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STEMA: Anhänger für Galabau-Profis

Es ist das Jahr 1969. Mangel machte zu dieser Zeit in der DDR erfinderisch. Eine echte Herausforderung stellte beispielsweise ein Familien-Campingurlaub dar, der mit dem Laderaum eines Trabis zu bestreiten war. Ein PKW-Anhänger schien die Lösung für dieses Problem. Heimlich bauen der Chefkonstrukteur der STEMA und der technische Direktor in ihrer Freizeit einen PKW-Anhänger auf dem Unternehmensgelände.

Die STEMA, die bis dahin diverse Öfen und Waschkessel herstellte, unterstand, wie alle staatlich kontrollierten Betriebe, regelmäßigen Inspektionen. Bei einer dieser „Unternehmens-Besichtigungen“ wurde der Anhänger der beiden Männer auf dem Gelände entdeckt. Doch der erwartete Tadel blieb aus. Es wurde die „Geburtsstunde“ für die Fertigung von PKW-Anhängern im sächsischen Großenhain. Gleich nach seiner Rückkehr ordnete der Dresdner Bezirksdirektor an, STEMA solle sich ab sofort intensiver mit dem Thema „PKW-Anhänger“ beschäftigen. Hintergrund war nicht nur das „Versorgungsniveau“ der DDR zu erhöhen, sondern vor allem Exportschlager für das devisenstarke, nichtsozialistische Ausland herzustellen. Auf diese Devisen war die Planwirtschaft der DDR angewiesen und so exportierte die STEMA bereits drei Jahre später 68 Prozent der Jahresproduktion in die Schweiz, nach Westdeutschland, Frankreich, Dänemark und in die Niederlande.

Währenddessen man für die Anhänger mit Deckel (HP’s) in der DDR zwischen 1.600 und 2.300 Ostmark zahlte und auf das Produkt bis zu sieben Jahren warten musste, wurden sie im Westen für 300 bis 350 Deutsche Mark gehandelt und durchaus für ihre Qualität geschätzt. Noch heute finden sich in allen 16 Bundesländern einige dieser „Schätzchen“ im straßentauglichen Zustand und werden gehegt und gepflegt. Circa 48.000 Anhänger und 37.000 Anhängerplanen pro Jahr produziert die STEMA heute im Profi-Anhänger-Segment und die Lieferzeit beträgt je nach Produkt zwischen zwei und vier Wochen.


Auf der GalaBau in Nürnberg wird das Unternehmen wieder mit einer 100-Quadratmeter-Leistungsschau von Kippern und 3-Seiten-Kippern, Baumaschinentransportern, 6-Meter-Anhängern und natürlich den gefragten und universell einsetzbaren Absenkanhängern „WOM“ und „WOM XT“ zu sehen sein. Aber auch klassische Kastenanhänger mit Gitteraufsatz und breiter, extrem stabiler Auffahrrampe, zum Beispiel für Rasentraktoren, können getestet werden. Interessierte können STEMA in Halle 7 A, Stand 110, besuchen.

FIRMENINFO

STEMA Metalleichtbau GmbH

Riesaer Straße 50
01558 Großenhain

Telefon: +49 3522 3094-0
Telefax: +49 3522 3094-15

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