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Weniger Unfälle durch effizienten Winterdienst

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Mehr Verkehrssicherheit und weniger Staus bei winterlichen Straßenverhältnissen können durch so genannte Winterdienst-Management-Systeme (WMS) erreicht werden. Grundlage des Systems sind differenzierte Wetterprognosen, die hauptsächlich mit Hilfe von Glättemeldeanlagen auf Straßen und der Wettervorhersage erstellt werden.
So kann der Einsatz des Winterdienstes laut des Verbandes der Kali- und Salzindustrie (VKS) bereits vor dem Entstehen von Glatteis ausrücken und so dabei helfen, Unfälle zu verhindern. Zudem wird durch die differenzierte Prognose die Zahl der unnötigen Einsätze minimiert. Die Einsatzfahrzeuge sind seltener und bereits vor einem möglichen Verkehrschaos auf der Straße, wodurch der Verkehrsfluss weniger belastet wird. Auch kann die Streudichte der jeweiligen Wetterlage angepasst werden. Der Streustoffverbrauch reduziert sich dadurch um bis zu 20 Prozent.

Bereits seit 2006 wird WMS im Saarland eingesetzt. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Einsatzzeit des Winterdienstes um durchschnittlich rund fünf Prozent gesenkt werden konnte. Bereitschaftsdienste und Kontrolldienste nahmen um jeweils 20 Prozent ab. Durch die Effizienz amortisieren sich die Investitionskosten laut Axel Norkauer, Landesbetrieb für Straßenbau Saarland, nach sechs Jahren.

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