News Forst live

Forst-Live - Forsttechnik für Um- und Aufsteiger

Dreipunktseilwinden, Rückeanhänger und Brennholzmaschinen aller Preisklassen. Auf der Forsttechnik-Messe Forst-Live vom 11.-13. April 2008 in Offenburg wurden Forstunternehmer im Nebenerwerb fündig. Unabhängig, ob nur wenige Festmeter pro Jahr aus dem eigenen Wald oder mehrere hundert innerhalb einer Forstbetriebsgemeinschaft gerückt werden, auf der Offenburger Messe gab es ein reichhaltiges Angebot. Natürlich durfte im Schatten von Schwarzwald und Vogesen mit seinen vielen Vollerwerbs-Forstunternehmern auch entsprechende Skidder-Technik nicht fehlen.

Viele unserer Kunden sind im Schwarzwald", verweist Eberhard Scheu, Vertriebsleiter Süd-West bei Werner, auf die hohe Zahl an Einzelunternehmern, die auf das Konzept des WF-Trac setzen. Auf der Forst-Live präsentierte die Trierer Forstmaschinenschmiede den WF trac 1700 in eine speziellen Frankreich-Version. Entstanden ist das Starkholz-Fahrzeug mit 2x16 to Front-Winde, geradem Rückeschild und drehbaren Stammablagen auf dem Rückschild in Zusammenarbeit mit Schlang & Reichart. WF-Trac-typisch ist ein Epsilon-Rückekran aufgebaut. Der M90 R hat 7,20 m Reichweite. Als Zielgruppe sieht Scheu Forstunternehmer mit einem jährlichen Auftragsvolumen von 10.000-12.000 fm/Jahr.

In den vergangenen Monaten konnte Werner einige Forstschlepper an Forstbetriebe in Baden-Württemberg, Frankreich und der Schweiz ausliefern. Besonders in Frankreich erfreut sich der WF 1700 wachsender Beliebtheit. Mit drei Stück wurden von Januar bis April bereits ebenso viele Traktoren mit der charakteristischen Drehkabine ins Nachbarland geliefert wie im Gesamtjahr 2007. In der französischen Schweiz nutzen Forstunternehmer die 175 PS des WF-Tracs um einen Heizomat-Trommelhacker anzutreiben oder innerhalb von 10 Minuten die Forstausrüstung gegen einen Mulcher zu tauschen.

Obwohl Ritter auch eigene Rückekrane herstellt, will man den Kunden die Lösungen von Epsilon nicht vorenthalten. Auf die Forst-Live nach Offenburg brachte Geschäftsführer Clemens Ritter einen John Deere Forstschlepper vom Typ 6330 mit Ritter Kran DK 4.5 (4,5 m Reichweite) und S66 Frontwinde 2x10 to. Der "Jonny" wir künftig bei der Waldarbeitsschule der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg in Königsbronn-Ochsenberg im Einsatz sein. Als zweiten Umbau eines landwirtschaftlichen Schleppers zeigte Ritter den Deutz Agrotron 150.7 mit Epsilon Rückekran M90R."Es ist eben ein Deutz", antwort Clemens Ritter spontan auf die Frage, welche Vorteile das 150 PS starke Basisfahrzeug habe. Selbstverständlich kann er die Wahl des zukünftigen Besitzers Forstbetrieb Neuhäuserhof in Schuttertal/Schwarzwald auch sachlich begründen. Er verweist auf das stufenlose Getriebe sowie die werkseitige Freigabe für Bioöl- und Biodiesel. Der Deutz hat bei Ritter eine 2x10 to Frontwinde sowie ein Kabine mit ebenem Boden und vollwertigem Drehsitz erhalten.
Den 2006 erstmals vorgestellten Skidder R185 zeigte Ritter auf der Forst-Live mit Epsilon-Rückekran S110R.

Für den Vertrieb von Dreipunkt-Seilwinden spielt die Forst-Live bei Ritter eine wichtige Rolle. Auch in diesem Jahr konnte Clemens Ritter mit seiner Mannschaft in Offenburg einige Exemplare verkaufen. "Der Trend geht weg von den Billigwinden", ist Ritter mit der Nachfrage zufrieden.
Den Vertrieb der Winden hat der Maschinenbauer neu strukturiert. Einsiedler Forsttechnik ist nicht mehr Vertriebspartner, auch werden keine Winden mehr an das Unternehmen geliefert, um unter dem Namen Eifo verkauft zu werden. In Österreich ist künftig ATG, Agrartechnikgeräte, Leonding, anstatt Königswieser für den Vertrieb sowie die Wartung und Reparatur zuständig.

Mit den eigenen Rückekran-Modellen BR 4500 (4,5m Reichweite) und BR 5000 (5,40m Reichweite) präsentierte sich Georg Beha auf der Forst-Live. Der Maschinenbauer will mit einem attraktiven Preis (13.000 € bzw. 12.500 € ohne Mwst.) und hochwertiger Technik punkten. Der Schenkbereich liegt bei 180°. Das Schwenkmoment erreicht 22 kN und das Hubmoment bei voller Ausladung 1,3 to (BR 4500). Beide Modelle verfügen über ein Zahnstangen-Schwenkwerk mit 4 Zylindern. In jeder Stellung des Krans steht die gleiche Kraft zur Verfügung. Als Zielgruppe nennt Beha landwirtschaftliche Schlepper mit 80-150 PS sowie gebrauchte Forstspezialschlepper, die nun mit einem Kran aufgerüstet werden sollen. Die Zielmarke liegt für ihn bei 50 Rückekranen pro Jahr.

Ähnlich wie bei Werner war auch auf dem Beha-Stand die Auslastung der Forstmaschinen ein wichtiges Thema. Beha zeigt die Aufastungsschere des italienischen Herstellers Benne speziell für den Frontladereinzatz. Durch die Beha-Modifizierungen ist die Schere 1,2m seitlich teleskopier- und um 160 Grad schwenkbar. Es können Äste bis 100mm Durchmesser bis zu einer Höhe von 5,5m aufgeastet werden. Der Preis inkl. Aufhängung liegt bei 7000 €.

Quelle: holz.fordaq.com

Nach oben
facebook youtube twitter Instagram rss