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IPAF Unfallmeldedatenbank zeigt, dass Auslieferungsfahrer für Hubarbeitsbühnen mehr Sicherheitstraining benötigen

Lassen Sie Auslieferungsfahrer an Schulungen und Sicherheitstraining zum sicheren und effektiven Einsatz mobiler Hubarbeitsbühnen teilnehmen. Achten Sie auf Rutsch-/Stolper-/Sturzgefahren am Boden und bei Höhenarbeiten auf das Handtieren mit Werkzeugen. Das sind einige der ersten Erkenntnisse, die aus der Selbstverpflichtung britischer Verleihunternehmen und IPAF-Mitglieder hervorgehen, alle sie selbst betreffenden Unfälle mit Hubarbeitsbühnen an die IPAF-Datenbank zu melden.

Insgesamt wurden seit der freiwilligen Meldeverpflichtung zwischen Januar 2012 und Ende April 2013 von britischen Verleihunternehmen 303 Unfälle mit Hubarbeitsbühnen und eigenen Mitarbeitern oder  Mitarbeitern von Kunden gemeldet.

Von diesen Unfällen führten 46,2 % (140) zu Verletzungen und 43,2 % (131) zu Sachschäden, während 10,6 % (32) Beinahe-Unfälle waren.

Das Auf- und Abladen von Hubarbeitsbühnen ist potenziell eine der gefährlichsten Aktivitäten – ein Umstand, auf den IPAF sich konzentriert. An rund einem Drittel der Unfälle waren die Fahrer beteiligt (34,3 %, 104). Branchenkenner schätzen, dass allein in Großbritannien jedes Jahr etwa eine Millionen Hubarbeitsbühnentransporte (Lieferung und Abholung) stattfinden. In andere Unfälle waren Techniker (25,1 %, 76), Kunden (22,4 %, 68) und Bediener (18,2 %, 55) verwickelt.

Eine nähere Betrachtung der 140 Unfälle mit Verletzungsfolgen lässt gewisse Muster erkennen. Die Hauptverletzungsursachen waren: Ausrutschen/Stolpern/Stürzen auf dem Boden oder auf der Ladefläche (23,6 %, 33), beim Hantieren mit Werkzeugen, Zurrmitteln und Geräten (16,4 %, 23) und Verwendung von Handwerkzeugen (15 %, 21). Weitere Unfallursachen waren: an Gegenständen festgefahren (10 %, 14), Sturz aus der Höhe (7,1 %, 10), Zusammenstoß mit Gegenständen (6,4 %, 9) und Verletzungen durch die Bedienung einer eingefahrenen Scherenbühne von außerhalb der Plattform (6,4 %, 9).

Fast 95 Verleihfirmen von insgesamt 125 britischen IPAF Mitgliedsunternehmen haben sich verpflichtet, Unfälle mit Hubarbeitsbühnen an die IPAF Datenbank zu melden. Alle teilnehmenden Unternehmen, die ihre Angaben monatlich bestätigen, erhalten Zugang zu einer Übersicht, die die eigenen Unfallzahlen mit dem nationalen Durchschnitt vergleicht – ein wertvolles Werkzeug für Arbeitssicherheits-Benchmarking.

IPAFs Technischer Referent Chris Wraith sagte zu den Ergebnissen: „Es ist interessant zu sehen, dass die ersten Daten keine wirklichen Überraschungen enthalten. Die Branche ist sich der Gefahren und Risiken bewusst, denen die Mitarbeiter von Verleihunternehmen ausgesetzt sind, einschließlich der Praxis des Bedienens von Scherenbühnen von Außerhalb des Arbeitskorbs, Stürze vom LKW, Ausrutschen/Stolpern usw. Mit diesen konkreten Daten hat IPAF ein wirksames Mittel, um mehr Aufmerksamkeit auf diese Gefahren zu lenken und Mitgliedern zu helfen, die Häufigkeit und Schwere solcher Unfälle zu reduzieren. Durch gezielte Sicherheitskampagnen können wir helfen, Verhaltensänderungen herbeizuführen und die Sicherheit in der gesamten Vermietbranche zu erhöhen.“

„Die Ergebnisse sind wegweisend“, sagt IPAF Geschäftsführer Tim Whiteman. „Besondere Anerkennung gebührt den britischen Verleihunternehmen und IPAF Mitgliedern für ihre Selbstverpflichtung, alle eigenen Unfälle mit Hubarbeitsbühnen zu melden, sowie der harten Arbeit des britischen IPAF-Beirats, der sich so engagiert für dieses Projekt eingesetzt hat. IPAF plant, in weiteren Ländern ähnliche Initiativen ins Leben zu rufen.“

Anmeldung und Melden von Unfällen mit Hubarbeitsbühnen oder Mastkletterbühnen auf www.ipaf.org/accident

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