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Verdeckte Auktionen bringen der Stadt Wiesbaden gute Erlöse

Die zweite Karriere von Kehrmaschine und Hubrettungsfahrzeug

Auch wenn Kommunalfahrzeuge in die Jahre gekommen sind, gehören sie noch lange nicht zum alten Eisen. Vielmehr bietet die Vebeg ihnen eine zweite Chance, sich nochmals ins rechte Licht zu rücken. Sehr zur Freude der Kommunen die gegenüber Steuerzahlern in der Pflicht stehen mit ihren Geldern wirtschaftlich zu haushalten.

Als zweitgrößte Stadt des Bundeslandes ist die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden das Zuhause von rund 287.000 Einwohnern. Da gibt es natürlich alle Hand voll zu tun für die städtischen Betriebe und Einrichtungen wie etwa Grünflächenamt, Abfallbetriebe und Rettungskräfte. In ihrem Dienst steht eine ganze Flotte von Fahrzeugen und Maschinen, die dafür Sorge trägt, dass Straßen sauber, Mülleimer geleert und Parkanlagen gepflegt sind oder im Notfall schnelle Hilfe zur Stelle ist. Die Investitionen sind bei einem so großen Fuhrpark naturgemäß hoch, denn es gehören auch eine Reihe hochspezialisierter Fahrzeuge wie etwa kommunale Geräteträger, Abrollkipper oder Löschzüge der Feuerwehr dazu.

Doch trotz guter Pflege und entsprechend langer Nutzungsdauer stellt sich irgendwann die Frage wohin mit den Oldies. An diesem Punkt kommt Alexander Steeg ins Spiel. Er ist Feuer und Flamme – für seinen Beruf als Feuerwehrmann und für den Wiederverkauf gebrauchter Maschinen und Fahrzeuge. Neben seinem Dienst als aktiver Hauptbrandmeister ist er auch in der Verwaltung tätig und kümmert sich als Sachbearbeiter um die Verwertung von in die Jahre gekommenen Kommunalmaschinen. Aktuell hat die Stadt Wiesbaden 953 Fahrzeuge im Einsatz. „Darunter befinden sich neben Feuerwehrfahrzeugen und PKW auch betriebsinterne Maschinen wie Gabelstapler oder Bagger“, so Steeg. „Früher hat sich jedes Amt selbst um die Veräußerung gekümmert, zum Beispiel per Losverfahren oder mit Live-Auktionen vor Ort. Meistens wurden damit nur sehr wenige Kaufinteressenten erreicht, die Güter dabei weit unter Wert verkauft und der Aufwand für die einzelnen Behörden war enorm.“ Heute hält Steeg den Wiederverkauf zentral für alle Ämter der Stadt Wiesbaden in der Hand und fungiert als Mittler zwischen der Stadt und ihrem Dienstleister, der Vebeg GmbH. Seit nun fast einer Dekade arbeitet man zusammen.

Mit der für sie charakteristischen Form des verdeckten Bieterverfahrens sorgt die Vebeg dafür, dass ausgediente Kommunalfahrzeuge andernorts ihre zweite berufliche Laufbahn antreten dürfen. Für die Stadt Wiesbaden ist dies ein Gewinn in vielfacher Hinsicht: „Wir erzielen damit marktgerechte Erlöse, und dies bei hoher Transparenz und, für mich, geringstem Aufwand“ beschreibt Steeg die Zusammenarbeit. „Zudem wird die Veräußerung von Eigentum über die Vebeg staatlichen und kommunalen Einrichtungen wie uns sogar vom Bundesrechnungshof empfohlen“.

Dank des Prinzips der verdeckten Versteigerung sind die Verkaufspreise bei der Vebeg oft deutlich über dem geschätzten Mindestwert. Bei dieser Art der Versteigerung kann jeder Interessent online ein Gebot abgeben – verdeckt, ohne zu wissen, was andere bieten. Seit mehr als 50 Jahren führt die Vebeg diese besondere Art der Auktionen durch. Aus den erfolgreichen Verkäufen dieser fünf Jahrzehnte hat das Unternehmen einen einzigartiger Preisspiegel entwickelt, der den Auftraggebern der Vebeg eine sehr gute preisliche Orientierung für den realen Marktwert ihrer Güter und damit eine hohe Transparenz und Entscheidungshilfe bietet.

Den gesamten Prozess, von der Ausschreibung über die Abwicklung des Verkaufs bis hin zur Übergabe des Fahrzeugs und sogar Mahnverfahren, falls der Käufer nicht zahlt, übernimmt die Vebeg. Für den Verkauf benötigt die Verwertungsgesellschaft nur die üblichen Unterlagen wie Fahrzeugbrief, Beschreibung und Bilder des zu veräußernden Fahrzeugs. Sofern der im verdeckten Bieterverfahren erzielte Erlös im vereinbarten Rahmen liegt, wird der Verkäufer über das Höchstgebot und den erfolgreichen Verkauf informiert. Sollten jedoch die Gebote unter dem anvisierten Mindestwert liegen, verhandelt die Vebeg direkt mit dem Höchstbietenden nach. Falls die Verhandlungen nicht zur Zufriedenheit des Auftraggebers verlaufen, kann er selbst über Verkauf oder weitere Nutzung entscheiden.  

Demnächst kommt ein Tanklöschfahrzeug von der Feuerwehr Wiesbaden unter den Hammer, der sich auch nach 25 Einsatzjahren immer noch in einem guten Zustand befindet. Im Rahmen der Umstellung auf fluorfreie Schaummittel soll das Fahrzeug aber jetzt komplett ersetzt werden. Die meisten Maschinen wie dieses Tanklöschfahrzeug gehen an Wiederverkäufer im In- und Ausland. Mit sowohl deutschen wie auch internationalen Interessenten und mehr als 80.000 registrierten Usern auf der Onlinepräsenz greift die Vebeg auf einen etablierten Kundenstamm zurück. Bei Feuerwehrfahrzeugen ist das ein erheblicher Vorteil, denn nicht selten werden diese für sehr gute Preise ins Ausland verkauft. Gerade bei älteren Modellen werden meist außereuropäische Länder die neue Fahrzeug-Heimat. Oliver Jasper, Geschäftsführer der Vebeg weiß, warum zum Beispiel Afrika ein beliebtes Zielland ist: „Besonders bei Fahrzeugen, die aufgrund eines nicht zu ersetzenden Teils verkauft werden, ist es so, dass diese Ersatzteile zwar bei uns nicht mehr erhältlich sind, aber dort schon – ganz einfach deshalb, weil es dort erheblich mehr alte Fahrzeuge gibt, so dass sich ein vorhandenes, noch funktionales Teil aus einer anderen Maschine einsetzen lässt.“ Auch für das Schaum- und Wasserlöschfahrzeug, das demnächst unter den Hammer kommt, sieht er gute Chancen im Ausland, da hier andere Umweltbestimmungen gelten.

Besonders was die Ausfuhr und zollrechtliche Bestimmungen anbelangt ist es eine große Entlastung für die Auftraggeber, dass die Vebeg sich als hundertprozentige Tochter des Finanzministeriums in allen außenwirtschaftlichen und gesetzlichen Aspekten bestens auskennt. Steuerliche und außenwirtschaftliche Angelegenheiten werden von den versierten Experten übernommen, so dass für Verkäufer keinerlei rechtliches Risiko entsteht.

Alles in allem fällt die Bilanz sehr positiv aus: im vergangenen Jahr hat die Verwertungsgesellschaft 85 Fahrzeuge und Maschinen zur Zufriedenheit der Stadt Wiesbaden verkauft. „Die Zusammenarbeit ist sehr harmonisch und unkompliziert“, bilanziert Steeg. „Als Stadt muss man natürlich Kosten für Neuanschaffungen rechtfertigen und Ausgaben und Einnahmen offen legen. Die kompetente Abwicklung mit der Vebeg gibt mir die notwendige Sicherheit.“ Als städtisches Amt ist auch die Feuerwehr Wiesbaden unter der Aufsicht der Revision. Der verantwortungsvolle Umgang mit Steuergeldern ist sowohl Grundlage wie auch Voraussetzung für jegliches Agieren, sodass die Zusammenarbeit mit der Vebeg nicht nur für gute marktgerechte Verkaufserlöse sorgt, sondern vor allem aufgrund der gegebenen Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Vorgänge die Ansprüche von Ämtern und Behörden erfüllt. Es überrascht also nicht, dass die Stadt Wiesbaden gemeinsam mit der Vebeg auch weiterhin ein paar Eisen im Feuer haben wird, wenn es um den Verkauf von Gebrauchtem und Altgedientem geht.

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