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Deutsche Rasenpflegetechnik in Asien gefragt

Maschinenbauer Wiedenmann bereitet den Olympischen Spielen 2008 in Chinas Metropole Hong Kong den Boden

Vom asiatischen Wirtschaftsboom profitiert der deutsche Maschinenbauer Wiedenmann: Seine professionellen Anbaugeräte zur Rasenpflege trimmen die Grünanlagen vieler Morgenländer auf Weltniveau.

Die Exporte gehen in nicht weniger als 16 Länder der Region. Vor allem nach China, das bevorzugt auf westliche Spitzentechnik "Made in Germany" setzt. Die kommt auch bei den Olympischen Spielen 2008 zum Einsatz, die unter anderem in Hong Kong ausgetragen werden.

In der vormals britischen Kronkolonie findet sich eine renommierte Adresse für Freunde des gepflegten Pferdesports, der Teil der olympischen Disziplinen ist. Die Tradition des Hong Kong Jockey Club (HKJC) geht zurück auf das Jahr 1884. Engländer brachten das beliebte Rennreiten an die Mündung des Perlflusses. Heute ist der Club ein einziger Superlativ: Mit knapp 25.000 Mitarbeitern ist der Verein nicht nur der größte Arbeitgeber vor Ort, sondern zahlt mit rund 1,1 Mrd Euro auch die meisten Steuern in den Stadtsäckel. Und unterstützt nebenbei Hilfsprojekte in solchem Umfang, dass man sich zu den weltgrößten Spendenorganisationen zählen darf. Das Geld stammt aus den Wetteinsätzen der Besucher, viele davon aus dem Ausland.

Dafür bietet die Clubleitung Qualität bis auf die Grasnarbe. Für deren Pflege hat die Wiedenmann GmbH aus Rammingen unter anderem Rasenkehrmaschinen des Typs "Super 500" geliefert, die als Anbaugeräte für Kompakttraktoren bestimmt sind.

"Die Geräte werden nicht allein zur Grasaufnahme eingesetzt", erklärt Clemens Cheung vom chinesischen Importeur in Kowloon. "Der Club geht nach Trainingsläufen und Rennen damit über die Bahn, um alles aufzusaugen, was dort nicht hingehört". Der Anspruch des HKJC ist ein in jeder Hinsicht "sauberer" Rennbetrieb: Aufwirbelnde Gräser und Staub will man den bisweilen elitären Gästen nicht zumuten. "Die Staubemission reduziert eine ausgeklügelte Luftführung - eine Wohltat für Umwelt und Fahrer", ergänzt Claudia Effmert, Produktmanagerin bei Wiedenmann. Die Super 500 werde auch deshalb gern bewegt, so Cheung, weil sie verhältnismäßig leise sei - ein wichtiger Aspekt für Platzbetreiber in urbanen Ballungsräumen. Andere Anbieter, deren Gerät der HKJC zuvor einsetzte oder noch parallel nutzt, böten diese Vorteile nicht, so Cheung. Bei 78 Rennen pro Saison mit entsprechenden Vor- nach Nacharbeiten ist das Gerät quasi im Dauereinsatz.

Mit der Super 500 hat Wiedenmann nach eigenen Angaben einen Bestseller im Programm. Der schwäbische Hersteller hat das Gerät für Park- und Freizeitanlagen, extensiv gepflegte Grünflächen, Ökowiesen, Sportbetriebe und Golfplätze konzipiert. Wie viele Produkte ist auch die Super 500 ein Multitalent: Neben Laubsaugen beherrscht die Maschine Kehren, Vertikutieren und Schlegelmähen. Anwender achten vermehrt auf diesen Zusatznutzen, um die Auslastung und damit Rentabilität des Maschinenparks zu steigern.

Im Arbeitsergebnis überrascht das positive Urteil des HKJC nicht: Anders als andere Hersteller setzt Wiedenmann auf eine Parallelogrammführung des 1600 mm breiten Kehrkopfes. So befinden sich die Werkzeuge stets in optimaler Arbeitsposition - ein Pluspunkt auch in unebenem Gelände. Je nach Anforderung kann der Anwender zwischen einem Bürstenkehrkopf (Kehren und Aufsammeln) und einem Multi-Pflegekopf wählen.

Praktisch ist neben der Boden- auch die integrierte Hochentleerung (bis 210 cm). Sie wartet mit einem besonderen Feature auf: Der 2,5 m3 fassende Behälter lässt sich in jeder gewünschten Aushubhöhe leeren - eine wesentliche Zeitersparnis, da bei niedrigen Überladehöhen der Behälter nicht vorab aufwendig in die höchste Position gehoben werden muss. Die hydraulische Bedieneinheit der SUPER 500 ist bequem vom Schleppersitz zu erreichen, optional sogar ferngesteuert. Auf dem Gelände ist die Maschine nicht nur flüsterleise, sondern auch sanft unterwegs: Die Rasen schonende Bereifung übt einen geringen Bodendruck aus, wobei die verbaute Pendelachse mit bis zu vier Rädern für eine gleichmäßige Lastverteilung sorgt.

Mit der Super 500 sieht sich der HKJC bestens für die Olympischen Spiele präpariert. Das Gerät erfüllt die Anforderungen in Punkto Arbeitsqualität und bietet neben seiner hohen Variabilität und dem leisen wie schonenden Betrieb deutliche Vorteile.

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