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Welche Vorteile der neue Cat Kurzheckbagger der Niederlassung Koblenz von Eurovia Teerbau bringt

Von der eierlegenden Wollmilchsau

Anecken will heutzutage keine Baufirma mehr, wenn sie mit ihren Baumaschinen im innerstädtischen Bereich Kanalarbeiten ausführt und das vielfach bei laufendem Straßenverkehr und dichter Bebauung. Weil Platz auf den engen Baustellen häufig Mangelware ist, hat sich seit einigen Jahren eine neue Maschinengattung unter den Baggern etabliert, die sich durch ihren kurzen Schwenkradius auszeichnet: der Kurzheckbagger. Bagger mit kurzem Oberwagenheck schwenken innerhalb der Breite des Unterwagens und können sich deutlich dichter an Böschungen, Mauern und Wänden bewegen, während einem herkömmlichen Bagger mit vergleichbarer Leistung und Hubkraft Grenzen gesetzt sind. Doch spricht nicht allein das platzsparende Argument für den Einsatz der Kurzheckbagger, sondern auch die Tatsache, die kompakten Baumaschinen möglichst sicher und vielseitig einsetzen zu können. Deshalb entschied sich Eurovia Teerbau und deren Niederlassung Koblenz, den Fuhrpark mit einem neuen Cat Kurzheckbagger 321DLCR aus dem Zeppelin Lieferprogramm auszustatten. Für die Niederlassung ist es bereits der zweite Kettenbagger in der Kurzheckversion.

 

„Vollsperrungen wegen einer Baustelle – das gibt es heutzutage kaum noch. Zu schnell hagelt es Beschwerden aus der Bevölkerung. Früher wurden ganze Straßenzüge geschlossen und es gab Umleitungen, wenn wir einen Graben geöffnet haben, um neue Leitungen zu verlegen. Doch inzwischen müssen wir unsere Arbeiten in der Regel unter halbseitiger Sperrung der Straße ausführen. Das erfordert Baumaschinen wie Kurzheckbagger. Mit dem neuen Gerät mit 25 Tonnen Einsatzgewicht können wir nun Arbeiten erledigen, die vorher nicht oder nur schwer möglich gewesen wären“, erläutert Ludger Schneider, Niederlassungsleiter von Eurovia Teerbau am Standort Koblenz.

Dessen Geschäft ist der Straßen- und Tiefbau. Arbeiten werden zu einem Großteil innerorts in einem Umkreis von hundert Kilometern durchgeführt. Reicht der verfügbare Platz nicht aus, wenn ein herkömmlicher Bagger wegen seiner Auslegerlänge und -kinematik für bestimmte Arbeiten etwas zurücksetzen muss, kann ein Kurzheckbagger, wie der Cat 321DLCR, durchaus noch Arbeiten verrichten. Der Kurzheckbagger bleibt beim Schwenken auf einer Fahrspur, was den Verkehr weniger behindert, denn der Oberwagen ragt nicht in den laufenden Verkehr hinein.

Zum Vergleich: Während der Standardbagger Cat 320D einen Heckschwenkradius von 2750 Millimeter aufweist, beträgt dieses Maß beim Cat Kurzheckbagger 321DLCR nur noch 1680 Millimeter. Dabei bringt weniger das kurze Oberwagenheck, sondern die beim Schwenken sich nicht vergrößernde Baggerbreite wesentliche Vorteile mit sich. Während sich die Arbeitsbreite eines Baggers beim Ausschwenken des Oberwagens durchaus um einen oder zwei Meter vergrößern kann, bleibt sie beim Kurzheckbagger konstant.

Aber auch weniger Unfälle sind das Ergebnis der kompakten Bauweise. „Sicherheit bekommt einen immer größeren Stellenwert auf der Baustelle. Bei Eurovia legen wir großes Augenmerk auf den Arbeitsschutz. Auch hier kann der Kurzheckbagger einen Beitrag leisten“, so der Niederlassungsleiter. Sein Argument: Zwar verfügt der neue Cat 321DLCR über eine Seiten- und Heck-Kamera, um dem Baggerfahrer das Rückwärtsfahren und das Schwenken zu erleichtern, aber allein der verkürzte Oberwagen entlastet den Maschinisten in dem Bewusstsein, dass er damit nicht an Mauern und Wänden hängen bleiben kann. Das hat wiederum zur Folge, dass ein Einweiser nicht immer erforderlich ist – das Unternehmen spart sich Personal.

Letztlich lassen sich auch Arbeitsvorgänge schneller umsetzen und Taktzeiten reduzieren. Aufgrund der Kurzheck-Bauweise bleiben Änderungen der Baggerkonstruktion jedoch nicht aus. Schließlich müssen im Inneren Motor, Getriebe, Wandler sowie Hydraulikleitungen samt der Pumpe, der entsprechenden Schläuche und Ventile untergebracht werden. „Wir haben uns natürlich vorab gefragt, ob die kompakte Bauweise nicht auf Kosten des Komforts geht. Schließlich möchte es unser Fahrer auch bequem haben und braucht ausreichend Platz im Fahrerhaus“, argumentiert der Niederlassungsleiter. Daher musste sich der Cat 321DLCR im Vorfeld erst einem Praxistest sowie einem Vergleich mit einem Wettbewerbsgerät stellen und wurde von verschiedenen Fahrern im Einsatz begutachtet und kritisch geprüft.

„Wir verlassen uns bei Eurovia auf das Urteil der Fahrer. Schließlich sind sie es, die den ganzen Tag mit der Maschine arbeiten müssen. Dabei setzen wir bei Leistungsgeräten auf Stammfahrer. Im Fall des Kurzheckbaggers von Caterpillar hat sie die Hubleistung und der Kraftstoffverbrauch überzeugt“, berichtet der Niederlassungsleiter.

Und diese Faktoren der Wirtschaftlichkeit sind es auch, die Eurovia, eine Tochtergesellschaft des VINCI-Konzerns, mit weltweit knapp 40 000 Mitarbeitern, zur klaren Vorgabe jeder Investitionsentscheidung für seine Geschäftsbereiche, wie etwa Eurovia Teerbau, macht. Die kaufmännischen und technischen Serviceleistungen werden bundesweit zentral durch die Eurovia Services GmbH erbracht, die bei allen Investitionsentscheidungen in den Maschinenpark involviert ist. „Vor Ort können wir darauf Einfluss nehmen, wenn wir begründen, warum wir eine bestimmte Baumaschine, wie den Cat Kurzheckbagger, benötigen“, so der Niederlassungsleiter.

Bevor eine Maschine angeschafft wird, tauschen sich die einzelnen Niederlassungen von Eurovia Teerbau, wie in Bottrop, Hamburg, Hannover, Koblenz, Köln, Ludwigshafen, Münster und Stuttgart, untereinander über ihre Erfahrungen aus. „Natürlich gilt für uns alle, dass eine Maschine so wirtschaftlich wie möglich sein muss, doch von Standort zu Standort gibt es durchaus auch Unterschiede, was die Abwicklung der Baustellen betrifft, was daran liegt, dass bei Eurovia jede Niederlassung wie ein eigenständiges Profitcenter agiert“, erklärt der Niederlassungsleiter. Er leitet nicht nur die Koblenzer, sondern auch die Frankfurter Niederlassung mit rund 150 Mitarbeitern inklusive von 20 Auszubildenden.

„Zwischen beiden Standorten gibt es eindeutige Unterschiede, was am regionalen Baumarkt liegt. Die Baustellenstruktur ist im Raum Frankfurt eine andere als im Raum Koblenz, wobei hier verstärkt in innerstädtischen Bereichen gearbeitet wird. Und das erklärt, warum hier stärker das Maschinenkonzept des Kurzheckbaggers sowie ein ganz besonderes Anbaugerät gefragt ist“, meint er und bezieht sich dabei auf einen Rotator. Dieser wird beim neuen Cat Kurzheckbagger mit einem hydraulischen Schnellwechsler und wahlweise mit einem Tieflöffel, Grabenräumlöffel, Hammer und Greifer kombiniert. So lassen sich die Anbaugeräte drehen und gleichzeitig auch noch schwenken. Weil so verschiedene Winkelstellungen möglich sind, hat sich auch das Einsatzspektrum des Kurzheckbaggers erweitert. „Der Rotator ist natürlich erst einmal ein Kostenfaktor in der Maschinenkalkulation und macht rund 15 Prozent der Gesamtinvestition aus, doch die Mitarbeiter am Standort Koblenz sind überzeugt, dass sich die Anschaffung langfristig rechnet“, ist der Niederlassungsleiter sicher.

Dafür spricht, dass sich der neue Cat 321DLCR samt Rotator bereits im Dauerbetrieb bewährt und es schon der vierte Rotator ist, den die Niederlassung Koblenz einsetzt. Genutzt wird dessen Funktion, wenn Modellierungsarbeiten auszuführen sind oder wenn Leitungen unterführt werden müssen.

„Der neue Kurzheckbagger ist eine Schlüsselmaschine. Natürlich wäre uns die eierlegende Wollmilchsau am liebsten. Als Arbeitsgerät muss der Kurzheckbagger daher möglichst viele Funktionen ausüben können“, verlangt der Niederlassungsleiter. Da trägt der Rotator sein Übriges dazu bei, aber auch der Baggerfahrer ist gefordert bei der Anwendung. „Im täglichen Umgang entwickelt er neue Einsatzmöglichkeiten, an die man zuvor noch gar nicht gedacht hat“, berichtet er.

Langfristig wird sich zeigen, was mit der Maschine samt Anbaugeräten alles möglich ist. Die erste Bewährungsprobe hat der neue Cat Kurzheckbagger bereits erfolgreich bestanden: Zusammen mit dem Arge-Partner Strabag ist die Niederlassung von Eurovia Teerbau bei der Sanierung des Zentralplatzes in Koblenz zugange und hat in diesem Zusammenhang die komplette Kanalisation samt der Straßen erneuert.

www.zeppelin-cat.de

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