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Wacker Neuson erwartet weiteres Wachstum und steigende Renditen

Entwicklung im laufenden Jahr bestätigt Aufwärtstrend – Umstrukturierung – Ausblick bis 2013

Der Wacker Neuson Konzern hat im Geschäftsjahr 2010 Umsatz und Ergebnis stärker verbessert als erwartet. Das Unternehmen nutze seine  hohe Finanzkraft während des wirtschaftlichen Aufschwungs. Bis 2013 erwartet Wacker Neuson anhaltend starkes Wachstum.

Im Jahr 2010 belebte der konjunkturelle Aufschwung in Europa und Amerika die Bau- und im weiteren Jahresverlauf auch die Landwirtschaftsmärkte, auf denen Wacker Neuson tätig ist. Der Konzern profitierte von einer gestiegenen Nachfrage nach Baugeräten und kompakten Baumaschinen. Dabei begünstigten Ersatzinvestitionen sowie staatlich finanzierte Infrastrukturprogramme die Investitionsbereitschaft der Kunden.

Wacker Neuson erwartet weiteres Wachstum und steigende Renditen

Dank der erfreulichen Entwicklung aller Geschäftsbereiche stieg der Konzernumsatz 2010 um 27 Prozent auf 757,9 Mio. Euro (2009: 597,0 Mio. Euro). Hierzu hat das überdurchschnittlich dynamische vierte Quartal beigetragen, in dem der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal von 154,2 Mio. Euro um 34 Prozent auf 206,3 Mio. Euro zunahm, getrieben vor allem durch einen starken Umsatzanstieg bei Kompakt-Baumaschinen sowie durch eine anhaltend hohe Nachfrage im frühzyklischen Baugerätebereich. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 77,8 Mio. Euro (2009: 27,2 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge beträgt damit 10,3 Prozent, nach 4,6 Prozent im Vorjahr.

Dazu Richard Mayer, Sprecher des Vorstands der Wacker Neuson SE: „Mit der erfolgreichen Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 haben wir unsere eigene Prognose übertroffen. Es hat sich als richtig erwiesen, in der Wirtschaftskrise bereits den Aufschwung im Blick zu haben und Kostenstrukturen flexibel, aber nicht um jeden Preis anzupassen. Wir haben auf diese Weise das vorhandene Know-how unserer Belegschaft erhalten können, das uns jetzt im Aufschwung nützt. Ich gehe davon aus, dass sich dies künftig überproportional auf unsere Ertragskraft auswirken wird.“

Konzern nutzt Finanzkraft im Aufschwung

Die Finanz- und Vermögenslage der Gruppe ist unverändert stark: Der Konzern verfügt über eine Eigenkapitalquote (vor Minderheitsanteilen) von 80,6 Prozent. Die hohe Liquidität, die sich der Konzern 2009 vor allem durch die Reduzierung des Working Capitals bei gleichzeitiger Rückführung von Investitionen sicherte, wurde im vergangen Jahr erfolgreich genutzt: Trotz der Verdopplung der Investitionen auf 85,0 Mio. Euro wies die Gesellschaft zum Jahresende nur eine niedrige Nettofinanzverschuldung von 13,7 Mio. Euro aus und ist nahezu schuldenfrei. Über 50 Prozent freie Kreditlinien geben dem Konzern weiteren Spielraum.

Hohe Ausschüttungsquote

„Da wir im Vorjahr keine Dividende gezahlt haben, wollen wir unsere Aktionäre in diesem Jahr mit einer Ausschüttung von rund 50 Prozent des Konzernnettoergebnisses, also 0,17 Euro pro Aktie am Unternehmenserfolg teilhaben lassen. Dies werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen“, erläutert Günther Binder, Finanzvorstand der Wacker Neuson SE. Das Ergebnis pro Aktie belief sich in 2010 auf 0,34 Euro (2009: -1,57 Euro).

Vereinheitlichung der rechtlichen mit der operativen Struktur der Wacker Neuson SE

Die Wacker Neuson SE als Konzernspitze soll konsequent in eine Holdingstruktur überführt werden. Hierfür sollen die Bereiche Produktion Deutschland, Vertrieb Deutschland und Vertrieb Europa in ihrer Gesamtheit aus der Wacker Neuson SE auf jeweils eigene rechtliche Einheiten ausgegliedert werden. Zentrale Konzern- und Stabsfunktionen bleiben in der Wacker Neuson SE. Ein entsprechender Ausgliederungs- und Übernahmevertrag wird der kommenden Hauptversammlung am 26. Mai 2011 zur Zustimmung vorgelegt. In der geplanten Zielstruktur hält die Wacker Neuson SE alle Anteile und 100 Prozent des Kapitals an den drei neu hinzukommenden deutschen Tochtergesellschaften. Seit  der Fusion mit Neuson Kramer im Jahr 2007 sind bereits wesentliche Teile des Konzerns in Holdingstrukturen organisiert. Die geplante Umstrukturierung gleicht nun die beiden Konzernteile im Nachgang zu der Fusion an. Auch die amerikanische 100-prozentige Tochtergesellschaft Wacker Neuson Corporation ist zum 1. Januar 2011 von einem Stammhaus in eine Holdingstruktur überführt worden und führt fortan ebenfalls Produktion, Logistik und Vertrieb in eigenen rechtlichen Einheiten. Für die Aktionäre unseres Unternehmens ändert sich durch diese geplante Maßnahme nichts, da wie oben beschrieben die Wacker Neuson SE nach wie vor zu 100 Prozent an den neuen Gesellschaften beteiligt sein wird und sich somit wirtschaftlich betrachtet die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens durch die neue gesellschaftsrechtliche Struktur nicht ändert.

Auswirkung des Erdbebens in Japan

Die schlimmen Folgen des Erdbebens in Japan könnten kurzfristig Auswirkungen auf einzelne Zulieferer von Wacker Neuson haben und in der weiteren Folge im ungünstigen Fall zu Produktionsverzögerungen auch bei Wacker Neuson führen. „Wir werden die Situation unserer Zulieferer vor Ort weiterhin intensiv beobachten, wissen aber heute, dass die Werke unserer Zulieferer in Japan nicht unmittelbar betroffenen sind“, erläutert Günther Binder.

Optimistischer Blick auf das laufende Geschäftsjahr

An seiner Prognose für 2011 hält der Vorstand unverändert fest. „Auch aufgrund unseres soliden Auftragsbestands in der Kompaktklasse von über 350 Prozent zum 31. Dezember 2010 im Vergleich zum Vorjahr und den positiven Impulsen in den ersten Wochen des laufenden Jahres, erwarten wir eine positive Geschäftsentwicklung und ein Umsatzwachstum von mindestens 15 Prozent sowie eine EBITDA-Marge von mindestens 12 Prozent für 2011 – dies unter der Annahme, dass sich die Situation in Japan nicht verschlechtert“, erklärt Richard Mayer.

Investitionen für ein ertragreiches Wachstum bis 2013

Insgesamt will der Konzern im laufenden Geschäftsjahr Investitionen in Sachanlagen von rund 100,0 Mio. Euro tätigen, unter anderem in ein neues Werk in Hörsching, Österreich  (Nähe Linz). Das bisherige Werk in Linz –  das Kompetenzzentrum des Wacker Neuson Konzerns für Bagger, Dumper und Kompaktlader – würde voraussichtlich bei einer weiter steigenden Nachfrage an seine Kapazitätsgrenzen stoßen.

Seine gute wirtschaftliche Lage ermöglicht dem Konzern seine Strategien konsequent weiter umzusetzen. Der Konzern verfolgt das Ziel, vor allem international weiter zu wachsen, um bis zum Jahr 2013 an das Umsatzniveau vor der Wirtschaftskrise von 2007 anzuschließen. Nach der kundenseitigen Investitionszurückhaltung der letzten drei Jahre erwartet der Konzern in 2011 und 2012 einen erhöhten Nachholbedarf an Maschinen auch in Vermietflotten. Der weltweite Trend zum Ausbau und zur Verbesserung der Infrastruktur, z.B. von Straßen-, Schienen- und Telekommunikationsnetzen, aber auch die Modernisierung von Gebäuden bieten große Chancen für unser Geschäftsmodell. Hinzu kommt, dass die Kompaktklasse, allen voran Kompaktbagger und -radlader, weltweit noch am Anfang ihres Produktzyklus steht. In diesem Bereich sieht der Konzern daher insgesamt das größte Wachstumspotenzial.

Mittelfristig werden auch weitere Akquisitionen und Kooperationen erwägt, um das Produktprogramm zum Nutzen unserer Kunden zu ergänzen oder um international zu expandieren.

Zahlentabelle: Wacker Neuson Konzern1

in Mio. Euro

Q4/2010

Q4/20092

 

GJ/2010

GJ/20092

 

 

Umsatz

206,3

154,2

757,9

597,0

EBITDA

22,2

10,4

77,8

27,2

EBITDA-Marge in %

10,7

6,8

10,3

4,6

EBIT

11,4

-99,7

36,7

-113,1

Konzernergebnis

8,6

-99,7

23,9

-110,1

1 Alle Angaben inklusive der Effekte aus der Kaufpreisallokation, rundungsbedingte Differenzen möglich.

2 Ergebniszahlen 2009:  Außerordentliche Abschreibung  in Höhe von 100,3 Mio. Euro, vornehmlich auf den Firmenwert des Neuson Kramer Teilkonzerns (außer EBITDA), sowie Restrukturierungskosten (9,6 Mio. Euro in 2009) und latentem Steuerertrag (2,7 Mio. Euro; nur bei Konzernergebnis).

 

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