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ZAUGG Bernina 8500 Ein Ungetüm für die Rhätische Bahn

Sie ist 30 Tonnen schwer und wird an der Bernina 8500 Tonnen Schnee pro Stunde wegfräsen: Gestern hat die ZAUGG AG EGGIWIL ihre zweite Schleuder für die Rhätische Bahn ausgeliefert.

Scheinbar schwerelos hängt der Koloss in der Luft. Es ist ein grosser Tag für das Ungetüm, das immerhin 30 Tonnen auf die Waage bringt – und vor allem für die ZAUGG AG EGGIWIL, seine Erbauerin. Nach Monaten des Planens, Fertigens und schliesslich Montierens wird die Maschine an diesem Morgen von zwei riesigen Kränen auf einen Tieflader gehoben und für den Transport festgezerrt. Schon am Abend wird sie in Landquart am Eingang zum Kanton Graubünden auf den Schienen stehen und dort ihren Dienst als Schneeschleuder auf dem Netz der Rhätischen Bahn (RhB) beginnen.

Zum Einsatz kommen wird sie auf der Bernina-Linie vom Engadin ins Puschlav, die sich auf eine Höhe von mehr als 2200 Meter über Meer emporwindet und im Winter dick eingeschneit wird. Erschwerend wirkt sich aus, dass das Gleis mehr oder weniger frei durch die raue Bergwelt führt, wo starke Winde blasen und massive Schneeverwehungen an der Tagesordnung sind. Entsprechend lang ist die Tradition des Winterdienstes auf dieser Strecke, und noch heute steht die legendäre Dampfschleuder der ersten Generation mit Baujahr 1910 zum Einsatz bereit. In erster Linie für Touristen, die ein nostalgisches Bahnerlebnis suchen, ausnahmsweise aber nach wie vor auch für Ernsteinsätze.

www.zaugg-ag.ch

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