Ein offenes Tor und (fast) leere Maschinenhallen: Der Bauhof Moos wirkt wie ausgestorben, als Betriebsleiter Adrian Kofler gemeinsam mit seinem Stellvertreter Thomas Waibel über das Gelände führt. Aktuell sind die Mitarbeiter damit beschäftigt, Kleingehölze, Staudenbeete und Rosen zurückzuschneiden. Volles Programm für das Team, das in den vergangenen Monaten noch mit den letzten Aufräumarbeiten eines Hochwassers beschäftigt war. Ende August 2025 ist es hier zu einem Starkregen gekommen, bei dem 210 Liter Regen pro m2 gemessen worden sein sollen. Überschwemmungen waren die Folge. „Das Wasser ist hinter unserem Gelände kniehoch aus dem Wald geschossen“, erinnert sich Kofler. Er selbst sei an dem Tag im Urlaub gewesen, habe aber noch schnell auf dem Bauhof vorbeigeschaut, um nach dem Rechten zu sehen. Mit dem einsetzenden Starkregen und der Ausrufung der Notfallstufe wurden zusätzliche Mitarbeiter aus dem Urlaub zurückgeholt, um die Sicherungsarbeiten der Feuerwehr zu verstärken. Kofler zeigt einige Fotos, auf denen das Ausmaß der Überflutung deutlich wird: So ist der Unimog U318 des Betriebs im Einsatz zu sehen, der bis zur Radmitte im Wasser steht. „Ich war echt froh, dass die Maschine das so gut verkraftet hat“, schließt Kofler. Und die Aufräumarbeit der kommunalen Einsatzkräfte ist noch immer sichtbar: Auf dem Bauhof liegen weiterhin einige Trümmerreste, die das Team in den vergangenen Wochen beseitigt hat.
Doch Zeit für eine Verschnaufpause bleibt nicht, denn der Arbeitsplan ist straff organisiert. „Der Großteil meiner Mannschaft ist zurzeit am Lauben“, berichtet der Bauhofleiter. Sämtliches Laub wird mit Blasgeräten zusammengeführt und von einem Gianni Ferrari PG270-Mäher aufgenommen. Bei der Entsorgung kooperiert der Bauhof mit einigen Landwirten vor Ort. Anstatt das Laub auf herkömmlichem Wege zu beseitigen, wird es mit einem Miststreuer auf den Äckern der Region ausgebracht. „Ich kann das gar nicht beziffern, wie viel das ist, aber es sind sind auf jeden Fall etliche Container, für die wir Entsorgungskosten sparen“, so Kofler. In den kommenden Monaten steht auch das Thema Baumschnitt auf dem Programm. „Wir mieten dann für eine Woche eine Hebebühne und schneiden alles, was anfällt.“