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5. Photovoltaik-Gemeinschaftsprojekt gegründet

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Georg Huber, der Agenda-21-Referent der Marktgemeinde, begrüßte zahlreiche Interessenten zur Gründungsversammlung einer 5. Photovoltaik-Gemeinschaftsanlage in der Tourist-Info in Waging. Nachdem wegen des großen Interesses noch zusätzliche Stühle organisiert wurden, stellte Peter Weber im ersten Teil des Abends die geplante Anlage vor und berichtete in Grundzügen über allgemein Wissenswertes zur Nutzung der Sonnenenergie für die Stromgewinnung. Anschließend erklärte er die Einzelheiten der geplanten Anlage, welche auf dem Dach des Wertstoffhofes errichtet werden soll.

Peter Weber rechnet bei einer Investitionssumme von rund 4.700 Euro pro Kilowattstunde (kWh) und einem Jahresertrag von 950 bis 1.150 kWh mit einer Amortisationszeit von neun bis elf Jahren. Durch die für 20 Jahre gesetzlich garantierte Einspeisevergütung könne so eine sichere Verzinsung des eingesetzten Kapitals gesichert werden. Die Anlage, so Weber weiter, solle noch möglichst im September ans Netz gehen, um bereits in diesem Jahr noch einen ansehnlichen Ertrag zu erwirtschaften und sich die diesjährige Einspeisevergütung in Höhe von 49 Cent pro kWh zu sichern.

In der Versammlung stellte sich bald heraus, dass auf Grund des großen Interesses die Finanzierung der Gemeinschaftsanlage bereits gesichert ist. Nachdem Georg Huber, Peter Weber und anwesende Photovoltaik-Experten die Fragen der Interessenten beantwortet hatten, ging es im zweiten Teil des Abends um die Details des GbR-Vertrages. Da dieser im Prinzip identisch mit den anderen im Gemeindegebiet bestehenden Verträgen ist, konnten die aufgeworfenen Fragen recht zügig beantwortet werden.

Unter der Wahlleitung von Georg Huber wurden anschließend Peter Weber als Geschäftsführer und Bernhard Fuchs als sein Stellvertreter gewählt. Unter dem Namen "Solarstrom Wertstoffhof Gemeinde Waging GbR" wurde Peter Weber beauftragt, die rechtlichen Schritte für die Gründung der Gesellschaft des bürgerlichen Rechtes einzuleiten und die Errichtung der PV-Anlage in Auftrag zu geben.

Im dritten Teil des Abends wurden dann die von der Vorbereitungsgruppe eingeholten Angebote verglichen und beschlossen, welches der Angebote genommen werden soll. Di wahl fiel auf eine 23,5 kWh große Anlage mit einer Netto-Investitionssumme von rund 110.000 Euro, die je nach Sonnentage pro Jahr zwischen 22.000 und 30.000 kWh umweltfreundlichen Sonnenstrom produzieren kann, was einer jährlichen CO2-Einsparung von etwa 20 Tonnen entspricht. Die Anlage wurde noch am Gründungsabend bestellt. Damit hoffen alle Beteiligten, dass die Module zügig geliefert werden und die Anlage wirklich noch im September montiert werden kann.

Nachdem das Interesse an einer Bürgersolaranlage so groß war, dass gar nicht alle Interessenten beteiligt werden konnten, erklärte sich Weber bereit, eventuell in Kürze eine weitere PV-Gemeinschaftsanlage zu errichten.

Agenda-21-Referent Huber stimmte dem zu und ergänzte, dass es seiner Meinung nach sinnvoll sei, jetzt verstärkt in PV-Anlagen zu investieren, nachdem derzeit die Diskussionen zur Änderung des Energie-Einspeisegesetzes laufen und nicht sicher sei, wie hoch ab 2009 für Neuanlagen die Einspeisevergütung festgelegt wird.

Wer sich an einer neuen Anlage beteiligen möchte, kann sich bereits jetzt bei Peter Weber (Telefon 0171/7515846) oder Georg Huber (Telefon 08681/45180) melden.

Quelle: www.chiemgau-online.de

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