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Agritechnica 2013: Innovationsmotor für die Landwirtschaft von morgen

Weltleitmesse für Landtechnik - Hervorragendes Anmeldeergebnis mit über 2.700 Ausstellern aus 47 Ländern

(DLG). Für die vom 12. bis 16. November 2013 (Exklusivtage am 10. und 11. November) auf dem Messegelände in Hannover stattfindende internationale Landtechnik-Messe, die Agritechnica 2013, verzeichnet der Veranstalter DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) ein hervorragendes Anmeldeergebnis. Über 2.700 Aussteller aus 47 Ländern bedeuten einen neuen Höchststand. Die Zahl der Aussteller liegt zum gegenwärtigen Zeitpunkt um rund zwei Prozent höher als zum Endstand vor zwei Jahren. Der Auslandsanteil beträgt 53 Prozent, er ist so hoch wie nie zuvor. Auch die Ausstellungsfläche ist von rund 38 Hektar in 2011 auf nunmehr 41 Hektar (rund 8 Prozent plus) angewachsen. Mit diesem Anmeldeergebnis baut die Agritechnica ihre Stellung als Weltleitmesse für Landtechnik weiter aus.

Überragende Beteiligung aus dem Ausland
Der Ausstellerzuwachs gegenüber der vergangenen Veranstaltung kommt ausschließlich aus dem Ausland. Die meisten der insgesamt 1.453 Auslandsunternehmen rekrutieren sich aus Italien (355 Unternehmen), den Niederlanden (113), aus Frankreich (101), China (100), der Türkei (81), Österreich (78), Großbritannien (60), Polen (57), Kanada (54), USA (47), Dänemark (46) und Spanien (44). Überproportionale Zuwächse sind insbesondere aus China, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen und aus der Türkei zu verzeichnen. Die DLG sieht im Anmeldeergebnis ein deutliches Signal für die zunehmende globale Ausrichtung der Unternehmen und der Agrarwirtschaft mit ihren weltweiten Verflechtungen. Die Unternehmen wollen die Plattform Agritechnica gezielt dazu nutzen, um neue Märkte zu erschließen. „Die Welt trifft sich auf der Agritechnica in Hannover.“
 
Wichtigstes Neuheitenschaufenster
Die Agritechnica ist zugleich das internationale Forum zur Präsentation neuer Maschinen und Geräte. Dies geht aus den nahezu 400 Neuheiten hervor, die von den Ausstellern bei der DLG angemeldet wurden. Insbesondere der immer stärker zunehmende Einsatz von Elektronik bietet den Landwirten auf breiter Basis neue Möglichkeiten für notwendige Effizienzsteigerungen. Damit ist die Agritechnica der bedeutendste Innovationsmotor für die Landwirtschaft. Hier werden Zukunftslösungen in großer Zahl präsentiert.

Produktionseffizienz und Energieeffizienz im Fokus
Im Jahr 2050 sollen rund neun Milliarden Menschen ernährt werden. Gleichzeitig steigt der Bedarf an agrarischen Rohstoffen für die Energieerzeugung. Dies sind große Herausforderungen, denen sich die Landwirte stellen müssen. Für die weltweiten Gunststandorte bedeutet dies, dass dort die Produktionseffizienz weiter gesteigert werden muss. Gerade im Pflanzenbau sind hierfür große Potenziale vorhanden, insbesondere durch weiterentwickelte Elektronik und neue Dimensionen in der Maschinenleistung. So ermöglicht zum Beispiel das Smart Farming erhebliche Veränderungen in der Betriebsorganisation und in der Produktionstechnik. Gleichzeitig kann mit innovativer Technik die Rohstofferzeugung noch Ressourcen schonender und umweltfreundlicher stattfinden. Auch gilt es, die Energieeffizienz weiter zu steigern. Beispiele hierfür sind neue, Diesel sparende Motoren und neueste Entwicklungen zum präzisen Ausbringen von Dünger und Pflanzenschutzmitteln.

Know-how-Offensive für Schwellenländer
Für die Schwellenländer Afrikas und Asiens ist eine Know-how-Offensive erforderlich. Die dortigen Landwirte benötigen, neben dem Transfer von Wissen und Können, angepasste Technologien für ihre speziellen Bedingungen. Gemeinsam mit Partnern aus der Industrie und von Organisationen trägt die DLG dieser Herausforderung auf der diesjährigen Agritechnica in besonderer Weise Rechnung. So werden im Rahmen einer Veranstaltungsreihe von internationalen Fachleuten Marktpotenziale, Marktzugänge, Finanzierungsrahmen und Technikanforderungen, unter anderem für die Länder China, Indien, Sambia und Südafrika, beleuchtet. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, den Know-how-Transfer in diese Länder zu beschleunigen. Darüber hinaus widmet die DLG dem Thema „Reisproduktion“ ein Special. Agritechnica-Aussteller zeigen hierzu moderne Technologien. Internationale Experten stehen zu Fragen wie Wassermanagement, Bodenvorbereitung, Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz und Ernte zur Verfügung.

Moderne Landwirtschaft braucht den Konsens mit der Gesellschaft
Die weltweiten Herausforderungen sind nur mit einer innovativen Landwirtschaft zu bestehen, die den sich ständig weiterentwickelnden Zuwachs an Wissen und Können integriert. Hierzu ist ein belastbarer und kontinuierlicher Konsens mit der Gesellschaft über die landwirtschaftlichen Produktionsprozesse eine der Grundvoraussetzungen. Fortschritte in der landwirtschaftlichen Produktion und den Produktionsmethoden sowie ihre gesellschaftliche Bewertung müssen im Kern übereinstimmen. Dies ist derzeit an einigen Stellen nicht mehr gegeben. Für die Landwirtschaft besteht daher die große Herausforderung, sich mit der abnehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz der modernen Landwirtschaft auseinanderzusetzen und akzeptierte Lösungen zu entwickeln. Ein wesentlicher Ansatz für den Dialog mit der Gesellschaft sind die landtechnischen Innovationen, die in großem Maße zu einer Umwelt und Ressourcen schonenden Landbewirtschaftung beitragen. Hierauf müssen die Landwirte im Dialog mit der Gesellschaft verstärkt hinweisen. Informationsplattform dazu ist die Agritechnica mit ihrem überragenden Informationsangebot.

Uneinheitliche Entwicklung des Weltwirtschaftsklimas - Heterogene Märkte
Gegenwärtig ist eine uneinheitliche Entwicklung des Weltwirtschaftsklimas zu verzeichnen. Während die Konjunktur in Asien abkühlt, ist in Europa und Amerika eine Belebung festzustellen. Zudem werden Risiken für die globale Konjunkturentwicklung durch den Syrienkonflikt gesehen. In Deutschland ist die Konjunktur stabil. Die Märkte für Agrarprodukte tendieren uneinheitlich zwischen den verschiedenen Produktionsrichtungen:

•    Die Getreidemärkte sind durch Rekorde bei der weltweiten Erzeugung gekennzeichnet, was einen Druck auf die Erzeugerpreise nach sich gezogen hat. Die Getreidepreise sind zunehmend durch die Witterung in den USA und deren Einfluss auf die Mais- und Sojaernte bestimmt, mit der Folge einer verstärkten Preisvolatilität sowohl in den Märkten für Mais und Soja als auch für Getreide.
•    Die aktuellen relativ niedrigen Getreidepreise haben sich auf den Futtermittelmärkten noch nicht in vollem Umfang niedergeschlagen, da die Hersteller noch höher kontrahierte Ware im Mischfutter verarbeiten. Mit Preisentlastungen für Getreide dürfte sich Mischfutter in den kommenden Wochen verbilligen. Eine reduzierte Ertrags- und Flächenschätzung für US-Soja sowie die ungünstige Witterung treiben die Sojapreise. Preissenkungen für Eiweißfuttermittel bleiben damit unsicher.
•    Auf dem Milchmarkt ist eine anhaltend hohe, globale Nachfrage bei knappem Angebot zu verzeichnen, was zu festen Preisen führt.
•    Die Preisentwicklung für Schweine verlief im Jahresablauf aufgrund lebhafter Nachfrage fest. Aktuell ist aufgrund eines steigenden Schweineangebotes ein leichter Preisdruck entstanden.

Geschäftslage und Geschäftsentwicklung stabil auf hohem Niveau
Europas Landwirte schätzen ihre aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen an die weitere Geschäftsentwicklung stabil auf weiter hohem Niveau ein. Dies zeigen erste Ergebnisse des Trendmonitors Europa, den die DLG zusammen mit Europas führendem Agrarmarkt-Forschungsinstitut, der Kleffmann Group (Lüdinghausen/Westfalen), aktuell in Deutschland, Frankreich und Großbritannien durchgeführt hat. Die Landwirte in Deutschland beurteilen die aktuelle Geschäftslage anhaltend positiv, während die Landwirte in Frankreich diese verhaltener sehen. Die Landwirte in Großbritannien beurteilen ihre gegenwärtige Situation wieder besser. Dies gilt auch für die Erwartungen an die weitere Geschäftsentwicklung. Die Landwirte in Großbritannien haben somit die Talsohle, bedingt durch die schwierigen Ernte- und Aussaatbedingungen 2012, durchschritten. Die deutschen Ackerbauern beurteilen die Geschäftserwartungen konstant positiv. Auch die französischen Ackerbauern halten in etwa das Niveau der letzten Befragungsjahre, die Ackerbauern in Großbritannien haben nach schlechteren Bewertungen jetzt wieder leicht bessere Erwartungen an die Geschäftsentwicklung. Trotz der zuletzt unter Druck geratenen Erzeugerpreise für Getreide wird mit überwiegend guten Betriebsergebnissen gerechnet.

Konstant hohe Investitionsbereitschaft der deutschen Landwirte
Die Investitionsbereitschaft der Landwirte in Deutschland, Frankreich und Großbritannien fällt seit dem Herbst 2006 unterschiedlich aus. Wie der Trendmonitor zeigt, ist für Deutschland seit 2006 eine konstant hohe Investitionsneigung zu verzeichnen. Sie liegt über die Jahre bei nahezu 50 %. Aktuell wollen die befragten deutschen Landwirte 47 % der geplanten Investitionen in die Außenwirtschaft, 45 % in die Innenwirtschaft und 7 % in Erneuerbare Energien investieren. Bei den französischen Landwirten sind größere Schwankungen in der Zeitreihe festzustellen. Gegenwärtig liegt die Investitionsbereitschaft in etwa so hoch wie vor der vergangenen Agritechnica. Den Großteil der Investitionen (74 %) wollen sie aktuell in die Außenwirtschaft investieren. Investitionsabsichten in die Innenwirtschaft werden mit 23 % und in Erneuerbare Energien mit 3 % angegeben. In Großbritannien hat die Investitionsneigung von einem hohen Niveau der Jahre 2010 und 2011, bedingt durch die schwierigen Ernte- und Aussaatbedingungen in 2012, nachgelassen. Die Landwirte in Großbritannien wollen den aktuellen Ergebnissen zu Folge in den kommenden zwölf Monaten 53 % in die Außenwirtschaft, 37 % in die Innenwirtschaft und 10 % in Erneuerbare Energien investieren.

Investitionsabsichten: Datenmanagement und Düngetechnik
Investitionen in Datenmanagement und Düngetechnik haben für die befragten Landwirte gegenwärtig Priorität. Ziel ist die Steigerung der Produktionseffizienz, die mit genauerer Düngerausbringung erreicht werden soll. Ein Schlüssel für die Hebung von Effizienzpotenzialen ist zudem das Datenmanagement als Instrument für die Produktionsplanung und
-analyse. Innovationen in diesem Bereich sind für die Landwirte von hoher Bedeutung und können der Ausschlag für Investitionsentscheidungen sein.

Rund 400.00 Besucher erwartet
Die Notwendigkeit, den Betrieb für die Zukunft richtig aufzustellen, hat einen außerordentlichen Informationsbedarf bei den Landwirten, Lohnunternehmern und Maschinenringen aus aller Welt zur Folge. Sie wollen jetzt die vorhandenen Potenziale auf ihren Standorten noch effektiver, effizienter und nachhaltiger nutzen. Die Agritechnica bietet ihnen mit ihrem einzigartigen Informationsangebot die geeignete Plattform. Die DLG erwartet wie in 2011 rund 400.000 Besucher.

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