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Sauber können, wenn man muss

Toilettenanlage am Königsplatz in Augsburg

Weit über 100.000 Fahrgäste, rund 1800 Straßenbahnen und an die 500 Busse täglich
– der Königsplatz in Augsburg, kurz Kö genannt, ist neben dem Hauptbahnhof der wichtigste Verkehrsknotenpunkt in Augsburg. An der dreieckig ausgeführten Haltestelle für Bahnen und Busse pulsiert das Leben. Verständlich, dass in dem futuristisch anmutenden, zweistöckigen Gebäude auch Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, Gastronomie und Servicebereiche ihren Platz gefunden haben. Und eine öffentliche Toilettenanlage, denn wo viele Menschen aufeinandertreffen, ist das Können-können ein Muss.

Es hat viel Streit gegeben um die neueste Umgestaltung des Königsplatzes im Herzen von Augsburg, auf dem schon im Jahr 1881 die ersten Pferdebahnen, die Vorläufer der heutigen Straßenbahnen, Station machten. Jahrelang tobten heftige Auseinandersetzungen, gab es mehrere Bürgerentscheide und entmachtete Politiker. Mal wurde ein autofreier Königsplatz gefordert, dann wieder eine Untertunnelung – „es war eine unglaublich hartnäckige Auseinandersetzung, bei der manches unter die Gürtellinie ging“, schilderte Oberbürgermeister Kurt Gribl seine Empfindungen der Augsburger Zeitung.

Doch seit Ende 2013 ist alles fertig. Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Königsplatzes nebst Gebäude und der erforderlichen Neuregelung des Autoverkehrs in der Innenstadt lagen bei gut 63 Millionen Euro.
„Die Kö-Eröffnung ist ein Meilenstein für die Neugestaltung der Mobilität und die urbane Gestaltung der Innenstadt. Wir schaffen Mobilität für alle Generationen“, wird das Stadtoberhaupt Gribl in der Lokalpresse zitiert.

Zur geforderten und geförderten Mobilität gehört aber auch eine öffentliche Toilettenanlage – besonders dort, wo sich viele Menschen treffen. Und die wurde trotz aller Streitigkeiten im Vorfeld am Königsplatz nicht vergessen.
„Schon früh waren wir über die Stadtwerke Augsburg in die Planung einer solchen Anlage eingebunden“, sagt Dirk Kampa, Projektleiter neue Geschäftsfelder bei der Hering Sanikonzept GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Burbach-Holzhausen. „Letztendlich haben wir mit unserem city&fresh-Konzept den Zuschlag erhalten.“

Unter der Marke city&fresh bietet das Burbacher Unternehmen Städten und Gemeinden die Errichtung von hochwertigen Sanitäranlagen an, die – wie in Augsburg geschehen – an stark frequentierten Plätzen wie in Fußgängerzonen, Einkaufsstraßen, Marktplätzen oder Parks zu finden sind.
„Mit city&fresh entstehen Toilettenanlagen, die sich dem jeweiligen baulichen Umfeld architektonisch anpassen, die von Profis errichtet und geführt werden, die die öffentlichen Kassen nicht mehr belasten und den Bürgerinnen und Bürgern absolute Sauberkeit und Hygiene in einem angenehmen Ambiente bieten“, ist Georg Huckestein, Geschäftsführer von Hering, von diesem Konzept überzeugt.

Und das zu Recht. Denn neben city&fresh gibt es noch drei weitere Sanitärkonzepte für den öffentlichen Bereich, nämlich shop&fresh (gerade eben ist in Schwäbisch Gmünd eine solche Anlage im Einkaufszentrum City Center eröffnet worden), rail&fresh (in Bahnhöfen) und park&fresh für Autohöfe. Zahlreiche Einrichtungen nach diesen vier Konzepten gibt es mittlerweile in Deutschland, Tendenz steigend. Denn, so das Burbacher Unternehmen:
„Der Besucher merkt sehr schnell, dass unsere WC-Anlagen etwas Besonderes sind. Edles, freundliches Design beeindruckt, helle und blitzsaubere Räume erfreuen, berührungslose Steuerung bei den Armaturen und der WC-Spülautomatik begeistern. Sanfte Musik, mikrofeine Duftzerstäuber und freundliches, hilfsbereites Personal schaffen eine Wohlfühlatmosphäre, die schnell und gründlich die Vorbehalte gegen öffentliche Toiletten ausräumt.“

Dass solche neuen Anlagen nicht nur durch den TÜV Rheinland überwacht und nach ISO 9002 zertifiziert sind, sondern immer auch über ein rollstuhlgerechtes Behinderten-WC verfügen, versteht sich von selbst. Während für die Benutzung der regulären Toiletten ein kleiner Obolus erhoben wird, ist der Besuch dieser Behinderten-WCs kostenlos. Und mit einem CBF-Schlüssel jederzeit möglich – ein Schlüssel für öffentliche Behindertentoiletten, der deutschlandweit vom CBF Darmstadt vertrieben wird (CBF steht für Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung). Aber oft – und wie in Augsburg – ist die Behinderten-Toilette auch mit einem eigenen Münzeinwurf versehen, um beispielsweise Müttern den Zugang zu dem hier ebenfalls integrierten Wickeltisch zu ermöglichen.

Natürlich hat ein solcher Service seinen Preis, schließlich müssen sich die nicht unerheblichen Investitionen (in Augsburg zirka 200.000 Euro netto) in die Anlage und die hochmoderne Technik sowie der tägliche Unterhalt für den Betreiber – in den meisten Fällen ist das die Firma Hering Sanikonzept selbst – auch rechnen. Finanziert  wird das durch ein vom Unternehmen selbst entwickeltes Wertbon-System: Die Hälfte der Nutzungsgebühr – in der Regel zwischen 0,70 und 1,00 Euro – kann preisreduzierend bei einem Einkauf bei teilnehmenden Geschäften eingelöst werden.
„Das ist eine absolute Win-win-Situation“, freut sich Dirk Kampa, denn der Toilettenbesucher erhält einen Teil seines Obolus zurück – und die teilnehmenden Betriebe, meist in unmittelbarer Nähe der WC-Anlage gelegen, freuen sich über eine erhöhte Kundenfrequenz.

Zurück nach Augsburg. Seit knapp zweieinhalb Jahren ist die city&fresh-Anlage am Königsplatz jetzt in Betrieb – und glänzt wie am ersten Tag. Knapp 60 Quadratmeter groß (inklusive Serviceraum und Technikbereiche) ist die Anlage, davon allein 5 Quadratmeter das Behinderten-WC. Die Herrentoilette verfügt über zwei Kabinen, drei wasserlose Urinale und einen Doppelwaschtisch, die Damentoilette über drei Kabinen und ebenfalls einen Doppelwaschtisch. Alle WC-Kabinen sind mit einer Zwangsspülung ausgestattet; die Auslösung der einzelnen Funktionen wie Spülung, Seife oder Wasser erfolgt berührungslos. Und noch ein wichtiges Detail in Sachen Sauberkeit und Hygiene: Verwendet wurde ein durchgängiger, fugenloser und damit besonders gut zu reinigender Kunstharzboden. Der Zugang erfolgt über sogenannte Speed-Stiles mit Kassenautomat (mit Geldwechselfunktion) und Wertbon-Ausgabe. Davor liegt die Behindertentoilette, die, wie bereits erwähnt, mit einem Babywickeltisch ausgestattet und rund um die Uhr zugänglich ist.

Nachdem die Querelen um den Königsplatz längst Geschichte sind und die Umgestaltung von vielen als Erfolgsmodell gesehen wird, tut sich in der Fuggerstadt Augsburg die nächste Großbaustelle auf. Der Platz vor dem Hauptbahnhof bekommt eine unterirdische Straßenbahnhaltestelle. Eine eigene öffentliche Toilettenanlage ist bisher nicht vorgesehen. Warum auch! Im Hauptbahnhof selbst ist seit vielen Jahren eine rail&fresh WC-Anlage von Hering bereits sehr erfolgreich in Betrieb. Und so sauber wie am ersten Tag ...

Weitere Infromationen unter: https://www.heringinternational.com/de/

FIRMENINFO

Hering Sanikonzept GmbH

Hoorwaldstraße 46
57299 Burbach

Telefon: +49 2736 27-264
Telefax: +49 2736 27-236

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