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Zeppelin investiert mehr als zehn Millionen Euro in den Neubau der Niederlassung Hamm

Einer der ältesten Zeppelin Standorte wird erneuert

Für ihn war es nicht das erste Mal: für den Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann der Stadt Hamm. Routiniert stieg er in den Cat Bagger 319DL ein und betätigte die Joystick-Lenkung – so als würde er das jeden Tag machen anstatt sein Amt auszuüben. Gewusst wie, füllte er den Baggerlöffel und vollzog damit symbolisch und in guter Tradition den Spatenstich für den Neubau der Zeppelin Niederlassung Hamm. Direkt neben ihm auf dem 24 000 Quadratmeter großen Gelände am Standort Rhynern waren die Profis der Firma Köster sowie des zum Stricker-Konzern gehörenden Unternehmens Marsch zu Gange, um unter anderen einen Cat Bagger 345CL oder einen Cat Bagger 323DL zu bewegen. Sie müssen die Voraussetzungen für den Neubau schaffen – mit allem was an Tief- und Hochbauarbeiten für die Werkstatt und Waschhalle, Lagerplatz für neue und gebrauchte Baumaschinen der Marke Cat sowie Büros für die rund 50 Mitarbeiter dazugehört.

Zeugen vom Spatenstich durch den OB von Hamm sind die Zeppelin Geschäftsleitung, Mitarbeiter der Niederlassung Hamm sowie der ausführenden Baufirmen.  Foto Zeppelin
Zeugen vom Spatenstich durch den OB von Hamm sind die Zeppelin Geschäftsleitung, Mitarbeiter der Niederlassung Hamm sowie der ausführenden Baufirmen. Foto Zeppelin

Hamm gehört mit Köln, Oberhausen, Paderborn, Neuss und Eschweiler zu den sechs Niederlassungen, welche Zeppelin in Nordrhein-Westfalen unterhält. Das bisherige Gebäude, Baujahr 1963, ist im Lauf von 47 Jahren stark renovierungsbedürftig geworden. Hamm zählt zusammen mit Böblingen zu den ältesten Niederlassungen der Zeppelin Baumaschinen GmbH. So wie Böblingen in den letzten beiden Jahren komplett erneuert wurde, so soll Hamm ebenfalls auf den neusten Stand gebracht werden, weil Anforderungen an technische Anlagen, Brandschutzauflagen sowie energetische Anforderungen steigen und in absehbarer Zukunft nicht mehr erfüllt werden können. Eine Sanierung wäre unrentabel. Darum entschloss sich Zeppelin zum Schritt des Neubaus und investiert mehr als zehn Millionen Euro in den Standort, welcher laut dem Zeppelin Vertriebsdirektor Kay-Achim Ziemann verkehrsgünstig an der A2 liegt. „Damit werden Arbeitsplätze in der Region gesichert“, honorierte der Oberbürgermeister die Standortsicherung.

Seit März sind die Baumaschinen auf dem Gelände im Einsatz, um die Voraussetzungen für den Neubau zu schaffen. Die gepflasterte Fläche, welche zuvor als Lagerplatz diente, wurde entfernt. Das Material wird vor Ort aufbereitet und später wieder eingebaut. Der Abbruch der Waschhalle ist derzeit in Arbeit - die alte Lagerhalle unweit der Werler Straße ist bereits abgebrochen. Hier entsteht ein Stellplatz für Gebrauchtmaschinen. Die Flächen werden versiegelt, damit kein Öl oder sonstige Verunreinigungen ins Grundwasser eindringen können. Verbaut wird Densit, eine sehr strapazierfähige Oberfläche. Damit später Teile der Fläche problemlos saniert werden können, werden keine Dehnfugen eingebaut, so dass einzelne Stellen erneuert werden können, ohne dass der Ausbau der Gesamtfläche erforderlich ist.

Im Herbst dieses Jahres soll der Rohbau fertig sein und mit dem Innenausbau begonnen werden. Ist alles vollbracht, erfolgt Mitte 2012 der Umzug. „Der laufende Geschäftsbetrieb kann während der gesamten Bauphase ungestört aufrechterhalten werden und soll so wenig wie möglich durch die Bauarbeiten in Mitleidenschaft gezogen werden. Unsere Kunden können einen ungestörten Betrieb und einwandfreien Service erwarten, so wie sie es gewohnt sind. Wir können die Baumaßnahmen parallel zum Tagesgeschäft durchführen und in einem Stück durchbauen“, erklärte Kay-Achim Ziemann anlässlich des Spatenstichs. 

Auch für die 50 Mitarbeiter wird einiges getan – sie bekommen einen modernen Arbeitsplatz und genügend Platz. Die Nutzfläche im zweistöckigen Verwaltungsgebäude wächst auf insgesamt 1 250 Quadratmeter an. An der Rückseite der Verwaltung entsteht das 1 600 Quadratmeter große Technikgebäude, was als Einziges unterkellert wird, weil darüber die Öl- und Kraftstoffversorgung der Baumaschinen erfolgt. Die Werkstatt soll drei Reparaturboxen für je zwei Fahrzeuge erhalten, welche nicht nur den Anforderungen eines ISO-Qualitäts-Zertifikats entsprechen, sondern auch den firmeneigenen Standards, die sich durch die Vorgaben des Herstellerpartners Caterpillar für die Contamination Control ergeben. Bei Zeppelin wird ganz besonders auf die Sauberkeit geachtet. Empfindliche Bauteile werden von den Mitarbeitern besonders geschützt, damit keine Schmutzpartikel in die empfindlichen Fluidsysteme eindringen können. „Grundsätzlich verfolgen wir bei jeder Niederlassung das gleiche Konzept – vom Aufbau und der Struktur sind unsere Gebäude ähnlich angeordnet. Trotzdem nehmen wir stets Rücksicht auf die örtlichen Gegebenheiten und Anforderungen“, erklärt Fred Cordes, Zeppelin Vertriebschef für Deutschland. Ähnlich ist es auch bei allen Auflagen hinsichtlich Brand- oder Umweltschutz. Kommen Baumaschinen von ihrem Einsatz auf der Baustelle zurück, haften an ihnen Schmutz, Beton- oder Bitumenreste. Diese müssen entfernt werden, dann das dient nicht nur dem Werterhalt, sondern bei Reparaturen- und Wartungsarbeiten müssen Servicemitarbeiter Fehler oder Schadstellen schnell finden und reparieren können. Weil mit dem Wasser auch Öl- und Schmierstoffe in Verbindung kommen, muss das Wasser aus der Waschhalle gesondert gesammelt werden. Aus diesem Grund werden in Hamm extra große Auffangbecken mit rund 14 000 Liter eingebaut, welche gegen Auftrieb gesichert werden.

„Gemessen an dem Umsatz, den wir erzielen, müssten wir die Werkstatt eigentlich größer bauen. Doch der Trend geht dahin, dass Baumaschinen direkt auf der Baustelle oder in der Kundenwerkstatt gewartet werden. Nur falls wirklich aufwändige Reparaturen anstehen, werden die Baumaschinen in unsere Werkstatt gebracht. Daher wollen wir auch in Zukunft flexibel und mobil bleiben“, führt Andreas Gärmer aus, der das Zeppelin Servicezentrum in Nordrhein-Westfalen leitet und bei der Baumaßnahme die interne Bauleitung vor Ort übernommen hat. Die Option zum Ausbau des Standorts zu einem späteren Zeitpunkt wurde deshalb offen gelassen - die Werkstatthalle lässt sich dank der Modulbauweise noch erweitern.

www.zeppelin-cat.de

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