Deutschland ist einer der vier führenden landwirtschaftlichen Erzeuger in der EU. Auf den Feldern und den angrenzenden Straßen sind ständig große landwirtschaftliche Fahrzeuge im Einsatz. Die Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur deutschen Wirtschaft: In fast 270.000 landwirtschaftlichen Betrieben werden jährlich Waren im Wert von rund 50 Mrd. Euro produziert. Allerdings birgt dieser Sektor auch zahlreiche Gefahren. Statistiken des Europäischen Gewerkschaftsbundes zeigen, dass in der EU jedes Jahr 500 Menschen in der Land- und Forstwirtschaft ihr Leben verlieren und weitere 150.000 verletzt werden.
Bei rund 450.000 zugelassenen landwirtschaftlichen Fahrzeugen in der Bundesrepublik besteht ein erhebliches Potenzial an Toten und Verletzten. Deshalb hat die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur Richtlinien für verbindliche Sicherheitslösungen veröffentlicht. Diese Unfallverhütungsvorschriften konzentrieren sich auf die Überwachung des Querverkehrs, wenn ein Fahrzeug den Weg eines anderen Gefährts oder eines gefährdeten Fußgängers kreuzt – in der Regel beim Rückwärtsfahren oder bei der Annäherung an eine Kreuzung.
Neue Vorschriften für Fahrzeuge mit „langer Nase“
In diesen Situationen gibt es aufgrund des großen Abstands zwischen Fahrer und Fahrzeugfront oder aufgrund von Anbaugeräten wie Mähbalken, Sprühgeräten oder Sämaschinen viele tote Winkel. Besonders gefährlich ist es, wenn der Fahrer auf eine Hauptstraße fahren muss, um von einem Feld zum anderen zu gelangen oder zum Betrieb zurückzukehren. Das Verlassen einer unübersichtlichen Kreuzung mit einem so großen Fahrzeug ist ein äußerst gefährliches Manöver, da es 3,5 Meter in die Straße hineinfahren muss, bevor für den Fahrer andere Fahrzeuge sichtbar werden. Neue Vorschriften schreiben vor, dass Kamera-Monitor-Systeme am Fahrzeug angebracht werden müssen, wenn ein Anbaugerät verwendet wird oder wenn der Abstand von der Mitte des Lenkrads zur Fahrzeugfront 3,5 Meter oder mehr beträgt.
Eine geeignete Lösung für diese Vorschriften bietet das Vorbau-Kamera-Monitor-System von Brigade Electronics Deutschland. Es verfügt neuerdings über zusätzliche KI-Funktionen und bietet unter anderem folgende Vorteile – geprüft nach DLG Teil A: AHD-Auflösung, Möglichkeit der aktiven externen Warnung über Ausgangstrigger, eine äußerst robuste Konstruktion sowie eine Waschanlage für den Winterdiensteinsatz. Dieses Paket besteht aus zwei KI-Kameras mit Personenerkennung, einem Kameragehäuse inklusive Halterung, zwei Sieben-Zoll-AHD-Bildschirmen sowie vier Ferritkernen.
Generell steigerten KI-Kameras die Wirksamkeit der aktiven Erkennung des toten Winkels bei Querverkehr in der jüngsten Vergangenheit enorm. Sie lokalisieren und erkennen Personen innerhalb eines vordefinierten Bereichs und warnen den Fahrer rechtzeitig optisch und/oder akustisch, um eine Kollision zu verhindern. Darüber hinaus wird die Wahrscheinlichkeit einer falsch-positiven Warnung erheblich reduziert. Brigade macht es sich seit 1976 zur Aufgabe, mit seinen hochmodernen Sicherheitslösungen für Nutzfahrzeuge Kollisionen zu verhindern und Leben zu retten. Alle Produkte sind nach ISO9001:2015 zertifiziert, und die wichtigsten Produktionsstätten sind nach IATS 16949:2016 zertifiziert.