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FORST live & Jagd 2024 Messe für Technik, Energie und Jagd bei strahlendem Sonnenschein

Knapp 30.000 Interessierte haben sich auf der FORST live & Jagd 2024 bei rund 350 Ausstellern aus 19 Nationen einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen verschafft. Dabei lagen die Schwerpunkte auf Themen wie Holzaufarbeitung sowie Transport und Nachhaltigkeit, wobei akkubetriebene Elektrogeräte eine große Rolle spielten. Zwar wurde der Rekord von 33.411 Besuchern aus dem Vorjahr nicht eingestellt. Dennoch zeigten sich die Veranstalter mit der Anzahl von 29.750 Besuchern sehr zufrieden und hoben in erster Linie den Zuwachs an Fachpublikum aus Frankreich, der Schweiz und Österreich hervor.

Lesedauer: min | Bildquelle: David Herwede; weitere Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie.
Von: David Herwede

„Zum Glück scheint dieses Jahr die Sonne, letztes Jahr war das Wetter ja sehr schlecht“, sagt Gomark-Direktor Matjaž Gosak und verweist damit auf die heftigen Regenfälle bei der FORST live im vergangenen Jahr. Die slowenische Firma hat sich heuer mit Engel Land- und Forsttechnik zusammengetan, um verschiedene Maschinen aus Hersteller- und Händlersicht vorzustellen. Ganz vorn mit dabei: die beiden LANCMAN-Kreissägen-Modelle SAF 707 und SAF-X-CUT 707 Automatic mit dreiteiligem Förderband, welches vier oder fünf Meter lang und etwa 43 cm breit ist. „Beide Varianten sind teleskopierbar und lassen sich hydraulisch um 15 Grad nach links und rechts schwenken“, so Gosak. Angetrieben werden die Geräte durch einen 7,5-kW-E-Motor mit eigener Ölversorgung und erreichen so eine Sägeblattgeschwindigkeit von bis zu 1.800 U/min.

Spaltmaschinen fallen durch ihre Größe auf

Beide LANCMAN-Maschinen sind kompakt und mobil, selbstverständlich geht es aber auch größer. Zum Beispiel mit dem Sägespalter SpaltFix K-700 Vario mobil der Firma Posch. Der Nachfolger der K-650-Version verarbeitet Baumstämme mit einem maximalen Stammdurchmesser von 70 cm, das Förderband besteht aus einem Gurt mit Blechstollen und automatischer Zentrierung. Reinhard Fötsch, technischer Verkauf, sagt hierzu: „Hervorzuheben ist auch die drehbare Kabine, die dem Fahrer möglichst viel Komfort bietet. Alles kann in wenigen Minuten aufgebaut werden.“ Übrigens: Im Zuge einer Roadshow-Tour vom 07. Mai bis 02. Juli präsentiert Posch den neuen Spalter deutschlandweit.

Noch ein wenig größer gefällig? Die Spaltmaschine SSPX 800 der Binderberger Maschinenbau GmbH misst insgesamt 7,5 auf 2,5 auf 3,0 Meter, hat eine Spaltkraft von 16 Tonnen und bearbeitet Stämme mit Durchmessern bis zu 80 cm. Sie ist individuell anpassbar und kann beispielsweise mit einem Zubringerbock oder einem Austragungsband in den Längen 200 oder 400 cm ausgestattet werden. Laut Binderberger-Monteur Thomas Schumi ist so eine „sehr gute, kompatible Maschine“ entstanden, die auch als E-Version erhältlich ist.


„Emission ist ein Riesenthema“

Generell setzt sich der Trend der Vorjahres-Messe zu elektrischen Geräte-Versionen auch in diesem Jahr fort. Dominik Seiler, Gebietsverkaufsleiter Süd-West bei Milwaukee, weiß weshalb: „Geräte, die mit Akku betrieben werden, sind besonders schnell zu starten, ich kann also immer sofort mit der Arbeit anfangen. Im Vergleich zu Verbrenner-Motoren sind die Geräte auch viel leiser, und Emission ist natürlich momentan ein Riesenthema.“ Im Zuge der „Zero-Emissions“-Kampagne stoßen die kabellosen Akku-Geräte von Milwaukee deshalb keinerlei schädliche Schadstoffe aus. So auch die M18-FUEL-Akku-Teleskop-Astsäge mit individuell verstellbaren Längeneinstellungen von bis zu vier Metern, 30 cm Schnittlänge und einer Kettengeschwindigkeit von 25,4 Metern pro Sekunde.

Akkubetriebene Lösungen für den Waldbereich hat dagegen die Forstreich GmbH im Angebot und lenkt das Spotlight ihres Messestandes auf drei emissionsfreie Geräte: den Spiralkegel SK50, den Pflanzbohrer PB60 und die Spillwinde SP1000. Dabei wiegt der Spiralkegel SK50 1,7 kg bei vier bis fünf Tonnen Druckkraft und einer maximalen Hubhöhe von 55 mm. Er eignet sich für schwächeres Holz und kleinere Baumdurchmesser. „Der Aufbau des Kegels ist genauso einfach wie die Pflege und Wartung. Er ist besonders robust und reinigt sich quasi von allein“, so Forstreich-Geschäftsführer Stefan Reichenbach.

Einen Durchmesser von 60 mm bietet der Pflanzbohrer PB60, der auch mit 80 mm als PB80-Version erhältlich ist und sich insbesondere für Topfpflanzungen, Aufforstungen oder den Zaunbau eignet. Reichenbach: „Beide Varianten sind ebenso robust und können sowohl mit dem Schlagschrauber als auch mit der Winkelbohrmaschine bedient werden.“ Währenddessen macht die fernbedienbare Akku-Spillwinde SP1000 mit Zweigang-Getriebe das Seilziehen überflüssig: Bei einem Gewicht von neun kg erreicht sie eine maximale Zugkraft von 250 kg im Schnellgang und von 1.000 kg im Kraftgang.

Elektro-Geräte erleichtern die Forstarbeit

Ein weiteres Beispiel für E-Winden ist die Powerwinch 1200 B von der EDER - Maschinenbau GmbH. Umweltfreundlich und abgasfrei wird das Gerät über den STIHL-Akku-Motor MSA 220 T betrieben und erreicht bei einem Gewicht von zwölf kg eine maximale Zugkraft von 1.200 kg. Recht spektakulär am EDER-Stand wirkt die Vorführung des Power Climbers EPC-240-11 B, der mit dem gleichen Motor ausgestattet ist. Bis zu einer maximalen Nutzlast von 240 kg befördert das elektrische Gerät Personen und Gegenstände mit höchstens 0,6 Metern pro Sekunde nach oben und wiegt dabei selbst nur 10,5 kg. Markus Hohmann, Leitung Einkauf und Vertrieb bei EDER, erläutert: „Elektro-Geräte sind in der Regel komfortabler als Sprit-Geräte und die Arbeitssicherheit ist jederzeit gewährleistet. Außerdem kann der Climber auch mit einer Rettungswinde ausgestattet oder im Innenbereich eingesetzt werden.“

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Auch die beiden 2 x 18 V LXT Akku-Schubkarren DCU601 und DCU602 der Makita Werkzeug GmbH sollen Forstarbeitern das Leben erleichtern. Die DCU601 besitzt dabei einen Hubtisch, der bis zu 300 kg aushält, während die DCU602 mit einer Wanne ausgestattet ist, die bis zu 100 Liter Flüssigkeit oder 200 Liter Festmaterial trägt. Damit unterwegs nicht der Saft ausgeht, können Benutzer manuell zwischen den beiden Doppel-Akkus umschalten. Ein weiteres Highlight am Makita-Stand ist der Akku-Mähroboter RM350D. Dieser ist bei 24 cm Schnittbreite und einer verstellbaren Schnitthöhe im Bereich von 20 bis 60 mm mit einem 18-V-5,0-Ah-Akku ausgestattet. Bis zu 3.500 m² Rasenfläche mit einer Steigung von bis zu 26 Grad werden so ganz automatisch gemäht.

Für alle Akku-Fans hat die Stihl AG noch eine Sonderaktion: Beim Kauf eines STIHL Akku-Gerätes mit AP-200- oder AP-300-S-Akku gibt es eine entsprechende Batterie gratis dazu. Und beim Kauf zweier Stromspeicher der beiden Typen winkt ein kostenloser dritter Akku.

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