dem Schirm. Bereits auf der letzten NordBau haben wir uns am Nordjob-Bau-Tag beteiligt und unseren Fokus bei unserem Messeauftritt nicht nur auf Baumaschinen, sondern auch auf die Werbung von Nachwuchskräften gesetzt, um uns bei Schülern als attraktiver Arbeitgeber zu empfehlen“, erklärt Stephan Bäumler, Zeppelin Bereichsleiter Marketing und Kommunikation. Die Initiative der NordBau ist aus der gleichen Situation heraus entstanden wie „Think Big“: Sie greifen die Nachwuchssorgen der Firmen auf, die mal mehr, mal weniger stark vom demografischen Wandel betroffen sind. Mit Vorführungen sollen junge Menschen von den attraktiven Berufsmöglichkeiten überzeugt werden und umfassende Informationen sowie Einblicke in die Arbeitswelt erhalten.

Zugleich sollen Aktionen wie „Think Big“ dazu beitragen, dass alte Klischees über die Arbeit mit Baumaschinen in die Geschichtsbücher gehören. „Heute erfordert der Einsatz hochmoderner Baumaschinen, bei denen es um Sensoren, GPS, Laser und alternative Antriebe geht, ein umfassendes Fachwissen. Das gilt für die Maschinenführer genauso wie für Servicetechniker, die sich perfekt mit Hydraulik, Motorentechnologie und der Elektronik auskennen müssen. Ohne Laptop geht da heute gar nichts mehr“, führt Walter Rohusch aus, der bei Zeppelin die gewerbliche Ausbildung leitet. Das Unternehmen will im Rahmen von „Think Big“ nicht nur dafür werben, sondern auch für die Ausbildung von Groß- und Außenhandelskaufleuten sowie Fachinformatikern. Weitere Karrieremöglichkeiten im Unternehmen ergeben sich durch duale Studiengänge für Kaufleute und Wirtschaftsingenieure.

www.zeppelin-cat.de

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