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Eine Messe hebt ab

Es ist schon erstaunlich, wie eine anfangs kleine Messe wie die GalaBau (148 Aussteller und 7102 Besucher in 1982) innerhalb von nur drei Jahrzehnten zu einer prosperierenden Messe mit 1.320 Ausstellern und über 66.000 Besuchern wurde. Doch die Wohlfühloase "Garten" liegt völlig im Trend. So lautet das diesjährige Motto der GalaBau auch: Garten(T)Räume; zu sehen vor allem in Halle 3a auf rund 1.000 Quadratmetern.

Wer das Stichwort GalaBau hört oder liest, denkt zunächst an Kommunen mit ihren vielen Grünflächen, an Landschaftsbau und Gärtnereien, also eher an gewerbliche Anwender. Doch weit gefehlt, denn immerhin rund 60 % des Gesamtumsatzes von 7,14 Milliarden Euro (Stand: 2015) tätigen die Privathaushalte und wie Ulrich Schäfer, Präsident des bayerischen Verbandes VGL Bayern e.V. unterstreicht, ist ein Ende dieses Trends nicht abzusehen. Ja, die kleine Wohlfühloase des eigenen Gartens sorgt für viel Entspannung und Ruhe im hektischen Alltags- und Berufsleben. Umso verwunderlicher ist es, dass viele Aussteller nach wie vor die Kommunen, die Landschafts- und Gartengestalter eher im Auge haben als den Privatkunden. Sicherlich können sich die wenigsten Privatleute teure Maschinen für die Gartenarbeit leisten, zumal sie auch kaum genutzt werden. Allerdings werden Mietgeräte zwar irgendwo in Hinterhöfen oder Garagen von oft dubios aussehenden Hökerern angeboten, denn die wenigsten Hersteller bieten einen professionellen Mietservice über ihr seriöses Händlernetz an. Oder falls doch, wird dieser Service eher nur rudimentär unter ferner liefern vorgestellt und aktiv kaum beworben.

Auch auf der diesjährigen Presse-Preview zur GalaBau 2016 in Nürnberg waren viele Aussteller völlig überrascht davon, dass die Privathaushalte für immerhin 4,3 Milliarden Euro Umsatz von den 7,14 Milliarden Euro Gesamtumsatz im Garten- und Landschaftsbau gut sind. Man rechnete mit maximal 30 % oder eher mit "nur" 25 %, aber doch nicht mit 60 %. Vielleicht sollte sich der eine oder andere GalaBau-Aussteller einmal überlegen, wie die Privathaushalte in seine Vertriebsschiene mit eingebunden und dann auch gezielt angesprochen werden können. Übrigens, der neueste Trend im Privatbereich ist das sogenannte "Outdoor-Cooking", was weitaus mehr als das schnöde Gartengrillen bedeutet.

Neue Geräteträger sind Trumpf

Ansonsten zeigte die Presse-Preview am Mittwoch, den 22. Juni 2016, dass die  meisten Hersteller vor Innovationskraft nahezu sprühen. Neue multifunktionale Geräteträger, altbewährte, herkömmliche Unkrautentfernung, umgesetzt von modernen Geräten statt Einsatz chemischer (Kampf-) Stoffe – die aktuelle Glyphosat-Diskussion sowie dessen Verbot in vielen Bundesländern – lässt grüßen und neue Gartenbearbeitungsgeräte sowie Straßenbau- und Reinigungsmaschinen sind einige der GalaBau-Bereiche, wo es zahlreiche Innovationen gibt.

So wird das Unternehmen Alfred Kärcher im September (die Messe läuft vom 14. bis 17.9.2016) dem Publikum den neuen kommunalen Geräteträger MIC 70 präsentieren. Dieses nunmehr zweitstärkste Modell von Kärcher verfügt selbstverständlich über einen Allradantrieb sowie einer Anti-Schlupf-Regelung (ASR) und wird von einem kompakten 4-Zylinder Dieselmotor von Kubota mit 66 PS (48,5 kW) bewegt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 40 Stundenkilometer (km/h). Der Motor erfüllt dank seines integrierten Dieselpartikelfilters (DPF) die Abgasnorm EU Stufe IIIb sowie die US-Norm EPA Tier 4 final. Damit ist dieser Geräteträger MIC 70 selbstverständlich für den Einsatz in innerstädtischen Umweltzonen geeignet.

Der multifunktionale Geräteträger MIC 70 verfügt über zwei Hydraulik-Zahnradpumpen á 50 Liter / Minute (maximal 250 bar Druck), welche getrennt oder zusammen betrieben werden können. So lassen sich Anbaugeräte sowohl am Heck wie an der Frontseite gleichzeitig bewegen oder wahlweise eine große Anbaukomponente nur an der Front-/Heckseite. Das maximal zulässige Gesamtgewicht beträgt 3,5 Tonnen, das bedeutet, dieser Geräteträger ist auch mit der Führerscheinklasse B fahrbar. Da das Fahrzeuggewicht lediglich 1,8 Tonnen beträgt, ist eine große Zuladung möglich, was die Kommunen vor allem beim Winterdienst freut, wenn Schneeräumschilde, Solesprühgeräte etc. angebaut werden müssen. Als besonderes Zubehör gibt es auch einen Frontlader für Sand-, Bau- und Gartentätigkeiten oder ähnlichem. Dank seiner geschlossenen Kabine ist der MIC 70 bei Wind und Wetter bestens einsetzbar und die Kabine reduziert den äußeren, schon recht geringen Lärmpegel von 76 dB(A) auf 73 dB(A), was etwa einer Halbierung der Lautstärke entspricht. Der Preis lässt sich auch sehen – kommen Sie doch einmal auf dem Kärcher-Messestand 303 in Halle 6 vorbei. Dort erfahren Sie auch näheres über die neuen akkubetriebenen Laubbläser (LB 850 Bp) und Kettensägen (CS 330 Bp). Dank der Akkutechnik reduzieren sich die Lautstärke sowie die Vibrationen doch erheblich.

Ob Wildkraut oder Unkraut – es muss weg!

Darüber hinaus präsentiert der Marktführer aus Winnenden neues Zubehör für die chemielose Unkrautentfernung mittels Hochdruckreiniger. Das Zubehör "Weed Control" sorgt für eine drucklose Ausbringung von heißem Wasser, was die Gefahr des "verbrüht Werdens" drastisch reduziert. Für kleinere und mittlere Flächen eignet sich der Aufsatz WR20 mit einer Arbeitsbreite von lediglich 20 Zentimeter, für größere Flächen ist der Aufsatz WR50 (Arbeitsbreite: 50 Zentimeter) mit abnehmbaren und verstellbarem Fahrwerk gedacht.

Mit der umweltfreundlichen, thermischen Unkrautbeseitigung, also dem Eliminieren von Unkraut mit heißem Wasser beschäftigt sich schon seit Jahren das Unternehmen Wave Europe. Vom kompakten Einstiegsgerät für die chemiefreie Wildkrautbekämpfung, dem WA-Mini bis hin zum leistungsstarken Gerät der High Series 75/30 bietet das Unternehmen verschiedene Ausführungen an. Einige sind auf verschiedene Geräteträger abgestimmt wie die XL Series sowie die Sensor Series 2.0 400 / 34.

Dank des niedrigen Ausströmdrucks sollen sich die Heißwassergeräte von Wave für alle Beläge und selbst lose Schüttungen eignen. Sogar die Behandlung von Kunstrasen ist möglich, so der Hersteller. Aufgrund des niedrigen Ausströmdrucks sollen sich selbst poröse Fassaden, ohne Schäden zu verursachen, bearbeiten lassen. Die Seitendüsen mit Handbedienung ermöglichen die Behandlung von Unkraut entlang Fassaden und Zäunen sowie in Rinnen. Dank der Verwendung von Heißwasser mit einem niedrigen Standard-Wasserleitungsdruck können keine Schäden an Pflasterelementen entstehen. Dies gilt auch für poröse und wasserdurchlässige Beläge sowie Naturstein. Es besteht keine Brandgefahr und keine Staubbelastung, es treten keine Schäden an Autos, Laternenpfählen und Fassaden auf und es bleiben keine Stahlpartikel zurück, das verspricht der Hersteller. Lassen Sie sich diese Geräte zur Wildkrautbeseitigung einmal ausführlich vorführen – dies ist in Halle 9, Stand 202 auf der GaLaBau in Nürnberg vom 14. bis 17.09.2016 problemlos möglich.

Premiumpartnerschaft

Mit sehr viel Hochdruck, und zwar mit locker, flockigen 2.750 bar (nein, es geht nicht um ein neues Common Rail-Einspritzsystem für Dieselmotoren) will dagegen das Unternehmen Max Holder einem anderen Problem zu Leibe rücken. Vor und nach Straßen- oder Flughafenbaustellen gilt es die jeweiligen Fahrbahnmarkierungen wieder zu entfernen. Bisher geschah das oft durch kostspieliges und aufwändiges Abbrennen / Abflämmen, nunmehr sollen es leistungsstarke Hochdruckreinigungssysteme besser erledigen. In Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Waterblasting Technologies haben die Metzinger den Holder Stripe Hog entwickelt. Dieser soll jedoch nicht nur Fahrbahnmarkierungen möglichst schnell und möglichst schonend entfernen, sondern auch die berühmt berüchtigten Kaugummiflecken, Graffiti, Öl und selbst Gummiabrieb (Achtung. Motorsport-Rennstreckenbetreiber aufgepasst !). Dank des Geräteträgers ist man mit 92 PS (67,67 kW) recht flott unterwegs (Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h). Und aufgrund seiner kompakten Abmessungen und des geringen Wendekreises lassen sich selbst die kleinsten Flächen und Ecken behandeln.

Zusammen mit dem bekannten Anbaugerätehersteller MULAG haben die Schwaben ein neues Straßenrandpflegesystem entwickelt. In Verbindung mit dem bewährten Geräteträger Holder S 990 (ebenfalls mit 92 PS = 67,67 kW) lassen sich nunmehr Randstreifen selbst um Leitpfosten herum in nur einem Arbeitsgang pflegen. Dank seiner schmalen Bauweise ist dies auch im laufenden Straßenverkehr möglich, ohne große Störungen zu verursachen.

Darüber hinaus wird die Max Holder GmbH ihren neuesten multifunktionalen Geräteträger C 70 auf der GalaBau in Halle 9 Stand 107 präsentieren. Er ist Nachfolger der bewährten Modelle C 270 sowie C 370. Er erfüllt die EU-Abgasnorm Stufe IIIb sowie die US EPA Tier 4 final. Sein Dieselmotor ist nämlich mit einer geänderten Abgasführung sowie mit einem DPF bestückt. Dank der vier auf 400 Kubikzentimeter verstärkten Radmotoren (mit 4-Rad-Bremsen) gibt es mehr Leistung bei um 30 % geringeren Verbrauch. Zudem gibt es eine höhere Endgeschwindigkeit. Aufgrund des ungewöhnlichen 4-Rad-Antriebs ist der Rangieraufwand wesentlich geringer als bei konventionellem Antrieb und mit diesem Geräteträger C 70 lässt sich daher präziser und auch randnaher arbeiten. Wichtige Eigenschaften nicht nur für Kommunen.

"Es gibt ja beinahe so viele Anbaugerätehersteller wie Sandkörner am Meer", sagte einmal ein Messebesucher stöhnend. Leider machen bei den zahlreichen Anschlüssen viele Hersteller, was ihnen in den Kram passt. Um diesem Wirrwarr ein wenig Herr zu werden, hat sich Max Holder dazu entschlossen, mit ausgewählten, renommierten Anbaugeräteherstellern eine Premiumpartnerschaft einzugehen. Damit sollen technisch einwandfreie und auch langfristig funktionierende Lösungen umgesetzt werden. Das Anbaugeräteprogramm deckt die Bereiche Winterdienst, Mähen und Pflegen sowie Kehren und Reinigen ab. Zu den ersten Premiumpartnern zählen folgende Firmen: Fiedler Maschinenbau für die Bereiche Wassertechnik und Winterdienst, GMR für Geräte rund um die Grünflächenpflege, Wave Europe als Hersteller für die Unkrautvernichtung, Kahlbacher Machinery, KIF (Kommunaltechnik-, Instandsetzungs-, Fertigungs-GmbH) sowie Kugelmann Maschinenbau.

Zum Schluss soll noch eine ganz pfiffige Lösung von Holder hier erwähnt werden. Statt nämlich eine immer aufwändigere Abgastechnik für Dieselmotoren zu installieren, haben sich die Schwaben entschlossen, den Spieß umzudrehen und einfach einen Ottomotor, also einen klassischen Benziner zu installieren. Denn um die aktuellen Grenzwerte einzuhalten, müssen folgende Abgastechnikkomponenten bei nahezu jedem Dieselmotor (je nach Anwendungsfall bei kleinen 2- oder 3-Zyl.-Motoren nicht) verbaut werden:

1.) DOC = Diesel-Oxydationskatalysator, ein unbedingtes Muss wg. des Partikelfilters - sonst massive Filter-Verstopfungsgefahr.

2.) SCR-Mischdüse, ein unbedingtes Muss zur feinen AdBlue-Zerstäubung/-Verdampfung

3.) Partikelfilter, ein unbedingtes Muss zur Partikelreduzierung

4.) SCR-Kat, ein unbedingtes Muss zur Stickoxid-Reduzierung

5.) Ammoniak-Sperrkat (ein ganz kritisches Thema, denn wenn das SCR-System nicht 100 % einwandfrei arbeitet, gibt es sogenannte Ammoniakdurchbrüche – und Ammoniak ist sehr giftig)!

6.) Katalysator(en) zur Eliminierung der Partikelfilter-Emissionen (NILIS = noch nicht limitierte Schadstoffe á la Dioxine, Furane, PAK = Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzole, Toloule etc. pp. ff)

Dagegen benötigt ein herkömmlicher Benziner selbst für die strengsten Abgasgrenzwerte lediglich einen 3-Wege-Katalysator, möglichst motornah; Ende und aus. Selbst VW-Chef Müller hat das jüngst verstanden und rief daher Mitte Juni 2016 schon das voraussichtliche Ende des Dieselmotors aus. In Anbetracht der doch sehr aufwändigen Abgastechnik, sind vor allem kleine Dieselmotoren im Vergleich zu Benzinern ein Anachronismus. Lassen Sie sich in Halle 9 Stand 107 doch einmal die neuen Holder Geräteträger mit Benzinmotor zeigen und vorführen. Im Vergleich zum Dieselmotor lassen sich mit einem Benziner die Rußpartikel (und damit die Feinstaubwerte), die Kohlenwasserstoffe sowie die Stickoxide drastisch, um über 90 % reduzieren. Selbst die Kohlenmonoxidwerte lassen sich beinahe halbieren – und das alles im Vergleich zu einem Dieselmotor, der die strengsten Abgaswerte der zukünftigen EU Stufe V (gültig voraussichtlich ab 2019) erfüllt. Na, neugierig geworden? Dann mal ab zur GalaBau nach Nürnberg!

Wildkraut weg - Mechanisch oder thermisch?

Das Unternehmen Kersten Arealmaschinen aus dem Niederrheinischen Rees (bei Kleve) ist als Hersteller von kompakten bis hin zu leistungsstarken Einachsern sowie als Produzent von Anbaugeräten / -maschinen nahezu jedem Bauhofleiter / -mitarbeiter sowie den Werks- und Betriebsleitern hinreichend bekannt. auf der GaLaBau setzen die Rheinländer ihren Schwerpunkt ebenso auf die Wildkrautentfernung. Wie erwähnt, sind chemische (Kampf-) Stoffe in den meisten Bundesländern bereits heute schon verboten. Doch selbst der Einsatz von Salz ist aus Umweltschutzgründen zur Entfernung von Wildkraut seit einiger Zeit gesetzlich untersagt. Im Gegensatz zu Heißwasser oder Dampf, Lösungen, die nicht nur Vorteile haben, setzen die Rheinländer auf zwei ausgereifte und damit wirksame Techniken: Zum einen auf die mechanische Wildkrautbeseitigung und zum anderen auf die Behandlung des Wildkrauts mit Hitze.

So bietet Kersten eine Wildkrautbürste mit horizontal rotierendem Teller an. Mit einem Durchmesser von 40 bis 110 cm soll sich diese Bürste für die unterschiedlichsten Böden eignen wie vor allem für gepflasterte Straßen und Wege. Wahlweise bestückt mit oberflächenschonenden Drahtbüscheln und/oder aggressiven Drahtzöpfen ist ein sauberes und schnelles Arbeiten gegeben, so der Hersteller. Für unbefestigte Wege, wassergebundene Decken sowie Hofflächen mit Schotter oder Kies soll sich der mit vertikal arbeitenden Winkelmessern ausgestattete Wildkrautentferner bestens eignen. Bei einer Arbeitsbreite von 90 bis 110 cm wird nicht nur das Wildkraut, sondern auch gleich der Großteil des Wurzelwerks problemlos und nahezu komplett entfernt. Ein rasches Nachwachsen ist dadurch so gut wie ausgeschlossen. Als Trägermaschinen für alle mechanischen Wildkrautentferner dienen die aus eigener Produktion kommenden Einachsträgerfahrzeuge, die wiederum auch mit hauseigenen Kehrmaschinen, Mähgeräten oder Schneeschildern kombiniert werden können. Für bereits vorhandene Einachstraktoren von Fremdherstellern, Kommunalfahrzeuge oder Schlepper aller gängigen Fabrikate hält Kersten entsprechende Adapter vor.

In Verbindung mit Heißluft und Infrarotwärme lassen sich die Eiweißstrukturen des Wildkrauts so zerstören, dass die Pflanze abstirbt. Diese Art der Bearbeitung sollte allerdings so früh wie möglich erfolgen, denn wenn die Wildkrautpflanzen eine gewisse Höhe (um die 10 cm) erreicht haben, ist eine effektive thermische Behandlung nicht mehr sinnvoll. Als Faustregel zur Behandlung mit Hitze gilt es, während der Wachstumsperiode im März zu beginnen, wenn die Pflanzen noch sehr klein sind. Der Wildkrautentferner wird je nach Bewuchs langsam, mit etwa 1,5 bis 2,5 km/h über die befallenen Flächen gefahren. Geeignet sind Pflasterflächen, Kies-, Splitt- oder Sandwege mit regelmäßigem Verkehr, z. B. Vorplätze in Städten und Gemeinden, Gehwege in Wohngebieten und auch Park- sowie Friedhofsanlagen. Das erste Ergebnis sieht man schon direkt nach der Behandlung: Die Pflanze ist verwelkt. Nach ein bis zwei Tagen verfärbt sich die Pflanze gelb und nach etwa einer Woche kann man die abgestorbenen Pflanzenreste vom Belag abkehren. Die Behandlung sollte ab der Wachstumsperiode im Frühjahr bis hin zum Herbst etwa alle 3 bis 4 Wochen wiederholt werden, um eine rasches Nachwachsen zu vermeiden. Für die thermische Wildkrautbeseitigung stehen verschiedene Aggregate zur Verfügung. Je nach Verwendung und Flächenleistung als handgeführtes Gerät in Arbeitsbreiten von 8 bis 75 cm, als Anbaugerät für Einachser oder Kommunalmaschinen in Arbeitsbreiten von 45 bis 125 cm. Der Gasverbrauch beträgt zum Beispiel beim thermHit 45 (45 cm Arbeitsbreite) circa 1,4 bis 2,8 kg/Stunde und beim thermHit 75 (75 cm Arbeitsbreite) rund 6 kg/Stunde. Im Gegensatz zu anderen Herstellern deckt Kersten die ganze Bandbreite von 8 bis 110 cm Arbeitsbreite ab, sowohl mechanisch als auch thermisch. Der Vorteil besteht darin, dass der Anwender für jeden Anwendungsfall das richtige Gerät aus einer Hand bekommt.

Ebenfalls mit der mechanischen Wildkrautentfernung beschäftigt sich das Unternehmen AS-Motor aus Bühlertann bei Schwäbisch-Hall. Mit dem Wildkrautentferner AS 50 soll neben gepflasterten Flächen auch eine effektive Reinigung von Bordsteinkanten sowie das Entlangfahren an Hauswänden möglich sein. Seine flexiblen, äußeren Schutzabdeckungen sorgen dafür, dass keine Steine oder herausgebürstete Unkrautreste herumfliegen. So werden Mensch und Material (fahrende oder parkende Autos) nicht beeinträchtig oder gar geschädigt. Der flexible Steinschlagschutz stoppt auch bei Rangiermanövern. Zudem gewährleistet diese Technik einen sehr geräuscharmen Betrieb. Der AS 50 ist mit Fangsack ausgerüstet, so dass kein Nachkehren notwendig ist. Zusätzliche Mitarbeiter, welche Steinschlagschutzmatten halten müssen oder für das Nachkehren nötig sind, lassen sich damit einsparen.

Das patentierte Pendelbürstensystem arbeitet konturbetont. Die Fliehkraft regelt den Anpressdruck der Bürsten automatisch und weist somit eine schonende Behandlung der Oberflächen aus. Die Arbeitsgeschwindigkeit der handgeführten Maschine lässt sich regulieren. Die rein mechanische Arbeitsweise ermöglicht den Betrieb auch in umweltsensiblen Gebieten.

Darüber hinaus präsentiert das Unternehmen AS-Motor auf der GaLaBau 2016 einen kleineren Aufsitzrasenmäher vom Typ AS 920 Sherpa mit Zweiradantrieb, den großen Aufsitzrasenmäher AS 940 Sherpa mit Vierradantrieb, der sich auch an steilen Hängen einsetzen lässt sowie mittels Fernbedienung ebenfalls mannlos betrieben werden kann. Wem es an besonders steilen Hängen zu mulmig wird, der steuert dann eben den AS 940 Sherpa automatisch von der Ferne aus. Zudem wird der neue Hochgrasmäher AS 63 in Halle 10.0 auf dem Stand 106 dem Publikum präsentiert.

Zum Schluss noch ein paar Besuchstipps zur GaLaBau in Nürnberg im September (14. bis 17.9.2016): Bomag, die Asphaltspezialisten aus dem schönen Boppard am Rhein, präsentieren in Halle 7 auf ihrem Stand 222 die neuen kompakten und knickgelenkten Tandemwalzen mit Dieselmotoren nach US-Abgasnorm EPA Tier 4 final / EU-Stufe IIIa. Sie sind mit Dieselpartikelfilter ausgerüstet und es gibt sie in den Gewichtsklassen 1,8 bis 3,0 Tonnen (Motorleistung 24,6 kW) und 3,0 bis 5,0 Tonnen (Motorleistung 33,6 kW). Zudem kann man einige Infos über die neuen Kaltfräsen erfahren, welche den Feinstaub um mehr als 80 Prozent reduzieren sollen.

Matev, Langenzenn, zeigt in Nürnberg ihre breite Palette an Traktorgrundausstattungen sowie Anbaugeräte für die Grünflächenpflege und zur Schnee- und Schmutzbeseitigung.  Die Weiterentwicklung der bewährten Materialaufnahmesysteme CLS-G/H 1050/1350/1650 zeichnen sich durch eine erhöhte Benutzerfreundlichkeit sowie durch ein neues Highend-Einstellungssystem aus. Zudem wurde die Stabilität nochmals verbessert. Die Heckklappe lässt sich jetzt noch einfacher und alleine, also ohne Hilfe einer zweiten Person fixieren. Das Filter kann nun dank eines Ausziehmechanismus sehr leicht gereinigt werden. Alle Schmierstellen sind von außen leicht erreichbar und der Keilriemen lässt sich von außen nachspannen. Das neu designte Grasaufnahmegerät erlaubt es jedem Anwender, dieses noch einfacher an die verschiedenen Traktoren anzupassen. Der neue Beleuchtungssatz wiederum lässt sich dank seiner Montagefreundlichkeit in wenigen Minuten installieren.

Das neue Kombi-Frontmähwerk gibt es ab sofort in den Arbeitsbreiten 160 und 190 cm. Obwohl es nur mit einem Mähdeck bestückt ist, bietet es vier Einsatzmöglichkeiten. Es lassen sich nämlich sowohl Seitenauswurf, Heckauswurf sowie Mulchen realisieren und dank einer Striegeleinheit, die sich schnell und problemlos vorne auf dem Mähdeck montieren lässt, kann auch vertikutiert werden. Die Arretierungsvorrichtung beim Hochklappen des Mähwerks, die eine praktische Wartung und einen schnellen Messerwechsel ermöglicht, sowie die Arretierungsmöglichkeit für Straßenfahrten überzeugen durch ihre Nutzerfreundlichkeit.

Das Produktprogramm an robusten, leistungsstarken Frontkrafthebern wird mit neuen Modellen für LS Tractoren vom Typ R50 und XR50 sowie den Traktoren Boomer 45D, 54D sowie den Boomer 30/35 von New Holland ergänzt. Die Frontkraftheber sind auf die Nutzung mit den Anbaugeräten aus dem matev-Produktprogramm wie Mähwerke, Kehrmaschinen, Schneeräumschilder, Schneepflüge oder Laubsaugeinrichtungen bestens abgestimmt.

Das Winterprogramm der Franken wird um verschiedene Kastenstreuer der Baureihe SPR-H/M erweitert, welche sowohl hydraulisch als auch mechanisch angetrieben werden können. Die Kastenstreuer gibt es in den Arbeitsbreiten 850, 1050 und 1250 mm. Sie verfügen über ein Grundvolumen von 150, 190 oder 230 Liter, lassen sich jedoch durch stapelbare Behälteraufsätze auf jeweils max. 238, 300 oder 362 Liter vergrößern. Neu im Produktportfolio sind die robusten und leistungsstarken Schneefräsen der Baureihe SBL-M 12-40 / 14-40 mit einer Arbeitsbreite von 120 respektive 140 cm. Dank der Fräshaspel mit ihrem großen Durchmesser von 40 cm lassen sich auch große Flächen effizient räumen. Die Schneefräse ist für den Anbau an Kompakttraktoren mit einer Antriebsleistung von 15 bis 30 kW konzipiert und eignet sich ideal für Schneehöhen bis zu 690 mm. Das Produktprogramm von Matev lässt sich in Halle 9, Stand 517 näher begutachten.

Elektrische angetriebene Dumper / Muldenkipper sowie elektrische angetriebene Schubkarren präsentieren die Firmen Telsnig Forst- & Gartentechnik (Halle 10.0, Stand 203) sowie Etesia S.A.S. in Halle 10.0 Stand 208.

Zum Schluss noch ein paar wirklich starke Innovationen für unsere Greenkeeper und andere Rasenspezialisten aus der Bundesliga und den anderen, unteren Ligen. Was denen bekannt sein dürfte, aber wohl den wenigsten Fußballfans ist die Tatsache, dass der Deutsche Fußballbund (DFB) beheizte Rasen bis zur dritten Liga verbindlich vorschreibt. Nun stellen beheizte Rasenflächen einen nicht zu vernachlässigenden Kostenblock dar. So liegen allein die Energiekosten je nach Einsatzfall bei 100.000 bis 200.000 Euro pro Jahr. Uff! Das Schweizer Unternehmen Novoter hatte daher schon vor einiger Zeit ein neues Rasenheizsystem konzipiert, welches 10 bis 20 cm unter der Oberfläche verlegt wird, statt 24 bis 28 cm. Statt den Rasen bereits drei Tage vorheizen zu müssen und somit viel Energie zu verschwenden, lässt sich mit dem Heizrasen von Novoter noch vier Stunden vor dem Spiel entscheiden, ob ein Heizen des Rasens überhaupt notwendig ist oder nicht. Schlussendlich lassen sich mit dem Schweizer Rasenbeheizungssystem 70 bis 80 % der Energiekosten einsparen.

Liegen die Heizwendel allerdings so dicht unter der Rasenoberfläche, muss man bei der Rasenpflege dies unbedingt berücksichtigen. Aus diesem Grund haben die Schweizer mit "airter" gleich ein neues Pflegesystem entwickelt, welches Luft und damit Sauerstoff in den Boden unterhalb des Rasens einbläst. Selbst verhärtete Hybridrasenschichten lassen sich mit dem "airter" wieder auflockern, wie die Augsburger Bundesliga-Fußballprofis begeistert feststellten. Lassen auch Sie sich doch von dieser Innovation begeistern (denn für Golfplätze gibt es ein besonders kompaktes "airter"). Dies ist in Halle 5, Stand 229 möglich.

Das Unternehmen Wiedenmann ist für die professionelle Rasen- und Golfplatzpflege sowie für die Schmutzbeseitigung oder den Schneeräumdienst tätig, egal ob für Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Zur Tiefenbelüftung und Beseitigung von Verdichtungen bis 21 cm Tiefe gibt es nun den Terra Spike SL6. Seine schonende und leise Arbeitsweise macht ihn bei Anwendern und Spielern gleichermaßen beliebt, da der Spielbetrieb nur wenig beeinträchtigt wird. Der kompakte Anbau und das geringe Gewicht ermöglichen den Einsatz an Traktoren ab 14,5 kW bei gleichzeitig hoher Flächenleistung und exzellenter Arbeitsqualität. Eine Einstellkurbel und die Schnellverstellung ermöglichen eine rasche sowie exakte Einstellung von Arbeitstiefe und Lockerungswinkel. Wechselzinkenträger ermöglichen einen schnellen Austausch der Werkzeuge für die unterschiedlichsten Anwendungen. Das Gerät zeichnet sich zudem durch eine zentrale, werkzeuglose Verstellung der Arbeitstiefe, eine zentrale Verstellung des Lockerungswinkels, einem Wechselzinkenträger zum schnellen Wechsel der Arbeitswerkzeuge, einer Nachlaufwalze und Vibra-Stop zum Schutz des Bedieners aus. In Halle 9, Stand 429 lässt sich dieses Rasenpflegegerät näher begutachten.

Als ein weltweit führender Anbieter von innovativer Ausrüstung für die Rasen- und Landschafts­­pflege, Leih- und Baugeräten sowie Beregnungs- und Außenbeleuchtungs­lösungen unterstützt das Unternehmen Toro seine Kunden bei der Pflege von Golf- und Sportplätzen, öffentlichen Grünflächen, Geschäfts- und Wohngrund­stücken sowie landwirtschaftlichen Flächen. Lassen Sie sich von diesen Experten in Halle 4, Stand 641 sowie in Halle 9, Stand 203 ausgiebig beraten. Es lohnt sich!

Hackschnitzel aus Holz lassen sich nicht nur hervorragend als Rohstoff für die holzverarbeitende Industrie (für MDF und Spanplatten etc.) oder zur umweltfreundlichen Bioenergieverwertung (Hackschnitzel sind immerhin ein nachwachsender Rohstoff) einsetzen, sondern auch als Schutz von Gärten, Landschaften und Bäumen verwenden. Hackschnitzel dienen dabei als Feuchtigkeits- und Erosionsschutz sowie als Beiträger für Nährstoffe, zur biologischen Unkrautbekämpfung und anderem mehr.

Seit über 50 Jahren beschäftigt sich das englische Unternehmen GreenMech (deutsche Niederlassung in Olpe) um innovative Technik rund um hochwertige Häcksler und Schredder für den professionellen Einsatz. Ob Anhänger-Häcksler, Profi-Kleinhäcksler, Raupenhäcksler, konventionelle Kleinhäcksler oder 3-Punkt-Häcksler, die Entwickler von GreenMech sind immer nah an die Wünsche der Kunden dran, wenn es ums Holz-Häckseln geht.

Für mehr Leistung und Wirtschaftlichkeit soll das patentierte Disc-Messer ″Disc Blade″ sorgen, denn es zeichnet sich durch eine sechsfach längere Lebensdauer der Messer aus, so der Hersteller. Dank der langen Nachschärfe- sowie Auswechselintervalle bei den Messern bleiben die Maschinenstillstände auf einem sehr niedrigen Niveau und es lassen sich die Maschinenkosten gegenüber herkömmlichen, geraden Messern stark senken. Die Disc-Messer passen für alle Häcksler von 150 bis 300 mm Materialstärke. Sie lassen sich zudem bei Bedarf direkt am Einsatzort einfach und schnell wechseln. Eine Neujustierung der Gegenschneide, auch nach einem Nachschleifvorgang ist zudem nicht nötig. Sämtliche neuen Lösungen von GreenMech sind in Halle 9, Stand 305 zu besichtigen.

Die Wurzelratten oder Bambusratten (Rhizomyinae) sind eine in Mittel-, Südostasien und Ostafrika lebende Unterfamilie der Mausarten. Sie haben kurze Beine und leben hauptsächlich unterirdisch. Ihre Nagezähne sind riesenhaft vergrößert. Zäh und hart müssen auch die Stähle der Wurzelratte, ein Rodungsmesser des Unternehmens Wurotec sein. Deshalb wird diese Wurzelratte aus einer besonders hochfesten Stahllegierung hergestellt. Die absolut präzise und effiziente Rodungsmethode mittels der Wurzelratte hat bisher noch jeden Anwender voll überzeugt. Lassen auch Sie sich in Halle 5 am Stand 421 von diesem einzigartigen Rodungswerkzeug beeindrucken. Ach ja, ab September 2016, also zeitgleich mit der GaLaBau wird auch ein Mietsystem für die Wurzelratten angeboten. Wer nämlich nur gelegentlich die Wurzeln eines gefällten Baumes zu beseitigen hat, muss sich ab September dann nicht gleich eine eigene Wurzelratte anschaffen. Zudem werden die rund 30 Werkzeuge aus dem Mietpool auch für Kundentests und für Vorführungen bereit gehalten. Übrigens, auf die dritte Generation dieses innovativen Rodungswerkzeuges bietet der Hersteller immerhin 10 Jahre Garantie; wenn das nicht mal ein Wort ist. 

Herstellerübersicht / Internetadressen:

www.as-motor.de

www.bomag.com

www.etesia.de

www.greenmech.de

www.herkules-garten.de

www.kaercher.com

www.kersten-maschinen.de

www.matev.de

www.max-holder.com

www.novoter.com

www.toro.com

www.waveunkrautbekaempfung.de

www.wiedenmann.com

www.wurzelratte.de

Robert Ruthenberg - Redaktion Bauhof-online.de

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