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PRAXISTAG Härtetest: Schneeräumen am Kitzbüheler Horn

Das österreichische Kitzbühel zieht neuerdings nicht nur Wintersport-Fans an, sondern auch Hersteller von Kommunalmaschinen. Zumindest könnte dieser Eindruck beim Hansa-Praxistag entstehen, bei dem die Allzweck-Geräteträger des Herstellers aus Selsingen unter Einsatzbedingungen getestet werden. Dabei sind die Maschinen auf 1.400 Metern über dem Meeresspiegel unterwegs.

Lesedauer: min | Bildquelle: Hansa Maschinenbau
Von: Tim Knott

Alles ist tief verschneit, keine Wolke steht am Himmel und am Horizont ragen schneebedeckte Gipfel auf. Ein leichtes Dröhnen ist zu hören, als sich die Maschinen der Hansa Maschinenbau GmbH den Berg herauffräsen. Hier, auf 1.400 m ü.M., wo jeden Sommer der Endspurt eines lokalen Radmarathons beginnt, sind heute ganz andere Gefährte unterwegs, die die Straße unterhalb des Kitzbüheler Horns vom Schnee befreien. Schon von Weitem lassen sich die Fontänen aus den Schneefräsen erkennen, als sich die schwarz-orangenen APZ 1003 Mehrzweckgeräteträger nähern. Um den Schnee-Einsatz zu testen, sind die Maschinenbauer aus dem Norden mit drei Versionen des Fahrzeugs vor Ort.

Angefangen mit der K-Version mit einer Breite von 1.300 mm geht es über die L-Version (1.500 mm) bis zur jüngsten Ergänzung des Portfolios, dem APZ 1003 XL, der mit einer Breite von 1.750 aufwartet und entsprechend ausladende Anbaugeräte aufnehmen kann. Apropos Anbaugeräte: Die stammen im aktuellen Fall alle von der Firma Kahlbacher, die ihren Sitz im Tal hat. Regelmäßige Tests wie diese seien besonders wichtig, wie Gerald Deisenhammer, Vertriebsmitarbeiter des Kitzbühler Unternehmens, ausführt: „Die Schnittstellen zum Trägerfahrzeug müssen richtig abgestimmt werden, damit die Hydraulik auch ansprechend funktioniert. Denn ein Winterdienstgerät ist nur so gut wie das Trägerfahrzeug, das den Schnee zur Seite bringt.“ Ebenfalls seien die Daten, die bei den Auswertungen anfielen, auch für die Verbesserung des eigenen Portfolios wichtig.

APZ 1003 XL: mehr Breite für den Bauhof

Mit entsprechenden Schneefräsen und -schildern wird der kniehohe Schnee hier schnell von der Straße befördert. Besonders der XL mit seiner breiten Fräse sorgt dafür, dass die Bergstraße wieder gangbar wird. Die Idee für das Gefährt kam von Rainer Partelly von der Pappas Holding GmbH, die in Österreich Unimogs sowie Hansa-Produkte vertreibt: „Die Firma Hansa baut ja schon lange Schmalspurfahrzeuge bis maximal 1,30 Meter Breite“, berichtet der Nutzfahrzeug-Experte. „Allerdings ergab sich da eine Lücke, denn das nächste Fahrzeug im Portfolio war dann schon der Unimog und unser kleinster Unimog hat eine Breite von 2,20 Metern.“ Zwischen diesen beiden Maßen musste etwas Passendes konstruiert werden, da besonders Kommunen nach einem Fahrzeug mit entsprechender Breite gefragt hätten.


Was das geforderte Fahrzeug alles leisten kann, lässt sich auf der 1.400-Höhenmeter-Alpenstraße zumindest erahnen, denn für Tiroler Verhältnisse ist die Teststraße nicht gerade mit besonders viel Schnee gesegnet, für einen Ersteindruck reicht es dennoch aus. Übrigens: um auch größere Zuladungen mit dem Fahrzeug realisieren zu können, wurde das APZ nun auch zu einer Version mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 9.500 kg umgebaut. Und auch für die Zukunft hat Hansa-Geschäftsführer Patrick Palsmeyer schon Pläne für die Mehrzweckgeräteträger. So soll der nächste Schritt in der Entwicklung die Elektrifizierung sein. Eine entsprechende Neukonzeption des APZ 1003 ist schon geplant.

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