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Die richtige Kehrmaschinen-Größe für jeden Zweck - vom Klein- bis Großkehrmodell

Aus dem Stadtbild sind sie jedem ein Begriff, Kehrmaschinen. Dabei geht es aber nicht alleine um die Entfernung von Laub, Staub und Schmutz, sondern auch, dass entsprechende Einrichtungen und Flächen von Fußgängern und Fahrzeugen gefahrlos benutzt werden können. Aber nicht nur im öffentlichen Raum sorgen die Kehrmaschinen für Sauberkeit, auch bei und in Firmen, sowie im privaten Umfeld kommen sie zur Anwendung. Je nach Einsatzgebiet und -zweck gibt es verschiedene Modellvarianten. Während im einen Bereich nicht zuletzt aufgrund der selteneren Anwendung Anbaukehrmaschinen meist ausreichen, gibt es für den mehr oder weniger kontinuierlichen Einsatz in größerem Umfeld Klein- und Großkehrmaschinen.

Diese selbstfahrenden oder auf einem Lkw-Fahrgestell montierten Maschinen, auf deren Hersteller im Folgenden näher eingegangen werden soll, können das Kehrgut auf drei unterschiedliche Arten aufnehmen, mechanisch, durch Absaugung oder durch eine Kombination beider Verfahren. Zudem verfügen sie über eine ausgefeilte Technik an Staubfilterung und Geräuschemission, um die Belästigungen an die Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren. Durchgesetzt hat sich dabei inzwischen ein Verfahren, bei dem der Staub nicht an die Umwelt abgegeben, sondern mittels Partikelfilter und Umluftverfahren dem System wieder zugeführt wird und sich der gesundheitsgefährdende Ausstoß von Feinstaub auf nahezu Null reduzieren lässt.

Etwa 80 Prozent der angesaugten, staubhaltigen Luft verbleibt im System und erleichtert aufgrund ihrer Strömungsenergie die Ablösung und Aufnahme des Kehrichts. Darüber hinaus soll neben einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs um bis zu 30 Prozent auch der Ausstoß der Feinstäube um bis zu 95 Prozent reduziert werden. Als weitere positive Effekte werden die Reduzierung der Lärmbelastung, die Vermeidung von Verschmutzungen durch austretenden Staub oder Schmutzwasser sowie niedrige Betriebskosten und eine höhere Lebensdauer der Kehrmaschine angeführt. Entwickelt wurde dieses Verfahren vom Schweizer Unternehmen Aebi einst für seine Kehrmaschine MFH 5000.

Unterscheidungskriterien Klein- und Großkehrmaschinen
Maßgebliches Kriterium zur Unterscheidung zwischen Klein- und Großkehrmaschine ist letztlich das Fassungsvermögen des Kehrgutsammelbehälters. Bei Kleinkehrmaschinen beträgt dies bis zu 2,5 Kubikmetern, bei Großkehrmaschinen bis zu sieben Kubikmetern, wird dort letztlich durch das zulässige Gesamtgewicht des auf die Lkw-Modelle aufbauenden Trägerfahrzeugs begrenzt. Weitere Unterscheidungskriterien könnten etwa in der Arbeitsbreite sowie zusätzlicher Komponenten gesehen werden, welche sich bei den Großkehrmaschinen zum einen mittels Nutzung entsprechender Auslegerarme, an welchen Zusatzbesen montiert sind, zum anderen durch die Möglichkeit der Verwendung von zusätzlich mittig unter dem Fahrzeug montierter Kehrwalzen gesehen werden.     

Während die Großkehrmaschinen überwiegend im Bereich der Straßenreinigung zum Einsatz kommen, sind die zumeist als Schmalfahrzeug konzipierten, kompakteren Kleinkehrmaschinen üblicherweise kaum breiter als ein Meter und eignen sich damit für den Einsatz auf beengten Flächen, wie Bürgersteige oder Fußgängerzonen, sowie in Gebäuden und in Hallen. Manche Kleinkehrmaschinen verfügen neben einem seitlich unter dem Führerhaus platzierten stationären Rotationsbesen oft auch über einen zweiten, manchmal sogar dritten Besen. Mit einem an einem schwenkbaren Auslegerarm montierten Besen lässt sich die Arbeitsbreite auf bis zu zwei Meter erweitern. Der Sammelbehälter ist oftmals hydraulisch kippbar. Die im Sinne ihrer Optimierung zumeist als Rechtslenker konzipierten Großkehrmaschinen verfügen meist auch über einen bis zu 1.000 Litern fassenden Wassertank, so dass mit ihnen neben dem Kehren eine gleichzeitige Feuchtreinigung der Fläche in einem Arbeitsgang möglich ist. Bei dieser Geräteklasse gehört der hydraulisch kippbare Sammelbehälter zum Standard.  

Die Anbieter von Klein- und Großkehrmaschinen

Die Listung der anbietenden Unternehmen erfolgt ausschließlich unter dem Aspekt des Alphabets und stellt in keinster Weise eine Wertung oder Klassifizierung dar.

Hersteller Applied bietet seine Produkte, darunter die Kleinkehrmodelle 525 und 636 über Tennant an. Bei dem Modell 525ze handelt es sich um eine sogenannte Micro-Kehrmaschine. Das Besondere an ihr ist sicherlich der elektrische Antrieb, der den Einsatz in Innen- wie Außenbereichen sowie zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich macht. Die Arbeitsbreite der beiden Kehrbesen kann von 1.300 bis 1.900 Millimetern variiert werden. Der Schmutzsammelbehälter hat ein Fassungsvermögen von 0,75 Kubikmetern. Mittels der Staubauffangtechnologie CloudMaker und einer dreistufigen Filterung soll der Staub vor der Abgabe an die Umluft komplett herausgefiltert werden.   
   
Die 636 unterscheidet sich von der 525ze im Wesentlichen neben ihrem Antrieb mittels Kubota-Dieselmotor insbesondere durch ihre Arbeitsbreite, ihr Behältervolumen und ihre Transportgeschwindigkeit. Die Arbeitsbreite reicht bis zu 2.050 Millimetern, das Volumen des Kehrgutbehälter beträgt ein Kubikmeter und die Transportgeschwindigkeit gegenüber der 525ze mit deren 25 km/h 32 km/h.

Im Portfolio der ASH Deutschland Holding, Frauenfeld, Schweiz, werden der Maschinenhersteller Aebi, der deutsche Hersteller Schmidt, St. Blasien, sowie der Anbaugerätehersteller Beilhack zusammengefasst. Die Holding bietet zahlreiche Kehrmaschinen an, von den Schweizer Modellen CS250 und CS550, über die Swingo200+, Swingo Compact200 und Cleango500 bis hin zu sieben Modellen der SK-Reihe (500 bis 750).
Im Programm der Schweizer ersetzen die kompakten MFH250 und 550 die Modelle 2500 und 5500. Beide neuen Modelle sollen für exzellenten Bedienkomfort und Hightech stehen. Natürlich verfügen auch sie neben Euro6-Technologie auch wieder über das Koanda-Umluftsystem. Bei der CS250 soll der gesundheitsschädliche Feinstaub sogar um bis zu 95 Prozent reduziert werden, aber auch die Geräusch-Emission soll wesentlich minimiert werden. Weiter entwickelt wurde der Fahr- und Bedienhebel, welcher von der MFH 2500 übernommen wurde. Dabei gewährleistet das neue Auto-Drive-System einen neuen Fahr- und Bedienkomfort. Die Kehreinheit der kompakten und äußerst wendigen CS550 befindet sich nicht mehr zwischen den Achsen, sondern ist nun frontseitig platziert. Ein neuer hydrostatischer Fahrantrieb soll nicht nur die Arbeitsdrehzahl deutlich senken, sondern in Verbindung mit dem Eco-Drive-Mode, was eine Drehzahlabsenkung bei Transportfahrten beinhaltet, um bis zu 15 Prozent senken.

Schmidt, St. Blasien, deckt sowohl Klein-, als auch Großkehrmaschinen ab. Zu den kompakten Kleinkehrmodellen zählen die Swingo 200+ und die Cleango 500. Bei der Swingo 200+ handelt es sich um ein Kompaktmodell für den städtischen Bereich. Das absenkbare Fahrwerk soll auch das Kehren in Parkhäusern und Tiefgaragen erlauben. Über mehrere Einstellmöglichkeiten der Kehrbesen soll auf jede Kehrsituation eingegangen werden können. Der Kehrgutbehälter der 200+ fasst zwei Kubikmeter, durch ihr geringes Eigengewicht von rund 2.900 Kilogramm (bei zwei Besen) stellen auch empfindliche Böden oder Bürgersteige kein Problem dar. Nach dem Motto „Leistung optimieren, Kosten reduzieren“ sind die Swingo-Modelle mit geschobenem Zwei-Besen-System ab sofort mit neuem Hochleistungs-Saugschacht verfügbar, der leistungsstärker sein soll, bei gleichzeitiger Reduzierung der Betriebskosten um bis zu 15 Prozent. Kernstück dabei ist die integrierte Grobschmutzklappe, welche per Knopfdruck hydraulisch vom Fahrer geöffnet werden kann. Ein Wegrollen des Kehrguts bei Kurvenfahrten wird durch eine seitliche Führung verhindert, eine eingebaute Federentlastung des Saugschachtes soll den Verschleiß der Teile reduzieren und aufgrund geringerer Belastung schonen. Durch eine Reduktion der Sauggebläse-Drehzahl soll aber nicht nur Kraftstoff eingespart werden können, von bis zu 15 Prozent oder einem Liter pro Betriebsstunde, sondern ebenso der CO2-Ausstoß deutlich reduziert werden wie die Lärmentwicklung um zwei Dezibel.
     
Die Cleango 500 bietet mit vier Kubikmetern das doppelte Fassungsvermögen des Schmutzbehälters der Swingo 200+. Motorisiert ist das Fahrzeug mit einem leistungsstarken Sechs-Zylinder Dieselmotor der neuesten Generation, welcher neben den Abgasvorschriften Euro5 bzw. EuroMot 3B auch Euro6 erfüllt. Das gezogene Tellerbesensystem ist platzsparend unterhalb der Kabine vor der Vorderachse platziert. Optional lieferbar ist für das Fahrzeug eine hydraulische Einstellung der Besenneigung sowie eine getrennte Einstellung des Tellerbesen-Bodenauflagedrucks. Die Kehrbreite kann zwischen 1.900 und 2.100 Millimetern variiert werden und ermöglicht somit eine optimale Anpassung an die individuellen Straßenverhältnisse.
Neben dem Kompaktmodell bietet Schmidt mit den SK500, SK600 und SK700 drei Aufbau-Modelle sowie SK350, SK370, SK501, SK502 Aufbau-Kehrmaschinen mit Schnellwechselsystem an, alle auf Lkw- Fahrgestellen. Die drei erstgenannten Modelle unterscheiden sich zum einen durch die Größe des Schmutzbehälters, der fünf, sechs oder sieben Kubikmeter beträgt, zum anderen durch das zulässige Gesamtgewicht des Trägerfahrzeugs, das zwölf oder bis zu 18 Tonnen betragen kann. Die seitlich angebrachten Tellerbesen ragen weit nach außen und führen das Kehrgut zusammen mit der Zuführkehrwalze dem Saugschacht zu. Die Aufbau-Kehrmaschinen sind für den Aufbau auf Unimog-Fahrzeuge konzipiert. Je nach Ausführung können diese mit einer einseitigen oder dualen Kehrgutaufnahme ausgestattet werden. Mittels Schnellwechselsystem lässt sich der Aufbau rasch auf- oder abbauen.

Der spanische Anbieter Ausa, Barcelona, bietet unter anderem zwei Kleinkehrmaschinen an. Das Modell B200H ist nach Unternehmensangaben sehr manövrierfähig, hat mit 3.900 mm (4x2) bzw. 3.760 mm (4x4) den kleinsten Wendekreis seiner Klasse und soll extrem leise arbeiten. Der Schmutzbehälter fasst zwei Kubikmeter. Das zweite Modell B400H verfügt über einen vier Kubikmeter großen Behälter.

Albrecht Bertsche, Bräunlingen, bietet eine Kleinkehrmaschine auf Basis seines Geräteträgers Ladog G129 MaxiFlex an. Der Sammelbehälter des kompakten Fahrzeugs (Länge 3.525 mm) aus rostfreiem Edelstahl hat ein Volumen von 1,8 Kubikmetern, lässt sich hydraulisch hochkippend entleeren (Kipphöhe 1.460 mm) und macht den Geräteträger mittels Wechselaufbau-Technik multifunktionell einsetzbar. Optional lässt sich die Frontkehr-Technik mit zwei oder drei Besen ausstatten. Im ersten Fall mit LAK 1800 MultiFlex Mittelabsaugung hat der Saugmund eine Breite von 850 mm. Die zweite Möglichkeit der Frontkehr-Technik ist der G129 MultiFlex „Standard“, bei dem der Saugmund eine Breite von 510 mm hat. Geeignet sein soll diese zweite Ausführung mit Ausweicheinrichtung als Anfahrschutz etwa für den Einsatz eines dritten Besens zur Wildkrautbeseitigung.

Je nach Kundenwunsch baut Brock Kehrtechnik, Witten, neben drei Kleinkehrmaschinen (Ausa B200H, SL140 und MS1) auch ein breites Spektrum an Großkehrmaschinen (SL150, SL200, SL380, SL410, SL480 und SL580) auf Lkw-Gestellen auf. Für den Einsatz in Großstädten optimal geeignet sein soll die SL140. Diese auf einem Mitsubishi-Fuso-Fahrgestell aufgebaute Maschine soll durch hohe Saugleistung und ihren niedrigen Verbrauch überzeugen. Dabei lässt sich das mit einer variablen Kehrbreite zwischen 2.200 und 3.550 mm sowie einem vier Kubikmeter großen Sammelbehälter ausgestattete Fahrzeug mit einem alten Führerschein Klasse 3 pilotieren. Darüber hinaus lässt sich die SL140 auch zu 100 Prozent elektrisch betreiben. In der Ausführung SL140Eco sind im Betrieb lediglich die Sauggeräusche vernehmbar. Die Kehrleistung bleibt bei dieser Art des Antriebs unbeeinträchtigt, da Fahrzeug und Aufbau unabhängig voneinander arbeiten. Die zweite Kleinkehrmaschine, MS1, ebenfalls auf einem Mitsubishi-Fahrgestell, entwickelte Brock zusammen mit dem schwedischen Partner Broddson. Dies arbeitet nach dem Elevator-Prinzip, bei dem die Seitenbürsten das Kehrgut vor die Walzenbürste unter dem Fahrzeug verbringt, von wo es auf einen robusten Gummigurtförderer geworfen und von diesem in den vier Kubikmeter fassenden Sammelbehälter verbracht wird. Die Entladehöhe des kippbaren Behälters beträgt 2.500 mm. Ein Sprinklersystem soll verhindern, dass Staub aufgewirbelt wird.

Bucher Municipal, Hannover, bietet in beiden Maschinenklassen je drei Konfigurationen an, bei den Kompaktkehrmaschinen die Modelle CityCat1000, 2020 und 5006, bei den Großkehrmaschinen CityFant5000 und 6000 sowie OptiFant8000. Die kompakte CityCat1000 verfügt über einen schadstoffarmen 43 PS leistenden schadstoffarmen Dieselmotor und einen ein Kubikmeter fassenden Sammelbehälter. Wahlweise als Frontlenker oder mit optionaler Vierradlenkung für höchste Wendigkeit und Spurtreue lieferbar, bietet das Fahrzeug eine maximale Kehrbreite von 2.000 mm. Die knickgelenkte CityCat2020 erfüllt dank eines 84 PS leistenden Dieselmotors mit AdBlue-Zusatz und Dieselpartikelfilter die strenge Emissionsnorm Euro6 und verfügt über einen zwei Kubikmeter großen Sammelbehälter. Dritte im Bunde der Kompaktkehrmaschinen bei Bucher Municipal ist die CityCat5006. Das 2014 neu vorgestellte Modell mit Euro6-Norm bietet vier Kubikmeter Sammelbehälter sowie Front- und Allradlenkung.  
 
Bei Dulevo, Krefeld, wird primär nicht nach der Größe, also ob Klein- oder Großkehrmaschine, sondern eher nach der Art des Verfahrens, also ob mechanisch oder saugend, differenziert. Zu den mechanisch arbeitenden Straßenkehrmaschinen zählen die 200 Quattro, die 5000 Evolution, 5000 Veloce und 5000 Zero. Die Kehrbreiten reichen von 2600 bis 3500 mm, das Behältervolumen von 2,5 bis 5 Kubikmetern. Zu den saugend arbeitenden Modellen aus Krefeld gehören die 850 Optima Mini, Commando und 7000. Die über eine Knicklenkung verfügende 850 Optima Mini bietet eine Arbeitsbreite von 1600 mm und ein Behältervolumen von 0,8 Kubikmetern, das sich aus 1450 mm Höhe entleeren lässt. Das zweite saugend arbeitende Modell, Commando, verfügt über eine Arbeitsbreite von 1500 mm, einen 1,2 Kubikmeter großen Sammelbehälter sowie Vierradlenkung. Auf ein Daimler-Fahrgestell ist die `7000´ aufgebaut. Mit einem Behältervolumen von sieben Kubikmetern bietet das dieselbetriebene Fahrzeug eine Arbeitsbreite von 1250 bis 2380 mm.

Faun Umwelttechnik aus Osterholz-Scharmbeck bietet neben drei Modellen der ViaJet-Reihe (City, Vario und Power) in jeweils zwei Konfigurationen vier Spezialfahrzeuge (TerraJet, FiltAir, Aquatherm und EcoSweep) an. Die Modelle der ViaJet-Reihe unterscheiden sich vor allem bedingt durch ihren primären Einsatzzweck vor allem durch ihre Behältergröße.  Die beiden City-Konfigurationen ViaJet 4 und 5 sind mit ihren Behältervolumen von vier bzw. fünf Kubikmetern sicher eher auf den Einsatz im Stadtgebiet konzipiert. Demgegenüber sind die Vario-Modelle 6 bzw. 7 mit sechs bzw. sieben Kubikmetern Behältergröße neben dem Einsatz im Stadtgebiet auch für das ländlichen Gebiet konzipiert. Zudem werden diese durch zusätzliche Ausstattungskomponenten weiteren Aufgaben gerecht. Die Topausstattung `Power´ 8 und 12 bietet mit Behältergrößen von acht bzw. 12 Kubikmetern neben einer Topleistung ein Maximum an Aufnahmevolumen.
Die Sonderfahrzeuge `TerraJet´, `FiltAir´, `Aquatherm´ und `EcoSweep´ sind weniger für den üblichen kommunalen als besser für einen Spezialeinsatz auf besonderem Terrain konzipiert. So ist der `TerraJet´ mit seinem sieben bis neun Kubikmetern Behältervolumen eher für den Einsatz auf Flughäfen ausgelegt, um den dort geltenden Anforderungen gerecht zu werden. Als Basis dienen Fahrgestelle mit 15 – 19 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Die Geschwindigkeit der Kehrwalze beträgt bis zu 40 km/h. Ein integriertes Umluftsystem soll einen erhöhten Staubaustritt während des Kehrens verhindern. Die Zusatzausstattung `Filtair´ soll Feinstaub während des Kehreinsatzes reduzieren. Konzipiert wurde dies speziell für Anwendungsbereiche mit erhöhter bestehender Feinstaubbelastung. Die Konfiguration `Aquatherm´ wurde speziell zur thermischen Flächenreinigung entwickelt und kann bei den Modellen ViaJet 6 professionell und 7 expert eingesetzt werden und eröffnet dem Maschinenbetreiber neue Anwendungsgebiete. Das Konzept `Ecosweep´ kombiniert Abfallsammlung und Kehrmaschine und nimmt das Kehrgut mechanisch auf. Da durch Verdichtung ein größeres Volumen des Kehrguts ermöglicht wird, sollen bis zu 20 Entladevorgänge eingespart werden können.   

Der Bad Oldesloer Hersteller Hako hat fünf Kleinkehrmaschinen der Citymaster-Reihe im Programm. Das kleinste Modell, der robuste, wendige und mit einem neuartigen Geräteschnellwechselsystem ausgestattete Citymaster 600 besitzt ein Behältervolumen von 600 Litern. Als Multitalent für den kommunalen Ganzjahreseinsatz wird das Modell 1250 bezeichnet, das mit seinem stark dimensionierten Sauggebläse für Sauberkeit in Fußgängerzonen, auf Rad- und Gehwegen sowie auf Plätzen sorgen soll. In der Spezifikation 1250 C eignet sich der Mehrzweckträger nach Angaben des Unternehmens zudem zum Schneeräumen, Streuen, Rasenmähen oder für die Nassreinigung. Als weitere Modifikation 1250 Citycleaner lässt sich der Geräteträger gegen haftenden Schmutz und Feinstaub einsetzen. Das Modell 1600 zeichnet sich durch geringe Emissions- und Verbrauchswerte aus. Seine geringe Geräuschentwicklung und Staubemission lässt diesen auch in der City oder ruhigen Wohngebieten einsetzbar machen, früh- , spät oder auch in der Nacht. Das Modell 2000 gibt es mit Zwei- oder Drei-Besen-Technologie. Zuschaltbare Allradlenkung, eine Kehrbreite von bis zu 2.500 mm und ein Behältervolumen von bis zu 1,85 Kubikmetern, Hochentleerung sowie Winterdienst-Optionen machen das Fahrzeug nach Unternehmensangaben ganzjahrestauglich.

Der Metzinger Hersteller Holder führt in seinem Sortiment mehrere Geräteträger mit der Möglichkeit zum Kehren. Zum einen zu nennen ist die EasyClean Kehr-Saug-Kombination, welche in unterschiedlichen Größen für die Traktoren der B-, C-, M- und S-Reihe erhältlich ist. Verstellbare Kehreinheit im Front-Dreipunktanbau und aufgesattelte Aufnahmebehälter machen das knickgelenkte Fahrzeug vielseitig einsetzbar. Der Kehrgutbehälter fasst 1.600 Liter. Als zweite Möglichkeit wird der X30 angeboten, der über ein Behältervolumen von einem Kubikmeter verfügt. Im Programm der Metzinger befindet sich auch die speziell für diesen Geräteträger konzipierte Kehrsaugmaschine SX2 für den Geräteträger Muvo. Damit lässt sich die Muvo im innerstädtischen Bereich mit zwei, optional drei Besen, einsetzen. Die Arbeitsbreite wird mit  1,32 bis 2,60 m angegeben, der Auffangbehälter fasst 1,6 Kubikmeter. Zur Bindung von Staubpartikeln sprüht die Maschine gezielt Wasser. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist stufenlos mittels hydrostatischem Antrieb einstellbar. Für maximale Wendigkeit kann das Fahrzeug je nach Bedarf über eine Zweirad-, Allrad- oder Diagonal-Lenkung manövriert werden. Die ergonomische Zwei-Personen-Kabine und das intuitive Bedienkonzept garantieren ein sicheres und komfortables Arbeiten.

Für den Einsatz auf engsten Räumen wurde von Johnston Sweepers das Modell CN101 speziell zum Einsatz in beengten Umgebungen mit geringem Bodendruck entwickelt.  Die in zwei Ausführungen lieferbare kompakte C201, die auch mit Allradlenkung lieferbar ist, soll sich durch ihre niedrigen Gesamtbetriebskosten auszeichnen. Zur mittelgroßen Kategorie zählt die C401. Die Großkehr-Modelle VT501/VS501, VT601/VS601 und VT801/VT801 sind auf Lkw-Fahrgestellen aufgebaut. Unterscheidungskriterien sind zum einen das zulässige Gesamtgewicht, was auch durch die Zuladung definiert ist, zum anderen die jeweilige Kapazität des Sammelbehälters, die von 5,1 bis acht Kubikmetern reicht.

Im Portfolio von Kärcher, Winnenden, befinden sich zwei Modelle der MC-Serie kommunaler Kehrmaschinen, zum einen die MC130, zum anderen die MC50, wobei letztgenannte in zwei Versionen, auch einer Advanced Comfort, also einem weiteren Komfort für den Bediener, angeboten wird. Die zur 3,5-Tonnen-Klasse gehörende MC130 ist für den professionellen Dauereinsatz auf großen Parkflächen, Messe- und Industriegeländen konzipiert. Die komfortable Zwei-Mann-Kabine bietet perfekte Rundumsicht, die Kehrbreite der beiden Kehrbesen kann zwischen  1.200 und 2.250 mm variieren, das Volumen des Kehrgutbehälters wird mit 1.000 Litern beziffert. Die MC50/MC50 Advanced Comfort bietet eine Kehrarbeitsbreite von 1.100 bis 1.400 mm und ein Behältervolumen von 500  Litern, was einem Füllgewicht von 400 kg entsprechen soll.

Kehrtec aus dem Fürstentum Lichtenstein führt neben den Kleinkehrmaschinen Minor und Ravo vier Großkehrmaschinen (Magnum, Magnum Plus, Merlin, Mistral). Die `Minor´ gehört zur 3,5-Tonnen-Klasse, deren Sammelbehälter ein Volumen von zwei Kubikmetern hat. Die `Ravo´ der 5-er-Serie wird von einem Iveco-Motor mit Euro6-Norm angetrieben und verfügt neben einer Nutzlast von 5,5 Tonnen über mehrere Varianten der Speicherung des Kehrguts (zwei Container-Varianten oder Hochkipp-System). Die Großkehrmodelle unterscheiden sich maßgeblich durch die Größe ihrer Sammelbehälter, aber auch durch das zulässige Gesamtgewicht. Während ersteres zwischen 6,3 und 8,2 Kubikmetern variiert, beträgt letzteres zwischen 12 und 18 Tonnen.
Kiefer, Dorfen, hält für seinen Geräteträger Boki auch eine Modifikation als Kehrsaugmaschine bereit. Der Schmutz wird mittels zweier Tellerbesen zusammengetragen und über einen an einem Schlauch befestigten Saugmund in den 1,8 Kubikmeter fassenden Sammelbehälter verbracht.

Bei Küpper-Weisser, Bräunlingen, kann man aus dessen Sortiment mehrere Kehrmaschinen unterschiedlicher Konfigurationen wählen. Die Kompaktkehrmaschine Urban Sweeper S2 soll sich mit ihrer Knicklenkung bei einer Nutzlast von 1.500 kg für engste Räume, wie etwa Straßen und Gassen, Gehsteige und Bushaltestellen ebenso eigenen wie für urbane Zonen und Parkflächen. Die nächste, größere Kompakt-Kehrmaschine S3 besitzt ein Fassungsvermögen von 2,5 Kubikmetern. Die Aufbau-Kehrmaschinen Pony P4, S40 und S600 bis S1200 decken ein breites Spektrum an Sammelbehältergrößen und zulässigem Gesamtgewicht ab. Die Aufbau-Kehrmaschine Typ BPK für die P4 mit ihren beiden rotierenden Kehrbesen deckt eine Arbeitsbreite von 1.230 mm ab, die mit einem zusätzlichen Frontbesen auf 2,3 m erweitert werden kann. Die Aufbau-Kehrmaschine S40 verfügt über einen vier Kubikmeter großen Sammelbehälter. Deren Motor der neuesten Generation soll einem hohen Umweltbewusstsein genügen, geräuscharm und niedrig im Verbrauch sein. Für die Modelle S600 bis S1200 stehen je nach Aufbautyp Behältergrößen zwischen sechs und 12 Kubikmetern zur Wahl. Verschiedene Antriebskonzepte ermöglichen für jede Anforderung eine optimale individuelle Lösung. Alternativ können die Maschinen auch mit einem Hydrostat ausgerüstet werden, der ein ermüdungsfreies und bequemes, stufenloses Fahren von 0 bis 35 km/h ermöglicht. Auf Wunsch kann ein Mini-Bedienpult mit wichtigen Funktionen an der Fahrertür installiert werden.

Mathieu bietet seine Kleinkehrmaschine Azura MC210 an, für die keine Aufgabe zu groß sein soll und die sich durch ihr klares, funktionales, gleichzeitig aber auch urbanes wie modernes Design auszeichnen soll. Mittels Push&Pull lassen sich die Bürsten wahlweise stechen oder ziehen. Der Kehrgutbehälter fasst zwei Kubikmeter. Die beiden Kehrbesen lassen sich getrennt voneinander steuern und sollen damit ähnliche Vorteile zur Verfügung stellen wie eine Drei-Bürsten-Lösung im Hinblick auf Handlichkeit, sicheren Zugang zu schwierigen Stellen und ähnlichem. Die Kehrbreite beträgt bei zwei Besen zwischen 1.280 und 2.450 mm, mit einem optionalen dritten Besen kann diese auf 2.700 mm erweitert werden. Aufgrund ihrer kompakten Größe, ihren verkürzten hinteren Überhang, ihre zwei oder vier Antriebsräder im Kehrmodus sowie dem optimierten Einschlagwinkel soll die Maschine problemlos Hindernisse umfahren und in engen Straßen agieren können.  

Aus dem Angebotsspektrum von Nilfsik/Egholm lassen sich zwei Geräteträger als kompakte Kleinkehrmaschine einsetzen, zum einen der ParkRanger 2150, zum anderen der CityRanger 2250/3500. Der ParkRanger 2150 bietet in der Konfiguration als Kehr-/Sauggerät eine einfache Möglichkeit zur Reinigung von Fußwegen, Bürgersteigen, Parkflächen, Treppenaufgängen und anderen Flächen. Das Kehr-/Sauggerät ist mit einem kippbarem Kehrgutbehälter aus Fiberglas und integriertem Frischwassertank ausgestattet, wobei das Auskippen des Kehrgutbehälters vom Fahrersitz gesteuert werden kann. Die höhenverstellbaren Frontbesen sind standardmäßig mit einer Drehzahlregulierung ausgestattet und sollen für eine optimale Kehrleistung sorgen und einen minimalen Bürstenverschleiß gewährleisten. Beträgt die Kehrbreite bei zwei Besen 1.200 mm, lässt sich diese mit einem dritten Besen auf 1.660 mm erweitern. Die Einsatzbereiche des CityRanger 2250 sind vielfältig, von engstem Raum bis hin zu größeren Flächen, von Wegen und Gehsteigen über Fußgängerzonen bis hin zu Parkflächen und -häusern sowie Schulhöfen. Die Beseneinheit verfügt über zwei Besen und kann um weitere zwei erweitert werden. Alle Besen besitzen eine Wasserdüse zur Staubbindung. Der Wasserbehälter ist in den Kehrgutbehälter, der über einen selbstreinigenden Rotationsfilter verfügt, integriert. Der CityRanger 3500 bietet bei zwei Besen eine Arbeitsbreite zwischen 1.300 und 2.400 mm, bei drei Besen kann diese auf 3.100 mm erweitert werden. Das Fassungsvermögen des Kehrgutbehälters beträgt 1400 l.

Nothelfer, Meßkirch bietet Großkehrmaschinen auf Lkw-Fahrgestellen an. Die Modelle K6, K7, K 8 und K10. Das Aggregat des Aufbaumotors, angetrieben jeweils von einem Iveco-Dieselmotor, leistet bei allen Modellen jeweils 95 PS. Während beim K6 die Kehrbreite 2600 mm beträgt, variiert diese bei den anderen Modellen zwischen 2.600 und 4.100 mm, die Größe des Sammelbehälters reicht von sechs über 7,8 und 8,8 bis zu zehn Kubikmetern.

Text: Sigurt Zacher – Redaktion Bauhof-online.de
Bilder: Hersteller

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