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Bauhauptgewerbe steigert Umsätze um sieben Prozent

Die Umsätze im rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbe sind im ersten Halbjahr 2008 spürbar gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems erzielte die Branche von Januar bis Juni einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von gut 1,1 Milliarden Euro,

das waren sieben Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das günstige Umsatzergebnis wurde vor allem im zweiten Quartal 2008 erzielt. Die Zahl der Beschäftigten lag im Juni 2008 mit 17.715 nur geringfügig (plus 0,1 Prozent) über dem Vorjahreswert.

Eine detaillierte Betrachtung zeigt, dass für die Umsatzsteigerung im Bauhauptgewerbe vor allem der Bereich Hochbau (plus 13,3 Prozent) verantwortlich war. Die höchsten Zuwächse konnten hier im öffentlichen Hochbau (plus 29,8 Prozent) und im Wohnungsbau (plus 9,8 Prozent) erzielt werden. Im Tiefbau fiel die Umsatzsteigerung mit plus 0,9 Prozent weit schwächer aus. Hier konnten Umsatzrückgänge im öffentlichen Tiefbau (minus 6,8 Prozent) und im Straßenbau (minus 1,4 Prozent) nur durch eine erhebliche Steigerung im gewerblichen Tiefbau (plus 23,3 Prozent) kompensiert werden.

Bundesweit setzten die vergleichbaren Betriebe der Branche im ersten Halbjahr 24,1 Milliarden Euro um, das waren 10,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Beschäftigten lag im ersten Halbjahr mit 372.853 um 0,5 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Die Auftragseingänge, die als Frühindikator Aussagen über die Entwicklung der Branche in der nahen Zukunft zulassen, blieben im rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbe im ersten Halbjahr 2008 um 2,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau; lediglich bei öffentlichen Hochbaumaßnahmen und im Wohnungsbau war ein deutliches Auftragsplus zu verzeichnen.

Eine positive Entwicklung meldete auch das Ausbaugewerbe, das im ersten Halbjahr 2008 einen ausbaugewerblichen Umsatz in Höhe von 532,5 Millionen Euro verbuchte und das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um 13,1 Prozent übertraf. Die Zahl der Beschäftigten lag Ende Juni 2008 mit 11.907 um 5,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Die rheinland-pfälzischen Daten stammen aus der Befragung von 346 Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten aus dem Bauhauptgewerbe sowie von 310 entsprechenden Betrieben des Ausbaugewerbes. Die Betriebe des Bauhauptgewerbes werden monatlich nach Umsätzen, Auftragseingängen und Zahl der Beschäftigten befragt, im Ausbaugewerbe berichten die Betriebe im vierteljährlichen Turnus. Die Daten dienen der Konjunkturbe-obachtung und geben neben den Informationen über die Branchen selbst auch Hinweise auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

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