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Hering Sanikonzept: Hightech bestimmt das Geschäft

Als im Jahr 1852 in der Londoner Fleet Street die erste öffentliche Toilette oder, wie es damals hieß, Bedürfnisanstalt eröffnet wurde, da konnte noch niemand ahnen, dass eine solche Einrichtung einmal zu einer hochmodernen Multifunktionsanlage werden würde. Die Firma Hering Sanikonzept GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Burbach nennt diese jetzt Toilettenanlage 4.0, passend zur Industrie 4.0, die mit viel Hightech die industrielle Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt.

„Erfunden“ wurde die erste öffentliche Toilette damals in London von der Society of Arts, die auf ihre Idee so stolz war, dass sie über einen Monat in der Times für die spektakuläre neue Einrichtung Werbeanzeigen schaltete. Rund 160 Jahre später ist das Burbacher Unternehmen stolz darauf, das „stille Örtchen“ zu einem Wohlfühl-Ort gemacht zu haben: „Wir verfolgen das Ziel, öffentliche Räume lebenswerter zu machen. Wir sind Vordenker, wenn es darum geht, die Sanitärhygiene für die Nutzer und die Betreiber öffentlicher Räume zu gestalten“, sagt Georg Huckestein, der Geschäftsführer, der mit seinen Mitarbeitern nicht nur immer neue Ideen einbringt, sondern auch konsequent umsetzt. Und da sind er und sein Team weit weg von damals, von der eigentlichen Toilette. Denn Toilette ist die Verkleinerungsform des französischen Worts „Toile“, was so viel wie „Tuch“ bedeutet. Das „Tüchlein“ damals wurde dazu benutzt, um Kosmetika und Ähnliches darauf auszubreiten. Die Toilette bezeichnet damit nichts anderes als eine „Verhüllung“ des unschönen Worts Abort, nur eben ein wenig vornehmer ausgedrückt.

Mit dem Tüchlein ist es heute längst nicht mehr getan, genau so wenig wie mit einem Bretterverschlag als Sichtschutz oder einem Plumpsklo, sitzend oder stehend. Denn wie moderne Anlagen heute aussehen müssen, um gut für das Geschäft für Betreiber und Kunde und damit natürlich auch für den Hersteller zu sein, das beweist Hering Sanikonzept schon seit vielen Jahren. Ein Unternehmen, das die Marktlücke namens Toilettenanlage nicht nur entdeckt, sondern auch strategisch im wahrsten Wortsinn besetzt hat. In vielen Bahnhöfen – deutschland- und europaweit – sind schon seit geraumer Zeit solche modernen Anlagen unter dem Markennamen „Rail & fresh“ zu finden, für Einkaufszentren, Tank- und Rastanlagen sowie in frequentierten Innenstädten gilt dasselbe.

„Wer ein dringendes Bedürfnis verspürt, der möchte sich nicht hinter einen Busch hocken oder eine abgelegene Hauswand suchen müssen. Es sollte schon eine Anlage sein, die nicht nur die Intimsphäre garantiert, sondern die auch alle hygienischen Ansprüche erfüllt“, meint Georg Huckestein. Und natürlich, in einer immer älter werdenden Gesellschaft, auch die Handicaps von in ihrer Bewegungsfreiheit beeinträchtigten Personen berücksichtigt. Diese barrierefreien Toiletten nach der DIN 18040 sind kostenlos zugänglich mit dem Euro-WC-Schlüssel für alle, die auf barrierefreie Toiletten angewiesen sind. Schon seit geraumer Zeit hat sich Hering Sanikonzept, ein Unternehmen der Hering-Gruppe, in diesem Sektor etabliert. Anfangs noch reine Zweckbauten, erfüllen die Anlagen mittlerweile längst auch heutige Ansprüche an Design und Ausstattung. Wo immer eine Anlage gebaut wird, setzt Hering Sanikonzept auf eine optimale Anpassung ans Umfeld („Auffällig unauffällig“), nicht nur durch eine entsprechende Material- oder Farbgestaltung der Fassade. Und selbstverständlich werden die robusten Materialien bei Hering Sanikonzept in Einklang gebracht mit einem ansprechenden Design. So findet immer häufiger ESG-Sicherheitsglas Verwendung, und zwar außen wie innen. Denn die Erfahrung der Hering-Spezialisten: Je hochwertiger sich eine Anlage präsentiert, desto weniger anfällig ist sie gegen Vandalismus.

Automatische und wenig personalintensive Reinigungssysteme sind mittlerweile Standard. Ob die automatische Sitzbrillenreinigung (die Brille wird nach der Benutzung automatisch in den Technikraum gezogen, wo sie gereinigt, getrocknet, desinfiziert und im Anschluss wieder zur Nutzung freigegeben wird), oder die automatische Fußbodenreinigung (ein Wasserschwall befördert nach der Toilettennutzung unliebsame Gegenstände in eine Abflussrinne) – der Weg zu mehr Sauberkeit und Hygiene kann jeder Auftraggeber, ob Kommune oder Unternehmen, selbst beschreiten. Dass Hering speziell in diesen Fällen mit wasser- und stromsparenden Techniken arbeitet, ist klar.

Doch es sind eben nicht nur diese Techniken für mehr Sauberkeit, Hygiene und ein ansprechendes Erscheinungsbild: Weitere kommen hinzu. Das beginnt bereits damit, eine öffentliche Toilettenanlage zu betreten. 50 Cent aus der Tasche gekramt, in den Automaten gesteckt, das Drehkreuz öffnet sich – das sind heute noch häufig gebrauchte Techniken, doch längst nicht mehr das Ende der Entwicklung. Mithilfe einer EC- oder Kreditkarte lässt sich teilweise bereits bezahlen, eine App auf dem Smartphone, so der Plan für die nahe Zukunft, zeigt nicht nur die (hoffentlich meist schnell) erreichbare Anlage an sowie den Weg dorthin, sondern mit ihr wird man auch bezahlen können, die Bewertung der Anlage inklusive.


Nicht nur in „grünen Städten“ kommen weitere Neuheiten hinzu. Mit – außenliegenden – Trinkwasserspendern, einer E-Bike-Ladestation, einer Reifenfüllstation für Radfahrer oder Bildschirmen mit Stadt- oder Touristeninformationen, alles so gut es geht vandalismusgeschützt, bieten Toilettenanlagen 4.0 den Besuchern der Stadt weitere deutliche Mehrwerte. Dass Hering Sanikonzept auch interaktive Sprachansagen für sehbehinderte WC-Benutzer im Portfolio hat („Tür schwenkt auf“), zeigt eindeutig, dass sich seit dem Jahr 1852 doch so einiges geändert hat. Und auch ein kostenloser Pissoir-Bereich für Männer wird sich wohl durchsetzen; erste und überaus positive Erfahrungen wurden beispielsweise bereits mit derartigen Anlagen in Köln gemacht.

Dass die Anlagen durch ein noch besseres Fern-Controlling durch erweiterte Online-Funktionsabfragen, eine Wärmerückgewinnung und die Nutzung von Regenwasser weiter optimiert wurden, versteht sich von selbst. Und womit könnte man eine Toilettenanlage noch attraktiver gestalten? „Zum Beispiel mit einem W-LAN zur kostenfreien Nutzung. Aber dann wollen die Kunden die Anlage gar nicht mehr verlassen“, schmunzelt Frank Rudolph, Entwicklungsingenieur bei Hering Sanikonzept. Und im Ernst? „Dass sich die Toiletten mit Energie über Solarzellen selbst versorgen.“

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