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USETEC: Weltmesse für Gebraucht-Technik feiert Premiere

vom 6. bis 8. April in Köln

• 10.000 Besucher aus über 100 Ländern erwartet
• Mehr Maschinen als je zuvor
• Wirtschaftliche Stimmung beflügelt Gebrauchtmaschinenmarkt
• Top-Standort im Herzen von Europa
 
Für die erste Ausgabe der Weltmesse für Gebraucht-Technik USETEC vom 6. bis 8. April 2011 zeichnet sich ein Erfolg ab. „Auf der ‘USETEC supported by RESALE‘ präsentiert sich der Markt geschlossen an einem Standort. Es gibt nach wie vor nur eine Leitmesse für den Gebrauchtmaschinenmarkt und wir erwarten rund 500 Aussteller in Köln“, blickt Veranstalter Florian Hess voraus. „Das entspricht unseren Zielvorgaben“, sagt der Geschäftsführer der Hess GmbH, Weingarten, Baden. „Zahlreiche Aussteller sind mit größeren Ständen vertreten und zeigen mehr Maschinen als je zuvor.“ Damit wird die USETEC gleich bei ihrem Start zum weltgrößten Treffpunkt für Gebrauchtmaschinen und knüpft nahtlos an den Erfolg der Vorgängermesse RESALE an. Auf der Besucherseite rechnen die Organisatoren mit annähernd 10.000 Einkäufern aus über 100 Ländern. Dazu beitragen dürften Reiseerleichteru ngen für Geschäftsleute aus Osteuropa: Die Visumpflicht für Serbien, Montenegro und Mazedonien entfällt. „In diesen Ländern ist Second Hand stark gefragt“, weiß Hess aus seiner langjährigen Erfahrung bei der Organisation der RESALE. Des Weiteren haben sich Delegationen aus anderen osteuropäischen Ländern und Afrika angekündigt – zudem wurde die Besucherwerbung in aufstrebenden Märkten wie der Türkei, Nordafrika und im Mittleren Osten forciert.

Optimale Bedingungen für Handelsaktivitäten
Die Koelnmesse freut sich, die Gebrauchtmaschinenanbieter und ihre Kunden aus aller Welt willkommen zu heißen. „Die USETEC feiert ihre Premiere an einem Top-Standort im Herzen Europas“, betont Oliver P. Kuhrt. „Im Radius von 500 Kilometer um Köln leben 180 Millionen Europäer.“ Der Geschäftsführer der Koelnmesse hebt die exzellente verkehrstechnische Anbindung hervor: „Der Kölner Hauptbahnhof ist nur einen Steinwurf vom Messegelände entfernt – vom Frankfurter Flughafen mit vielen Übersee-Flügen braucht es nur eine Zugstunde.“ Und vom Köln Bonn Airport erreichen Besucher und Aussteller das Messegelände in nur 15 Minuten ohne Umsteigen mit der S-Bahn. „Für ihre globale Leistungsschau und ihre Handelsaktivitäten findet die USETEC auf unserem modernen Messegelände optimale Bedingungen für das Gebrauchtmaschinen-Business“, so Kuhrt. „Wir tragen mit unserer hervorragenden Infrastruktur da zu bei, den Messebesuch der USETEC zu einem Erlebnis mit Mehrwert zu machen.“

„Wir erhielten von Anfang an eine äußerst positive Resonanz auf die Gründung der USETEC“, bestätigt Kurt Radermacher, Geschäftsführer des Fachverbandes des Maschinen- und Werkzeug-Großhandels e.V. (FDM), Bonn. „Unsere Partner und insbesondere unsere Mitgliedsfirmen aus der Fachgruppe Gebrauchtmaschinen begrüßen es sehr, diese  stark international ausgerichtete Messe für Gebrauchtmaschinen in Köln durchzuführen.“ Der FDM ist fachlicher Träger der USETEC und hebt die Vorzüge der Ausrichtermetropole hervor. „Köln ist eine Weltstadt mit Kultur und Flair und geografisch optimal gelegen“, schwärmt Radermacher. „Entsprechend sehen wir der Premiere mit großen Erwartungen entgegen – wir unterstützen die Veranstalter tatkräftig bei der Kommunikation zur USETEC supported by Resale.“ Der Verbandsgeschäftsführer verweist exemplarisch auf eigene Publikationen und das FDM-eigene Gebrauchtmaschinenportal MachineStock.com. „Dieses Angebot ist eine wichtige Ergänzung zur Messe-Webseite USETEC.com – beide Internetauftritte werden noch enger verknüpft.“

Made in Germany im Ausland gefragt
Der Bundesverband des Deutschen Exporthandels (BDEx), Berlin, hat ebenfalls hohe Erwartungen an die erste USETEC. „Als weltweit bedeutendste Veranstaltung für den Gebrauchtmaschinenmarkt dürfte sich die Messe in Köln wie ihre Vorgängerin zum internationalen Schmelztiegel entwickeln“, sagt BDEx-Geschäftsführer Jens Nagel. „Es werden zahlreiche Kontakte an den Ständen geknüpft werden und daraus sollte viel Gutes entstehen.“ Für den Verband ist der Gebrauchthandel auch mit Lobbyarbeit verbunden. „Es muss immer wieder klar gemacht werden, dass Gebrauchtmaschinen nicht gleich Gebrauchtwagen sind“, so Nagel. „Gerade bei den deutschen Qualitätsmaschinen aus zweiter Hand handelt es sich häufig um Hochtechnologie – die im Ausland gefragt ist, um auf den Weltmärkten mitspielen zu können.“ Mittlerweile dreht sich die Nachfrage nicht nur um klassische Maschinen. Auch Equipment aus dem Bereich Erneuerbare E nergien wie Solar und Windkraftanlagen wird gebraucht gehandelt, beobachtet der BDEx.

Die USETEC 2011 fällt in eine Phase, in der das Gebrauchtmaschinengeschäft spürbar wieder anzieht. Entsprechend optimistisch geben sich ausstellende Firmen – wie die Ipros Industrie Produkte Service GmbH aus Iserlohn. „Ich habe mit Kunden und Kollegen gesprochen“, gibt Geschäftsführer Willi Schneegaß die Stimmung wieder: „Mittlerweile freut sich die ganze Branche auf die Messe in Köln.“ Ipros wird auf der USETEC eine große Fläche belegen. „Wir zeigen Dampfreinigungstechnik und gebrauchte Werkzeugmaschinen“, verrät Schneegaß. Zu den wichtigsten ausländischen Absatzgebieten des sauerländischen Unternehmens zählt der indische Subkontinent. „In dieser Region haben wir uns in den letzten 15 Jahren einen größeren Kundenstamm aufgebaut“, berichtet Willi Schneegaß. „Während etwa in Deutschland neuere CNC-Technik nachgefragt wird, gehen ältere Dreh- und Fräsmasc hinen nach Indien.“ Abnehmer sind häufig Großgießereien mit mechanischer Bearbeitung. Ein anderer aufstrebender Markt mit wachsendem Interesse an Second Hand ist Brasilien. Kürzlich hat Ipros eine Karusselldrehmaschine dorthin geliefert.

Osteuropäische Nachfrage zieht an
Für erfolgreiche Geschäfte muss gar nicht nach Übersee geschweift werden. Die meisten USETEC-Besucher werden aus Europa nach Köln anreisen. Der deutschsprachige und osteuropäische Raum sind die Zielmärkte des österreichischen USETEC-Ausstellers Hesse + Co Maschinenfabrik aus Wiener Neudorf. „Österreich und Deutschland bilden unsere wichtigsten Absatzregionen“, sagt Christian Lobentanz vom Vertrieb. „Darüber hinaus sind wir in Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Kroatien, Rumänien und Polen aktiv.“ In den neuen östlichen EU-Mitgliedsstaaten sieht der Anbieter von Blechbearbeitungs- und Werkzeugmaschinen diverser Marken eine Stabilisierung der Wirtschaft. „Wir spüren dort eine leichte Zunahme der Nachfrage“, so Lobentanz. „Allerdings ist das Vorkrisenniveau längst noch nicht wieder erreicht.“ Auf der USETEC informiert das Unternehmen über das Gebrauchtmaschinenangebot – das bei Hesse + Co einen eigenen Geschäftszweig bildet und ungefähr ein Drittel der Handelsaktivitäten ausmacht. „Gebrauchtmaschinen stärken außerdem unser Neumaschinengeschäft", erläutert Christian Lobentanz. „Beim Verkauf ist es immer ein gutes zusätzliches Argument, auf die Rücknahme der alten Maschine zu verweisen.“

Im Kunststofftechnikbereich hat Makutec aus Straßenhaus bei Neuwied ähnliche Regionen im Visier – Mittel- und Mittelosteuropa sowie den deutschen Markt. „Gerade in Deutschland hat das Geschäft wieder kräftig angezogen“, freut sich Dieter Lenau beim Blick in die Auftragsbücher. „Wir fahren inzwischen Sonderschichten“, so der Makutec-Geschäftsführer. „Nach Ende der Krise ist ein immenser Nachholbedarf zu spüren.“ Automobilzulieferer, Informationstechnologie und viele andere Branchen hätten riesigen Bedarf – und weil Neumaschinen kurzfristig kaum zu bekommen seien, greifen sie auf Gebrauchte zurück. „Allerdings gibt es auch bei uns rund 100 Tage Wartezeit“, so Lenau. „In dieser Zeit werden unsere Maschinen der Marke Arburg generalüberholt und optional ganz individuellen Kundenbedürfnissen angepasst.“ Angesichts der kurzen Entfernung von Neuwied nach Köln bezeichnet Makutec die USETEC als unsere Hausmesse“. Den dazu passenden „Gag“ bringen die Rheinland-Pfälzer gleich mit:  Am Stand wird eine Maschine in Aktion gezeigt, die Kölschgläser aus Kunststoff produziert.

Wachsende Dienstleistungen im Angebot
Bei den Holzbearbeitungsmaschinen hat sich die Stimmung gleichfalls aufgehellt. „Wir erhalten mehr Anfragen“, sagt Arnulf Vath, „Und es gibt verstärkte Kaufsignale.“ Der Geschäftsführer des Ausstellers Egid Münch aus Höpfingen rechnet auf der USETEC mit einem besucherseitigen Internationalitätsschub durch den Messestandort Köln: „Wenn nicht hier, wo dann?“  Ein wachsendes Geschäftsfeld sieht er im Servicebereich, wo die Nachfrage kontinuierlich zunimmt. So haben zahlreiche USETEC-Aussteller vielfältige Dienstleistungen in ihrem Angebot. Auf die Demontage von Industrieanlagen und Sanierung von Industrieschadstoffen ist Lauer ecotec aus Schkopau spezialisiert. „Bei unserer Tätigkeit gelangen wir an Maschinen und Industrieanlagen“, berichtet Vertriebsleiter Dieter Grahl. „Diese Maschinen und Anlagen können andernorts eingesetzt werden und wir verkaufen sie daher weiter.“ Unlängst hat Lauer ecotec zu sammen mit dem englischen Partner Perry Process gebrauchte Pressen nach Südamerika verkauft. Beide Unternehmen werden auf der USETEC in Köln gemeinsam ausstellen.

Servicebedarf entsteht außerdem, wenn sich die Hersteller häufig nach zehn Jahren aus den Reparatur- und Wartungsprozessen zurückziehen. „Wir führen Reparaturen von CNC-Steuerungen und Servoantrieben durch“, beschreibt USETEC-Aussteller Hermann Allmendinger. „Dadurch können unsere Kunden ihre Maschinen auch nach zehn, 20 oder 25 Jahren einsetzen – sie brauchen keine kostenintensiven Neumaschineninvestitionen vornehmen.“ Um an Ersatzteile zu kommen, erwirbt Allmendinger Elektromechanik ältere Maschinen oder wird aktiv, wenn ein Lager aufgelöst wird. So kann die Nachfrage auch dann bedient werden, wenn die Originalteile nicht mehr beim Hersteller angeboten werden. Auf der USETEC 2011 präsentiert Allmendinger „einen Abriss des Leistungsspektrums“. 40 bis 50 Ersatzteile sollen am Stand gezeigt werden. „Ziel unserer Beteiligung ist es, den Kundenstamm zu erweitern“, erläutert der Firmenchef auch mit Blick auf Besucher aus den Ländern des europäischen und des fernen Ostens.

Kontakte bringen auch langfristig Erfolg
Auch Schmidt Kommunalfahrzeuge aus Groß-Rohrheim möchte auf der USETEC neue Kunden gewinnen – und ausländische Partner finden. „Das Geschäft mit den Gebrauchtfahrzeugen hat sich im letzten Quartal 2010 etwas erholt“, stellt Exportleiterin Fiorangela Schlösser fest. „Die Konkurrenz ausländischer Hersteller erschwert jedoch den Verkauf guter Kommunaltechnik“, schaut sie auf Wettbewerber aus der Türkei oder China. Allerdings ändere sich das Verhalten der Käufer langsam wieder, wird doch gerne auf das qualitative „Made in Germany“ zurückgegriffen. „Die meisten Anfragen kommen zur Zeit aus den afrikanischen Ländern“, sagt Schlösser. In Osteuropa gebe es ebenso Interesse. „Am häufigsten gefragte Artikel sind Müllsammelfahrzeuge, Kanalreiniger, Straßenkehrmaschinen und Winterdienstfahrzeuge.“ Mitunter braucht es viel Zeit, bis ein Geschäft angebahnt ist. Im Dezember hat Schmidt Kommunalfahrzeuge drei Kanalreiniger an ein großes Unternehmen in Marokko verkauft. Der erste Kontakt lag rund sechs Jahre zurück; zwischendurch war Funkstille. „Die Fahrzeuge wurden am Telefon gekauft, ohne eine Besichtigung vor Ort“, freut sich Fiorangela Schlösser über das entgegen gebrachte Vertrauen.

Mit Trafik Bremen ist einer der größten herstellerunabhängigen Großhändler von gebrauchten Gabelstaplern auf der USETEC präsent. „Seit mehr als 40 Jahren internationaler Tätigkeit liegt der besondere Schwerpunkt auf namhaften deutschen Produkten“, erklärt Dieter Klein, der geschäftsführende Gesellschafter des hanseatischen Unternehmens. „Wir haben einen Lagerbestand von mehr als 650 Maschinen aller Antriebs- und Leistungskategorien in den verschiedensten Ausführungen und können schnell liefern.“ Bei der ersten USETEC wird Trafik mit einem Außenstand und einer Auswahl seines  Angebotes vertreten sein. Dieter Klein verspricht sich von der Beteiligung vor allem neue internationale Kontakte. „Die Nachfrage auf dem Gebrauchtstaplermarkt hat sich in den letzten Monaten sehr positiv entwickelt und bietet uns auch weltweit viele Chancen.“

Ausländische Teilnehmer in den Startlöchern
Doch nicht nur deutsche Maschinen und Anbieter sind in Köln präsent; zahlreiche ausländische Unternehmen stellen ebenfalls aus. Stark vertreten sind Firmen aus Italien, der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und USA. Alles in allem werden sich Aussteller aus knapp 30 Ländern an der USETEC beteiligen. Mit an Bord ist der neu gegründete italienische Händlerverband AIMUU mit zahlreichen Mitgliedern. Eine ähnlich erfreuliche Nachricht kann ganz aktuell aus dem Vereinigten Königreich vermeldet werden. Kurzfristig hat die für Exportunterstützung zuständige Organisation UK Trade & Investment im Januar eine offizielle Auslandsmesse-Förderung zugesagt. Daher stehen noch einige zusätzliche britische Aussteller in den Startlöchern, um an der USETEC teilnehmen zu können.

Aus der Ukraine, Kosovo, Iran, Irak, Kongo, Marokko und Nigeria haben sich Delegationen zur USETEC angemeldet. Eine weitere Besuchergruppe bringt der Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft zur Messe. Die Mehrzahl der Geschäftsleute wird individuell anreisen. Schon jetzt liegen dem Veranstalterteam diverse Anfragen aus nahezu allen Teilen der Welt vor. „Ich suche gebrauchte Druckmaschinen“, erläutert etwa Idowu Alade Mumini Ibrahim aus Nigeria. „Bevorzugt der Marke Heidelberg.“ Sein Landsmann Babatunde Jonathan Folowosele benötigt einen Truck und Bauausrüstung. Zahedul Hoque aus Bangladesh möchte Equpiment zur Herstellung von Kondensmilch erwerben. Und eine regionale NGO-Business-Organisation aus dem Kosovo repräsentiert 700 Fabrikanten, die Maschinen für ganz unterschiedliche Branchen nachfragen. Die USETEC 2011 beginnt zwei Tage nach dem Start der größten deutschen Industrieschau, der Hannover Messe. Ausländische Einkäufer haben dadurch Gelegenheit, nach ihrem Besuch in Hannover direkt zur USETEC zu fahren – und sich über das Gebrauchtmaschinenangebot zu informieren. Mit dem Zug ist Köln von Hannover in gut zweieinhalb Stunden zu erreichen.

Das Angebot der USETEC umfasst gebrauchte Maschinen und Anlagen für alle Branchen und Industriezweige. Weitere Informationen unter www.usetec.com

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