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Traktorenzulassungen: Rückläufiger Traktorenmarkt im Jahr 2007

Der Traktorenmarkt ging im letzten Jahr von 2129 auf 2060 Einheiten zurück. Gefragt sind nach wie vor mehr PS pro Traktor.

In der Schweiz wurden im letzten Jahr insgesamt 2060 Traktoren neu zugelassen. Das sind 3,2 Prozent oder 69 Traktoren weniger als noch ein Jahr zuvor. Das geht aus den neusten Immatrikulations-Zahlen des Schweizerischen Landmaschinen-Verbandes SLV hervor, die der Verband am Montag veröffentlicht hat. Marktleader 2007 ist New Holland mit 345 neu zugelassenen Traktoren und einem Anteil von 16,7 Prozent am Gesamtmarkt. John Deere, im 2006 noch an der Spitze, verzeichnete ein Minus von 70 Traktoren auf 307 Einheiten. Keine Änderungen gibt es auf den nachfolgenden Rängen. Fendt (248 Traktoren), vor Deutz-Fahr (204), Hürlimann (174) und Massey Ferguson  (162) belegen die Plätze drei bis sechs. Luft verschafft hat sich im hart umkämpften Mittelfeld Claas mit einem Plus von 11,4 Prozent. 

PS sind gefragt

Klar gestiegen ist auch die Tendenz nach mehr PS pro Traktor. «Schlepper der oberen Leistungsklasse ab 120 PS sind gefragter denn je», erklärt Adrian Schürch, Präsident der Fachgruppe Traktoren im Landmaschinen-Verband und Geschäftsführer des Schweizer John-Deere-Importeurs, der Firma Matra in Lyss BE.  Gerade in dieser PS-Klasse würden Traktoren mit allem Drum und Dran, das heisst mit viel Hightech geortet. Ganz nach dem Motto: «Wenn schon, denn schon». Anteilsmässig beträgt die obere Leistungsklasse ab 120 PS rund 17 Prozent am Gesamtmarkt. Tendenz klar steigend. 

Dass sich der Traktorenmarkt der 2000er-Marke nähert, davon sind die Schweizer Traktorimporteure nicht überrascht. «Wir rechnen schon seit Längerem damit, dass sich die Zahlen auf diesem Niveau einpendeln», erklärt Schürch. Wenn es immer weniger Bauernbetriebe gebe, könne man auch nicht mehr Traktoren verkaufen. Zudem löse die gestiegene Nachfrage nach Agrargütern bei den Bauern nicht explizit eine hohe Investitionsbereitschaft aus.  Festzustellen sei aber schon, dass die Stimmung insgesamt wieder etwas besser sei, di

Die Traktorverkäufe werden deswegen aber nicht rasant steigen.
Das bestätigt Ulrich Peter, Verkaufschef Traktoren bei der Bucher Landtechnik AG in Niederweningen ZH. «Das neue Jahr wird keine grosse Erholung im Geschäft mit Traktoren bringen», sagt Peter. Als Marktleader mit New Holland könne er natürlich zufrieden sein. Ziel der Bucher Landtechnik seien irgendwann einmal ein Marktanteil von 18 Prozent. Peter, der seit 18 Jahren in der Landtechnik-Branche ist, weiss aber, wie hart jedes Prozent Marktanteil umkämpft ist. «Wir setzen alles daran, um die Nummer eins zu bleiben», sagt Peter.

Bei der Matra in Lyss versucht man dieses Jahr verlorenes Terrain wieder gutzumachen. Grund für den Rückgang der Verkäufe sei laut Matra-Chef Adrian Schürch, dass die sehr gut nachgefragte Serie 6020 SE nicht mehr produziert werde und die Nachfolge-Serie 6030 Standard erst jetzt auf den Markt komme. «Mit diesen Modellen von 80 bis 140 PS können wir wieder aufholen», sagt Schürch.

Die GVS Agrar AG in Schaffhausen hat mit Fendt, Massey Ferguson und Valtra mehr Marktanteile erzielt. «Im Grossen und Ganzen sind wir zufrieden», erklärt Ugo Tosoni, CEO der GVS Gruppe. Mit Fendt und MF sei man gut auf Kurs. Bei Valtra gebe es noch einige Arbeiten zu erledigen, weil deren Schweizer Vertrieb erst letzten September in die GVS Agrar integriert wurde. Ziel sei es, längerfristig gegen 100 Valtra-Traktoren zu verkaufen, erklärt Tosoni.

Etwas Verzögerung

Trotz leicht rückläufigen Immatrikulationszahlen bei Deutz-Fahr, Hürlimann und Same zeigt sich Karl Tanner, von der Same Deutz Fahr Schweiz AG in Schwarzenbach SG zufrieden. «Unsere Verkaufstage im letzten Herbst brachten hohe Bestelleingänge», erklärt Tanner. Aufgrund von Produktionsengpässen im Werk in Italien (Treviglio) habe man die Traktoren nicht mehr im letzten Jahr ausliefern können. Diese würden nun seit Anfang Jahr laufend ausgeliefert. Für den Gesamtmarkt prognostiziert Tanner stabile Verkaufszahlen.

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