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NACHGEHAKT BEI PALFINGER Nußbaumer: „Unser Ziel ist es, jedem Kunden in seiner Branche die beste Lösung zu bieten“

Die Palfinger GmbH vertreibt Krane, Arbeitsbühnen und Hebe-Lösungen für Nutzfahrzeuge sowie für den maritimen Bereich. Seit Jahren zählt das 1972 gegründete Unternehmen zu den international führenden Herstellern von „Lifting Solutions“. Erfolgreich wurde die Gesellschaft durch die auf Lkw montierten Krane. Mit 150 Modellen dieser Produktgruppe hält Palfinger rund 35 Prozent des globalen Marktes und gilt in diesem Bereich als Weltmarktführer.

Lesedauer: min | Bildquelle: Palfinger
Von: Alisa Creutzmann
Von: Michael Loskarn

Im Gespräch mit Thomas Nußbaumer, Geschäftsführer Vertrieb, hat Bauhof-online.de unter anderem erfahren, welche Neuheit die Firma auf der IFAT präsentiert, wer auf welche Fahrzeuge Hubarbeitsbühnen aufbaut und wie die neue automatische Folgesteuerung bei den Nutzern ankommt. Außerdem erläutert er, weshalb Hydrauliköl zwischenzeitlich länger im Geräteeinsatz genutzt werden kann und damit als „nachhaltig“ gesehen wird.

Herr Nußbaumer, das klassische Palfinger-Stammprodukt ist der Ladekran. In welchen Bereichen können Ihre Lösungen Kommunen entlasten?

Thomas Nußbaumer: Unsere Ladekrane vereinfachen schon heute in den Kommunen alle Arten von Hebe-Tätigkeiten. Sowohl beim klassischen Greifer-Einsatz, für die Aufnahme von Schüttgut als auch bei schweren Lasten in Sachen Energietechnik. In der Entsorgung von beispielsweise Unterflurbehältern spielt Palfinger eine bedeutende Rolle. Wichtige Themen sind hier die Assistenzsysteme in Bezug auf Komfort und Sicherheit. Ein weiterer Punkt ist die Digitalisierung der kommunalen Arbeitsabläufe mittels Connected PLUS.

Welchen Anteil am Gesamtumsatz Ihres Unternehmens nimmt die kommunale Branche ein?

Nußbaumer: Der Anteil der kommunalen Branche an unserem Gesamtumsatz ist zwischen den Produktbereichen sehr unterschiedlich. Im Bereich der Hubarbeitsbühne ist er am höchsten, gefolgt vom Ladekran, Abrollkipper, Absetzkipper, Recyclingkran und Holzladekran. Zusammengefasst sind es circa 15 Prozent des Gesamtumsatzes.

Welche Lösungen bietet Palfinger für den Recycling-Einsatz an?

Nußbaumer: Für den Recycling-Einsatz, also das Handling und die Entleerung von Containern, bietet Palfinger eine sehr breite Produktpalette an: Abrollkipper, beginnend von drei Tonnen Hubkraft für Transporter bis hin zu 30 Tonnen Hubkraft für Vier-Achs-Lkw sowie Sattelauflieger. Bei den Absetzkippern bieten wir Modelle für zwei- und dreiachsige Fahrgestelle an. Für die Sammlung von Grünschnitt, den Einsatz im Tiefbau oder Landschaftsbau und für die Sammlung von Wertstoffen wie Glas, Papier und Kunststoffen bieten wir die unterschiedlichsten Kranlösungen aus der breitesten Modellreihe am Markt an.


Palfinger stattet alle Geräte ab 13 Tonnen Hubkraft mit der automatischen Folgesteuerung ohne Aufpreis aus. Wie fällt die Resonanz unter Fahrern von Abroll- und Absetzkippern aus?

Nußbaumer: Die Resonanz ist ausschließlich positiv. Sowohl ungeübte als auch erfahrene Fahrer empfinden die automatische Folgesteuerung als spürbare Erleichterung ihrer Arbeit. Lediglich der Hebel muss nach vorne oder hinten gedrückt werden. Den Rest erledigt der Abrollkipper eigenständig. Das ist natürlich auch ein Sicherheitsgewinn: Schäden werden vermieden, worüber sich am Ende auch der Unternehmer und die Kommune freut.

Welche Kombinationen von Palfinger-Hubarbeitsbühnen und Lkw sind möglich?

Nußbaumer: Wir bieten unseren Kunden für jeden Einsatz die ideale Kombination an. Mit einem Gesamtgewicht von 3,5 bis 40 Tonnen umfasst unser Portfolio Hubarbeitsbühnen von 13 bis 90 Metern Arbeitshöhe. Für Energieversorger, Kommunen und Autobahnbetreiber haben wir individuell passende Lösungen in unserem Sortiment.

Wer baut denn Ihre Hubarbeitsbühnen auf?

Nußbaumer: Um unseren Kunden die beste Lösung bieten zu können, werden Palfinger-Hubarbeitsbühnen ausschließlich in den eigenen Palfinger-Werken montiert und aufgebaut. Ein Standort befindet sich in Löbau (Sachsen) und ein weiterer in Cadelbosco (Norditalien).

Sie bieten die Möglichkeit, Hubarbeitsbühnen in Branchenpaketen für die Bereiche Baumschnitt, Industrie und Reinigung sowie Energieversorger zu ordern. Welches der drei Angebote ist derzeit am erfolgreichsten?

Nußbaumer: Unser Ziel ist es, jedem Kunden in seiner Branche die beste Lösung zu bieten. Hieraus sind unsere Branchenpakete zu attraktiven Preisen entstanden und werden von allen Branchen sehr gut angenommen.

2022 feierte der Konzern seinen 90. Geburtstag und schlug mit der „Vision & Strategie 2030“ das nächste Kapitel der Unternehmensgeschichte auf. Im Transformationsprozess verspricht die Firma, ihr Geschäftsmodell aktiv auf die Zukunft auszurichten, und möchte nachhaltige Veränderungen vorantreiben. In welchen aktuellen Projekten wurde dieser Vorsatz seither umgesetzt?

Nußbaumer: Hier gibt es verschiedene Ansätze, die sich auf unsere zwei strategischen Säulen aufteilen: „go digital“ und „go for solutions“. Ich möchte diese Strategie aber gerne anhand von Beispielen verständlicher ausdrücken. Digitalisierung ermöglicht uns ein höheres Maß an Effizienz. Das betrifft einerseits die Produkte selbst in Form von höherem Bedienkomfort sowie mehr Produktsicherheit und dadurch schnellere Lastzyklen. Andererseits betrifft die Digitalisierung aber auch die Abwicklungsprozesse. So sind wir heute in der Lage, proaktiv über den vorhandenen Datentransfer der Geräte an unser Servicecockpit, unseren Kunden Servicetermine anzubieten, noch bevor das Gerät im Einsatz liegen bleibt. Des Weiteren haben wir vor zwei Jahren in Zusammenarbeit mit einem Hydrauliköl-Hersteller ein eigenes Hydrauliköl entwickelt, welches für unsere Geräte beste Voraussetzungen liefert, das Öl länger im Geräteeinsatz zu belassen. Anstatt Ölwechsel propagieren wir hier eine Ölkontrolle. Der Kunde verwendet das Hydrauliköl bis zu fünf Jahre länger. Die ersparte Ölmenge betrug allein im vergangenen Jahr 2,5 Mio. Liter Hydrauliköl, die so eingespart wurden und nicht entsorgt werden mussten. Ich denke, das ist Nachhaltigkeit und Umweltschutz in Reinkultur. Wir beschäftigen uns aber auch sehr aktiv mit alternativen Antrieben. Dabei sprechen wir einerseits von Geräteaufbauten für Elektro- und Wasserstoff-Lkw, aber auch elektrisch angetriebene Mitnahmestapler. Hier befinden wir uns gerade im Praxistest bei Großkunden, die wir in diese Entwicklung mit eingebunden haben.

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Abschließend: Welche Neuigkeiten präsentieren Sie auf der IFAT?

Nußbaumer: Wir präsentieren den neuen Absetzkipper ST 14 für Fahrgestelle bis 19.000 kg zGG und einer Hubkraft von bis zu 14.000 kg. Die Technologie der Absetzkipper wurde an die Kundenbedürfnisse und die Marktanforderungen angepasst. Als Ergebnis bietet die TEC-Baureihe neueste Innovationen in Sachen Sicherheit, Komfort und Leistung. Das perfekte Verhältnis zwischen Eigengewicht und Ladekapazität zur Maximierung der Nutzlast steht ebenso im Mittelpunkt wie der Komfort für den Bediener. Die TEC-Baureihe erfüllt alle Sicherheitsanforderungen, die von E-Lkw-Herstellern gefordert werden, und ist ebenfalls für diesen Einsatz geeignet.

 

Fakten zur PALFINGER GmbH:

Anzahl der Mitarbeitenden:           310 Personen deutschlandweit               
Geschäftsführer: Thomas Nußbaumer, Robert Laimer
Sitz: Ainring, Bayern, Deutschland
Gründung: 1972 Gründung der Palfinger Generalvertretung in Deutschland,
1992 Gründung der Palfinger GmbH
Vertriebsstruktur: 8 Palfinger-Standorte und 170 Servicepartner deutschlandweit

 

Firmeninfo

PALFINGER GmbH

Feldkirchener Feld 1
83404 Ainring

Telefon: +49 (0) 8654/477-0

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