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Berufs- und Sicherheitskleidung: moderner Schick mit starkem Drang zur Freizeitmode

Es ist noch nicht allzu langer her, dass Berufskleidung als langweilig, monoton und unpraktisch charakterisiert wurde. Dieses Bild hat sich in den vergangen Jahren massiv gewandelt, und die heute getragenen Textilien sind überwiegend modern, bequem und funktional.

Lesedauer: min | Bildquelle: Hersteller
Von: Katharina Eberle

Bei genauerer Betrachtung werden zunächst die Unterschiede der einzelnen Begrifflichkeiten von Arbeits-, Berufs- und Sicherheitskleidung deutlich. Erstere wird anstatt der Privat-Kleidung bei der Arbeit getragen, hat jedoch keinerlei Schutzfunktion. Als Berufsbekleidung wird hingegen die typische Kleidung eines Berufsstandes bezeichnet. Diese ist zunächst ein funktionelles Mittel, um die Aufgaben am Arbeitsplatz zu erfüllen. Darüber hinaus hat die Kleidung aber noch weitere Funktionen, da sie berufsbezogenes Gruppenzeichen ist und ein Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb eines Berufs vermittelt. Auch für die Unternehmen oder Betriebe hat die Berufskleidung ihre Bedeutung. So ist diese Erkennungszeichen sowie Ordnungskriterium für die betriebliche Hierarchie. Berufskleidung verkörpert demnach ein Gefühl von Gemeinsamkeit des Denkens und Handelns und fördert somit auch ein gutes Betriebsklima. Schutzkleidung hingegen schützt besonders vor schädigenden Einwirkungen wie Hitze, Nässe, Kälte oder Lärm. Zu beruflicher Schutzkleidung zählen u.a. Sicherheitsschuhe, Helme, Schutzbrillen, Hand- und Hautschutz sowie Gehörschutz.

Zukunftsorientiert durch Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Bei der Wahl der Berufskleidung spielt neben dem arbeitsfunktionellen Sinn heutzutage hauptsächlich die Optik eine maßgebliche Rolle. Kleider machen Leute und so auch den Beruf – weshalb die Ansprüche an die Textilien stetig wachsen. Diese sollen vor allem gut aussehen, bequem sowie modern sein und dem Arbeiter die Lust auf seine Tätigkeit vermitteln. Zukunftsweisend ist folglich alles, was Design, Funktionalität, Leichtigkeit aber auch Nachhaltigkeit und Digitalisierung miteinander verbindet – eine Mischung aus Freizeit-, Designer- und Outdoorkleidung eben. Da umweltfreundliches Handeln in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle spielt, zeigt sich dies auch zunehmend in der Welt der Berufs- und Sicherheitskleidung. Immer mehr Unternehmen stellen sich diesem Thema und bieten Kleidung aus Materialien wie Bio-Leinen, Bio-Baumwolle oder recyceltem Polyester an – der Trend geht also in Richtung „Organic-Berufskleidung“. Auch Engelbert Strauss setzt auf Nachhaltigkeit und will ökologische und ökonomische Aspekte miteinander verbinden. Der Hersteller fertigt viele seiner Baumwoll-Artikel aus Bio-Baumwolle und bietet zudem Berufsbekleidung aus recyceltem Polyester an.

Des Weiteren ist zu beobachten, dass viele Hersteller ihre Ware im Mietservice anbieten. So stellt zum Beispiel die Firma CWS boko individuelle Berufsbekleidung nach ökologischen Standards her und verleiht diese – Waschen und Reparatur inklusive. Dieses Konzept des textilen Mietservices verbindet umweltgerechtes Recycling und die Langlebigkeit der Kleidung. Umgesetzt wird dies zum Beispiel beim Bauhof in der Gemeinde Wartenberg im Landkreis Erding. Der Betrieb stellt seinen Mitarbeitern jeweils drei Sätze der Berufsmietkleidung zur Verfügung, um zum Einen ein einheitliches Bild, aber auch Sicherheit zu gewährleisten. Bevor die Kleidung nach dem Waschvorgang erneut getragen wird, muss diese auf ihre Materialbeschaffenheit geprüft und die Ergebnisse dokumentiert werden.

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Immer größere Aufmerksamkeit im Bereich der Berufskleidung findet auch das Thema Digitalisierung. Um Arbeitsunfälle oder stressbedingte Ausfälle von Mitarbeitern zu reduzieren, gibt es das sogenannte „Smart Clothing“. Bei einem „Health Guard“-Shirt von innogy werden hierfür Daten wie Puls, Herzrhythmus und Bewegungsdaten des Trägers gemessen und aufgezeichnet. Die digitale Intelligenz kann somit zum Gesundheitsschutz beitragen und den Arbeiter vor möglichen Gefahren schützen – das alles hat natürlich seinen Preis und ist nicht ohne Überwachung und Kontrolle des Arbeiters möglich.

Ohne Markenbewusstsein geht es nicht

Auch laut der DBL (Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH) wird weiterhin vor allem das Erscheinungsbild eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Berufskleidung spielen. Besonders das Markenbewusstsein verliert nicht an Bedeutung, da der Einsatz hochwertiger „Workwear“ und angesagter Marken eine Wertschätzung der Betriebe gegenüber ihren Mitarbeitern zeigt. Weiterhin kommt es bei der Auswahl auf die Artikelvielfalt an, um sich für die jeweiligen Jahreszeiten entsprechend kleiden zu können. Arbeitnehmer wünschen sich Berufskleidung, die einen hohen Tragekomfort aufweist und aus leichtem und flexiblem Gewebe besteht. Seit der Corona-Pandemie kommt bei Auswahl der Berufskleidung noch ein weiteres wichtiges Kriterium hinzu – gut durchdachte Hygienekonzepte und damit verbundene Maßnahmen. Hierbei ist den Betrieben laut DBL besonders wichtig, dass die getragene Kleidung der Mitarbeiter in einem „desinfizierenden Waschverfahren“ aufbereitet wird und somit nichts durch die Kleidung „weitergegeben“ werden kann.


Farbwahl und Material dürfen nicht zu kurz kommen

Neben der Funktionalität, der Form und dem Schnitt spielen bei der Wahl der Berufskleidung auch Farben eine entscheidende Rolle. Und obwohl es weiterhin die klassischen Farbzuordnungen für die unterschiedlichen Berufe gibt – grün für den Gärtner, orange/gelb für den Bauhof – orientieren sich die Hersteller immer mehr an modernen Trends. Hierzu zählen die Möglichkeiten, unterschiedliche Farbnuancen zu wählen oder auf einzelne Gestaltungsmöglichkeiten bei Kapuzen, Reißverschlüssen oder Taschen zurückzugreifen. Engelbert Strauss bietet seit 2020 die e.s.motion Linie an, zu dieser gehören einzelne Kleidungsstücke in den sogenannten Naturfarben Stein und Gips. Der Hersteller verweist auf die besondere Schmutzunempfindlichkeit, da sich die Farben sehr gut an die Töne der Natur anpassen. Vielleicht gar nicht so neu, aber doch von Bedeutung ist die Individualisierung der Berufskleidung durch die Firmenfarben – das Erscheinungsbild eines Unternehmens spiegelt sich darin wider.

Nicht zuletzt ist auch die Wahl der verwendeten Materialien bei der Berufskleidung von großer Bedeutung. Zu den am häufigsten verwendeten Materialien zählen Baumwolle (Naturfaser) und Polyester (Chemiefaser). Baumwolle sorgt für einen hohen Tragekomfort sowie Temperaturausgleich und kann Schmutz am Arbeitsplatz besonders gut aufnehmen. Polyester hingegen zeichnet sich durch eine hohe Temperaturbeständigkeit aus. Weiterhin sehr beliebt sind Textilien aus Softshell, da diese besonders elastisch sind. Zudem schätzen Anwender auch die atmungsaktiven, wasser- und windabweisenden Eigenschaften des Materials. Bei Einsätzen in besonderes extremen Umgebungen, schützt das Aramid-Gewebe den Träger vor Hitze und Flammen. KÜBLER Workwear setzt das Aramid-Gewebe beispielsweise bei zertifizierter Sicherheitskleidung ein.

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