Kommunen

DARMSTADT-DIEBURG - Kommunale Kooperationen: Darmstadt-Dieburg als kreativer Partner

Als ,,Startschuss für neue Wege in der interkommunalen Zusammenarbeit" bezeichnete Landrat Klaus Peter Schellhaas eine Tagung im Kreistagssitzungssaal: Dort kamen jetzt auf Einladung des Landrates, organisiert von der bei ihm angesiedelten Fachabteilung ,,Strategische Planung", Vertreter aus allen 23 Kreiskommunen, darunter eine Vielzahl von Bürgermeistern, ehrenamtlichen Kommunalpolitikern, Verwaltungsmitarbeitern sowie Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, zusammen.

Landrat Schellhaas: ,,Ziel ist, dass wir lernen, gemeinsam und kreativ über das hinaus zu denken, was wir bisher als unsere Grenzen empfinden." Es gelte, Synergien gemeinsam zu erkennen und zu nutzen. Besonders Kommunen mit defizitärer Haushaltswirtschaft sollen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben stärker als bisher zusammenarbeiten, um Kosten zu reduzieren. ,,Die Haushaltslage unserer Kommunen ist schlecht und auch die demographische Entwicklung bietet Anlass, Kooperationen einzugehen", so der Landrat.

Der Landkreis könne in diesem Prozess Moderator aber auch Impulsgeber sein. Unterstützt wurde der Landrat vom Direktor beim Hessischen Landkreistag, Dr. Jan Hilligardt. Er sieht die Landkreise bei der Förderung interkommunaler Zusammenarbeit als Partner, Koordinator und als Kooperationspartner.

Über ihre Erfahrungen mit interkommunalen Kooperationen berichteten unter der Gesprächsleitung von Anja Simon, Leiterin der Abteilung Strategische Planung bei der Kreisverwaltung, die Bürgermeister Dr. Werner Thomas (Dieburg), Georg Rausch (Alsbach-Hähnlein) und Bürgermeisterin Christel Sprößler (Roßdorf).

Dieburg, Messel, Münster und Eppertshausen arbeiten erfolgreich in einem gemeinsamen Standesamtsbezirk zusammen, berichtete Bürgermeister Dr. Thomas. Eine Erfolgsgeschichte ist auch der gemeinsame Ordnungsbehördenbezirk zur Verkehrsüberwachung, den Griesheim, Roßdorf, Erzhausen, Mühltal, Ober-Ramstadt und Weiterstadt seit zwanzig Jahren schon bilden, wie Bürgermeisterin Christel Sprößler erläuterte.
Über die aktuell laufenden Planungsprozesse, die notwendig sind, über Kreisgrenzen hinweg einen gemeinsamen Bauhof zu betreiben, sprach Bürgermeister Georg Rausch, der in Alsbach-Hähnlein eine Zusammenarbeit mit Zwingenberg (Kreis Bergstraße) plant.

,,In der interkommunalen Zusammenarbeit stecken viele Chancen für unsere Städte und Gemeinden", fasste Landrat Klaus Peter Schellhaas die Erfahrungen und den sich anschließenden Meinungsaustausch zusammen. Doch seien auch noch Potenziale ungenutzt, etwa für Kooperationen zwischen dem Landkreis und den kreisangehörigen Kommunen. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg möchte ab Herbst Fachgespräche zu speziellen Themen anbieten, bei denen über neue Wege der Zusammenarbeit gesprochen werden soll.

Quelle: echo-online.de

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