Kommunen

Die Umweltzone kommt auch in Leipzig - fast die Hälfte der Leipziger LKW betroffen

Wie Bürgermeister Rosenthal heute auf einer Pressekonferenz mitteilte, wird zum 01.01.2011 eine Umweltzone für die Stadt Leipzig eingerichtet. 

Die Leipziger Umweltzone wird gemessen an der Größe der Stadt eine der umfassendsten Deutschlands werden. Sie wird nahezu das gesamte Stadtgebiet innerhalb der Autobahnen A 9, A 14 und A 38 einschließen. Lediglich die Industriecluster innerhalb des Autobahnringes liegen dann nicht in der Umweltzone. Um die Auflagen der Europäischen Union zu erfüllen muss auch in anderer Hinsicht die maximale Einschränkung der Bewegungsfreiheit umgesetzt werden, hieß es. Nur Fahrzeuge, die eine grüne Umweltplakette haben dürfen dann nach Leipzig einfahren.

Damit ergeben sich für einige Leipziger durchaus Probleme. Nach derzeitigem Stand würden 68% der in Leipzig gemeldeten Nutzfahrzeuge die Stadt nicht mehr befahren dürfen, die Prognose für den 1. Januar 2011 geht dann von immerhin noch 44% aus. Ob Teile dieser Nutzfahrzeuge nachrüstbar sind ist der Stadt nicht bekannt. Auch etwa 6% der PKW werden 2011 vom Fahrverbot in den Stadtgrenzen betroffen sein. Nicht bekannt ist außerdem die Anzahl der Betroffenen, die als Pendler aus dem Umland regelmäßig nach Leipzig fahren müssen.
Grund für diese rigorosen Maßnahmen ist, nach Angaben der Stadt, die häufige Überschreitung der EU-weit vorgegebenen Grenzwerte in den Bereichen Feinstaub und Stickoxyden. Leipzig überschritt die Grenzwerte zuletzt an deutlich mehr als den erlaubten 35 Karenztagen, 2009 wurden die Grenzwerte bis zum 22. Juni schon an 28 Tagen überschritten.
Die EU stellte bei der Festsetzung der Grenzwerte bewusst den Gesundheitsschutz in den Mittelpunkt. Derzeit schätzt man, dass die Belastung mit Feinstaub die Lebenserwartung um 9 Monate verkürzt.
Die Stadt Leipzig prüft zurzeit in enger Absprache mit den Verbänden und Kammern, ob ein eigenes Förderprogramm zur Umrüstung von Fahrzeugen auf umweltfreundliche Antriebe möglich ist.  Aktuell gibt es außerdem auf Bundesebene verschiedene Fördertöpfe um die Umstellung zu erleichtern.

Quelle: leipzig-seiten.de

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