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Zeppelin erweitert Niederlassung Westerstede um neue Werkstatthalle sowie Büro- und Stellflächen für Baumaschinen

Service wird zum Standortvorteil

Mehr Aufträge erfordern Platz – dieser war bei der Zeppelin Niederlassung Westerstede ausgeschöpft. Aus diesem Grund erhielt der Standort eine zusätzliche Werkstatthalle. Doch nicht nur die Werkstattflächen, sondern auch die Büroflächen wurden vor Ort bei laufendem Betrieb vergrößert. Ebenfalls wurden die Abstellflächen für neue sowie gebrauchte Baumaschinen, die dort für die Auslieferung zum Kunden vorbereitet werden, erweitert. Was früher Rasen war, wurde gepflastert. In Summe kamen 2 000 Quadratmeter Flächen dazu.

Den Fokus auf den Service von Baumaschinen hat die Zeppelin Niederlassung Westerstede seit ihrer ersten Stunde gelegt. Welchen Stellenwert dieser heute einnimmt, wurde bei der Einweihungsfeier der neuen Räumlichkeiten deutlich. Dabei werden nicht nur Cat Baumaschinen und Motoren sowie Hyster Stapler von den Mitarbeitern in Westerstede wieder flott gemacht, sondern eine der Stärken ist es auch, dass Baumaschinenfabrikate anderer Hersteller von dem Serviceteam instandgesetzt werden.

1968 begann ein Servicetechniker von Westerstede damit, Servicearbeiten an Cat Baumaschinen zu übernehmen. Zwei Jahre später startete ein Mitarbeiter im Vertrieb, um Kunden mit neuesten Cat Modellen zu beliefern. 1985 mietete man sich bei einem Kunden ein. 1993 kam der eigene, nahe an der Autobahn gelegene Standort in Form eines Stützpunktes hinzu – er wurde gemeinschaftlich mit dem Investor Johann Lüttmers-Gruh gebaut.

Für acht Mitarbeiter war er ursprünglich einmal ausgelegt. 2003 erfolgte durch MVS Zeppelin, heute Zeppelin Rental, der Einstieg in das Mietgeschäft. Zehn Jahre später sind alleine acht der insgesamt 22 Mitarbeiter als Servicetechniker und drei Verkäufer im Außendienst für Kunden tätig. Um den eigenen Service-Nachwuchs zu sichern, absolvieren in Westerstede zwei gewerbliche Auszubildende ihre Lehre. „Alleine die Belegschaft zeigt, wie der Standort gewachsen ist. Kunden haben registriert, dass es sich für sie lohnt, wenn wir für sie Reparaturarbeiten übernehmen. In den letzten Jahren kamen am Standort Westerstede immer mehr Aufträge dazu. Dass wir heute hier stehen, haben wir in erster Linie unseren Kunden zu verdanken. Sie haben unserer Mannschaft viel Vertrauen geschenkt und uns diese Baumaßnahme ermöglicht. Wir kamen nicht umhin, zwangsweise zu erweitern, weil der bestehende Platz nicht mehr ausreichte“, legte Oliver Worch, Zeppelin Vertriebsdirektor für den Wirtschaftsraum Nord, die Gründe für den Neubau dar.

Mit ihm setzte sich Zeppelin 2011 nach Rücksprache mit dem Bauherr und Vermieter Johann Lüttmers-Gruh auseinander. Westerstede ist die einzige der 35 Niederlassungen, die sich nicht im Firmenbesitz von Zeppelin befindet, sondern die gemietet wird. Das alte Gebäude wurde vor 20 Jahren geplant. Der Umbau erfolgte durch die Planungsgruppe Brakenhoff. Johann Lüttmers-Gruh, 2003 selbst Zeppelin Kunde, war vom Service sehr angetan, als zwei Mitarbeiter vor 20 Jahren auf ihn zukamen und bei ihm nach einem geeigneten Mietobjekt anfragten. „Ich hoffe, dass es in den nächsten 20 Jahren mit dem Standort wie in der Vergangenheit so wie bisher weitergeht. Was den Standort betrifft, hatte ich immer ein gutes Gefühl, dass das Team, das am Standort tätig ist, diesen Standort auch nach vorne bringt“, bekräftigte er.

„Der Umbau hatte genau den richtigen Rahmen und passt exakt ins Umfeld. Was den Standort auszeichnet, sind die 22 Mitarbeiter sowie ihr familiärer und harmonischer Umgang miteinander. Wir treten jeden Tag an, um besser zu werden. Das tun wir für unsere Kunden, um auch in Zukunft ihren Bedürfnissen und Anforderungen gerecht zu werden“, versprach Fred Cordes, Zeppelin Geschäftsführer für den Vertrieb, bei der Einweihungsfeier. Von 2003 bis 2008 war der aufgewachsene Oldenburger selbst als Vertriebsdirektor für den Wirtschaftsraum auch für Westerstede verantwortlich.

Er gab bei der Einweihungsfeier der Räumlichkeiten einen Überblick über die Entwicklung von Zeppelin – vom früheren Luftschiffbauer zum heutigen Stiftungsunternehmen und Dienstleistungskonzern. Dabei stellte der Zeppelin Geschäftsführer besondere Meilensteine der Unternehmensgeschichte heraus. Zunächst ging er auf die fünfziger Jahre ein, als die Zeppelin Metallwerke – der Vorläufer der Zeppelin GmbH – in Friedrichshafen gegründet wurden und die Geburtsstunde für den Vertrieb und Service von Cat Baumaschinen einläuteten. Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte das Unternehmen nach einem neuen Betätigungsfeld und baute Servicewagen, die jedoch nur wenig mit den Fahrgestellen und Chassis von heute gemein haben, berichtete Fred Cordes. Diese wurden auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt. Zeitgleich weilte einer der obersten Manager von Caterpillar in Genf, wo sich die Zentrale für Europa, den Mittleren Osten und Asien befindet. Er unternahm privat einen Abstecher zum Automobilsalon und der glückliche Zufall fügte sich, dass sich die beiden Partner Caterpillar und Zeppelin fanden. Deren Zusammenarbeit wurde 1954 besiegelt, als der exklusive Händlervertag für Westdeutschland unterschrieben wurde.

„Jetzt wissen Sie, wie man Cat Vertriebspartner werden kann“, erklärte Cordes den Kunden. Heute zählt der Vertrieb und Service für Baumaschinen zu einer der tragenden Säulen des Konzerns mit fünf strategischen Geschäftseinheiten, der ein Stiftungsunternehmen ist und 2012 mit rund 7 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro erzielte. 22 von ihnen tragen ihren Teil von Westerstede aus bei. „Das Team in Westerstede hat einen guten Draht untereinander. Man spürt den Zusammenhalt auch von Kundenseite aus. Die Mitarbeiter haben den Umbau mit Herzblut begleitet. Wir sind hier gut aufgehoben“, richtete sich Oliver Worch an die Adresse des Vermieters und bedankte sich bei ihm für die zügige Umsetzung sowie die professionelle Zusammenarbeit und bei dem Bürgermeister Klaus Groߨ, dass die Baubehörde in Westerstede der Erweiterung so zügig zugestimmt habe. Der komplette Terminplan wurde eingehalten – begonnen wurde mit dem Umbau und der Erweiterung im März 2013. „Selbst bis zum Schluss konnten wir noch Wünsche an die Handwerker herantragen, die diese gleich umgesetzt haben“, so Worch. Für einen Lieferanten von Baumaschinen sei es eine große Freude, Geld in Bauinvestitionen zu stecken.

„Danke, dass Sie expandieren und Vertrauen in den Standort haben. Falls Sie weiter wachsen wollen, können wir Ihnen gerne zusätzliche Flächen zur Verfügung stellen“, stellte der Bürgermeister Klaus Groߨ in Aussicht. Er fühlte sich den Cat Baumaschinen nicht nur deswegen verbunden, sondern gab bei der Einweihung auch eine Anekdote aus seinem Privatleben zum Besten: Seine beiden Söhne hätten früher selbst oft im Sand mit den Baggern gespielt „Ihre Lieblingsmaschinen waren gelb. In unserer Familie gab es für sie nur ein geflügeltes Wort: „Wühler“. Wenn ich heute Abend nach Hause komme, kann ich erzählen, dass ich mitten unter den gelben Wühlern war.“ Mit der erweiterten Niederlassung in Westerstede haben die gelben Wühler ein neues Zuhause.

www.zeppelin-cat.de

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