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25. Oktober 2017

GrünTour 2017: Kleine Roadshow – großes Technikangebot

GrünTour 2017: Kleine Roadshow – großes Technikangebot

Etesia, Eliet, Pellenc und Tielbürger haben auch in diesem Jahr zu ihrer dreitägigen Veranstaltung rund um das Thema Grünflächenpflege eingeladen. Die Vielfalt an Maschinen wie Mäher, Häcksler oder auch Geräte zur Wildkrautbekämpfung ist beachtlich

Sie zählt von ihrem Umfang her eher zu den kleineren Roadshows: die GrünTour. Doch als die Veranstaltung 2010 vom Hauptakteur Etesia – zusammen mit Pellenc und Eliet – ins Leben gerufen wurden, war es gar nicht die Größe, die für die Ausrichter im Vordergrund stand. „Unser Basiskonzept war es, mit den vertretenden Firmen, eine komplette Offerte im Bereich der Grünflächenpflege anzubieten“, berichtet Jean-François Hoerlé, Verantwortlicher für Marketing bei Etesia – so zusagen als Gegenevent zu den Platzhirschen im Bereich Grünflächenpflege. Genauso wichtig wie das breitgefächerte Angebot sei den Veranstaltern dabei auch immer die Qualität der Produkte gewesen, erklärt Hoerlé weiter. Sieben Jahre später ist die Zahl der festen GrünTour-Ausrichter mit Tielbürger nicht nur auf vier angestiegen. Durch das Einladen von Gastfirmen wächst zudem die dargebotene Produktpalette der Roadshow stetig. Um Kunden in ganz Deutschland ansprechen zu können, gastiert die Veranstaltung jährlich in einem anderen Teil des Bundeslandes. Diesmal wurde die Orte Büren (NRW), Eberstadt (Hessen) sowie Bergrheinfeld (Bayern) angesteuert. Wir haben an der letzten Station der GrünTour, auf dem Sportplatz in Bergrheinfeld, einmal vorbeigeschaut und uns selbst ein Bild von der Geräte- und Maschinenvielfalt gemacht.

Etesia hat sich gleich mit ihrer gesamten Produktpalette für den Profibereich auf dem Rasen positioniert. Dumm nur, dass dieser einen Tag vorher gemäht wurde. Marcel Regenscheit vom Service Marketing sieht es gelassen: „Wir können hier trotzdem gut unsere Moosharke vorführen.“ Aber nicht nur die: Auch der Gestrüppmäher ATTILA AK 88 darf zeigen, was er kann. „Unsere Kernprodukte sind hauptsächlich die Aufsitzmäher, für die sich auch die Besucher hier am stärksten interessieren“, berichtet Hoerlé. Das gelte vor allem auch für den Elektro-Aufsitzrasenmäher BAHIA ELECTRIC, mit einer Schnittbreite von 80 cm – den ersten seiner Art, der auf den Markt gebracht wurde. Das Thema Elektro zieht sich beinahe durch das gesamte Produktportfolio des Unternehmens: angefangen von den handgeführten Rasenmähern mit Elektromotor, bis hin zum Nischenprodukt, der Elektro-Schubkarre DONKY. Eine Neuheit dieser Tage befindet sich dagegen am Aufsitzmäher HYDRO 80 e-connect: Ein neu überarbeitetes Armaturenbrett, das beispielsweise anzeigt, wenn der Fangkorb voll ist oder aber die nächste Wartung ansteht. Der HYDRO 80 e-connect gehört zur neu vernetzten Rasenmäher-Generation, so Hoerlé und erklärt: „Die Telematik an Bord sowie die App ETESIA e-CONNECT ermöglichen es, dem Rasenmäher in Echtzeit zu folgen. Dadurch können die Verwaltung des Maschinenparks optimiert, die Wartungskosten gesenkt und die Wartungsarbeiten erleichtert werden.“ Gleich nebenan hat sich eine Traube von Besuchern um Mischa Beyer, Vertriebsmitarbeiter bei Tielbürger, gebildet. Der Grund: Beyer führt gerade die neue Wildkrautbürste tw50 vor. „Wildkraut ist natürlich immer noch ein brandaktuelles Thema“, weiß der Vertriebsmitarbeiter. Das neue Arbeitsgerät überzeuge vor allem durch seine permanente Arbeitsbreite von 50 cm, den klappbaren Rundumschutz sowie die „kinderleichte Bedienung“. „Außerdem lassen sich die 10 Drahtborsten ohne Werkzeug schnell auswechseln“, so Beyer weiter und demonstriert es den Besuchern auch gleich. Doch nicht nur Wildkrautbekämpfung ist an diesem Vormittag ein Thema am Stand von Tielbürger – vielmehr alle Arbeiten im Bereich Grünflächenpflege rund ums Jahr. So stößt auch das große Programm an Kehrmaschinen mit ihrem vielfältigen Zubehör – wie beispielsweise der Laubsammler oder auch das Räumschild – auf großes Interesse bei den Besuchern, da damit gleichzeitig gekehrt sowie Laub eingesammelt bzw. Schnee geräumt werden kann.

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Häcksler mit Raupenfahrwerk und Akkutechnik kommen bei den Besuchern an

Auf dem Parkplatz am Eingang der Sportstätte fliegen am Stand von Eliet dagegen die Holzschnitzel, bei der Demonstration des Profi-Häckslers SUPER PROF. „Bis auf unser größtes Modell, den MEGA PROF, haben wir unser gesamtes Produktsortiment mit dabei“, freut sich Gabrielle Liebl, Verkaufsleiterin für Deutschland. Besonders ein Charakteristikum mache den Häcksler so interessant für die Besucher: „Es kommen viele, die etwas mit einem Raupenfahrwerk suchen, denn es gibt kaum geländegängige Geräte auf einem solchen.“ Vor allem Vertreter von Bauhöfen, Gemeinden, aber auch ganze Gruppen von Landschaftspflegern hätten sich bereits über die Produkte von Eliet informiert. Neben dem SUPER PROF sei aber auch die Rasenbaumaschine GZC sehr gut angekommen. Mit ihrer Hilfe lassen sich mühelos alle Bearbeitungen, die zur Gartenanlage gehören, in einer einzigen Maschine kombinieren. Ein kleines Stück weiter, bei Pellenc, dreht sich an diesem Vormittag alles um das Thema Akkutechnik. „Manche alten Vorurteile tauchen immer noch auf, aber insgesamt interessieren sich die Besucher sehr für professionelle Akkutechnik“, resümiert Geschäftsführer Laurent Vivés. Einen Hauptgrund für die Skepsis sieht er im Fehlen von entsprechenden Normen, mit denen sich Akkugeräte untereinander vergleichen lassen. „Bei Benzin-Geräten vergleicht man einfach die PS-Zahl“, erklärt der Geschäftsführer. Bei Akkutechnik hingegen würden die einen über Wattzahlen, die anderen wiederum über Volt sprechen. Für Vivés sind es vor allem zwei Kriterien, die den Kunden ein gutes Akkusystem erkennen lassen: die Lebensdauer sowie die Ausgangsleistung der Akkupacks. Beim Produktportfolio von Pellenc seien es vor allem die alltäglichen Geräte der Grünflächenpflege – wie beispielsweise Freischneider, Laubläser, Heckenschere oder auch Rasenmäher –, die die Besucher unbedingt live ausprobieren wollen. Und das am liebsten zusammen mit dem neuen, leistungsstärksten Akku im Profimarkt, dem Pellenc ULiB 1500, berichtet Vivés.

Um den regelmäßigen Besuchern der GrünTour Abwechslung zu bieten, fiel 2015 die Entscheidung, dass jeder der vier Ausrichter ab sofort eine Gastfirma zur Roadshow einladen darf. Für Birchmeier ist es deshalb bereits die dritte Teilnahme. Da sich viele der Besucher Mitte Oktober bereits intensiv in den Winterdienst-Vorbereitungen befinden, gerät ein Produkt – neben der „Accu-Power“-Linie – besonders in den Blickpunkt: das Eco-Icefighter® Backbag. „Wir haben ihn gemeinsam mit Eco Technologies entwickelt“, berichtet Vertriebsleiter Peter Hölzer und fügt hinzu: „Sie haben das Sole- und wir das Sprüh- und Akkutechnik-Know-How.“ Mit dem Solesprüher, ausgestattet mit einer Handlanze und einer speziellen Flachstrahldüse, könne der Anwender sehr genau z.B. bei Treppen und Zuwegungen arbeiten. Durch die Wahl von umweltfreundlicheren Stoffen wie Magnesium- oder Calciumsole, würde besonders bei Einsätzen in Innenstädten insgesamt weniger Wirkstoff ausgebracht und so die Umwelt entlastet. So seien beispielsweise in Krefeld bereits 10 der Eco-Icefighter® Backbags im Einsatz. Für die Produktion des Solesprühers wurden verschiedenste Materialien angepasst und geändert, um eine sehr gute Beständigkeit für diese Spezialanwendung zu erreichen.  Angeboten wird der Eco-IceFighter® Backbag in einer manuellen und einer Akkuversion. Gleich daneben demonstriert David Decker, Vertriebsleiter bei Oeliatec, den Besuchern sein Heißwasserverfahren gegen Wildkraut. Besonders seit der Einsatz von Spritzmitteln verboten wurde, rücke die Unkrautbekämpfung mithilfe von Heißwasser immer mehr in den Fokus. „Das Interesse ist heute bunt gemischt. Die kleinen Kommunen interessieren sich mehr für unsere kleinen Geräte wie den HOËDIC, die größeren Kommunen für unsere größeren Produkte wie unseren Anhänger BELLE ÎLE bis hin zum Elektrofahrzeug MOLLEN“, berichtet Decker. Auch auf der GrünTour begeistert besonders der akkubetriebene MOLLEN Artiflex, der im Fahrbetrieb eine Reichweite von rund 70 Kilometern schafft – bei einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h. Bei Wildkrautarbeiten hält der Akku rund 8 Stunden, kann aber dazwischen auch immer wieder geladen werde, erklärt Decker und fügt stolz hinzu: „Seit der Vorstellung des MOLLEN Artiflex auf der diesjährigen Demopark, haben wir bereits 30 Stück verkauft.“  

Ferngesteuerter Einachser mit hydraulisch verschiebbarer Achse

Zum ersten Mal bei der GrünTour mit dabei ist das Unternehmen Köppl das unter anderem für seine Einachser bekannt ist. „Viele Händler haben heute bei uns vorbeigeschaut, aber auch Straßenmeistereien, Bauhöfe sowie Kommunen und Landschaftsbauer“, erzählt Verkaufsberater Uwe Rühle. Auf große Begeisterung unter den Produkten von Köppl stieß vor allem der GEKKO – der Einachser lässt sich nicht nur per Hand lenken, sondern auch fernsteuern. „Die Maschine hat eine hydraulisch verschiebbare Achse“, berichtet Rühle. Auf diese Weise behalte sie auch in Hanglage stets einen stabilen Stand. Je nach Anbaugerät sei der GEKKO für die vielfältigsten Aufgaben im Bereich der Grünflächenpflege, bis hin zum Winterdienst, einsetzbar. 

Um die 300 Besucher von rund 150 Unternehmen kamen in diesem Jahr zu einem der drei Veranstaltungstagen der GrünTour. Den größten Anteil machten dabei Vertreter aus dem Bereich GaLaBau/Wegepflege aus, gefolgt von Städten und Gemeinden. Wo genau die Roadshow 2018 Halt machen wird, steht derzeit noch nicht fest – es werde aber der Nordosten Deutschlands angestrebt, heißt es vonseiten Etesia. 

Text/Fotos: JG – Redaktion Bauhof-online.de

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