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Wurotec: Komplettrodungsverfahren im Vergleich

Betriebswirtschaftliche Aspekte beim Gerätekauf

Investitionen für neue GaLaBau-Geräte wollen gut geplant und gerechnet sein – nicht jede Neuerung lohnt sich im täglichen Betrieb. Egal ob es sich um ein Spezialgerät oder ein Anbaugerät handelt, bei den betriebswirtschaftlichen Überlegungen zu einer Neuanschaffung muss vieles berücksichtigt werden, beispielsweise welche laufenden Kosten für Wartung, Verschleiß- oder Ersatzteile auf einen zukommen.

Der wirtschaftliche Nutzen eines neuen Geräts löst sich schnell in Luft auf, wenn es nötig wird, eine Baustelle öfter anzufahren, um es dort hinzubringen und wieder abzuholen. Die Frage, ob mit einer Anschaffung ein erhöhter organisatorischer Aufwand verbunden ist oder vermieden werden kann, wird bei einer Kalkulation häufig vergessen. Natürlich ist ein betriebseigenes Gerät trotzdem häufig besser als der Einsatz von Leihgeräten, da jeder erneute Mietvorgang zusätzliche Kosten mit sich bringt, während beim eigenen Gerät die Rentabilität mit jedem weiteren Einsatz steigt. Zumindest solange die Betriebs- und Wartungskosten nicht allzu hoch sind und diese Vorteile wieder zusammenschrumpfen lassen. So viel zur Theorie.

Betriebswirtschaftlicher Vergleich: Beispiel Komplettrodung von Wurzelstöcken

Leistungserbringung und Baustellenhandling

Die üblichen Geräte, mit der fachgerechte Komplettrodungen durchgeführt werden, sind die Stubbenfräse zur Entfernung des Baumstumpfs und ein Bagger, um die Grob- und Starkwurzeln aus dem Boden zu holen. Bei Einsatz einer betriebseigenen Fräse muss diese zusätzlich zum Bagger an die Baustelle gebracht werden. Wenn Mietfräsen oder Fräsdienste eingesetzt werden, müssen diese organisiert und terminiert werden, was einen erheblichen Aufwand bedeuten kann: Mietfräsen sind oft lange blockiert und Fräsdienste als Subunternehmer erfordern weitere Ortsbegehungen, Kontroll- und Abnahmetermine. Zudem schmälern diese externen Lösungen den Deckungsbeitrag beim durchführenden GaLaBau-Betrieb. Beim Einsatz von Fräsen ist die Rodungsstelle zudem mit einem Schutzvorhang zu sichern, damit aufgeschleuderte Steine, Fräsgut oder Erde nicht auf angrenzenden Straßen oder Grundstücken verteilt werden. Weiterer Aufwand entsteht beim Ausschaufeln und Entsorgen des Erde-Span-Gemischs. Ein Bagger steht zumeist schon auf der Baustelle, gehört zusammen mit einem Baggerlöffel bei vielen GaLaBau-Betrieben zur Grundausstattung und kann deshalb recht unkompliziert eingesetzt werden.

Alternativ kann eine Komplettrodung mit sehr geringem Aufwand mithilfe eines Rodungsmessers durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um ein Baggeranbaugerät, mit dem beide Arbeitsgänge in einem erledigt werden können: sowohl die Entfernung des zentralen Baumstumpfs als auch der Grob- und Starkwurzeln (bis zu 70 % der Gesamtwurzelmasse). Zudem wird beim Absuchen des Bodens nach Wurzelresten mit diesem Gerät der Boden automatisch gelockert, ohne dabei den Ober- und Unterboden zu vermischen. Die Durchführung der Rodungsarbeiten mit dem Rodungsmesser kann also wirtschaftlicher durchgeführt werden und ist gleichzeitig fachlich deutlich höherwertig. Ein Schutzvorhang ist nicht notwendig, da bei diesem Verfahren kein Material aufgeschleudert wird. Arbeiten direkt an Straßen oder Parkplätzen werden so erleichtert. Bei vorhandenem Bagger trägt das Rodungsmesser zur Auslastung des Baggers bei. 

Beim Einsatz eines Rodungsmessers entfallen also die Organisation von Fräsdiensten und die Wartezeit zur weiteren, oft aufwendigen Nachbearbeitung der Frässtelle, wie bspw. die Entfernung verbliebener Wurzeln und die Bodenlockerung. Auch eine Neupflanzung kann sofort durchgeführt werden. All diese Vorteile zusammengenommen, machen die Komplettrodung mit dem Rodungsmesser um ein Vielfaches wirtschaftlicher als mit den herkömmlichen Fräsverfahren, weil völlig neue Arbeitsabläufe und somit deutlich höhere Erträge ermöglicht werden.

Unterhalt: Betriebs- und Wartungskosten

Auch beim Vergleich der laufenden Kosten für Wartung, Verschleiß- oder Ersatzteile kommt das Rodungsmesser gut weg, da keine Teile benötigt werden und das Nachschleifen mit einem handelsüblichen Winkelschleifer erledigt werden kann. Bei einer Stubbenfräse sind regelmäßig neue Fräszähne, Antriebsriemen und andere Verschleißteile erforderlich. Der Kraftstoff- und Ölverbrauch kommt hinzu, dieser ist bei Fräsen häufig höher als bei Baggermotoren, die im Vergleich mit deutlich niedrigeren Drehzahlen arbeiten.

Eine Stimme aus der Praxis

Thorsten Siller von der Tewes-Kampelmann Garten- und Landschaftsbau GmbH in Herne über Preis und Amortisation des Rodungsmessers Wurzelratte: „Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Wurzelratte ist sehr gut, obwohl einem der Anschaffungspreis im ersten Moment ziemlich hoch erscheint.“ Während er bei einem Bagger mit einer Amortisationszeit von ca. 5 bis 6 Jahren rechnet, sollte das bei einem solchen Spezialgerät schneller gehen und innerhalb eines Jahres passieren – und das war auch der Fall: „In dieser Zeit haben wir mit der Wurzelratte etwa 40 bis 50 Rodungen an Baumstümpfen zwischen 20 und 70 cm Durchmesser durchgeführt“, erklärt Siller.

Fazit

Erst mit der Betrachtung aller dieser Faktoren ergibt sich ein Gesamtbild bzw. eine Gesamtrechnung, aus der deutlich hervorgeht, wie hoch der betriebswirtschaftliche Gesamtnutzen einer Neuanschaffung wirklich ist. Eine Schwierigkeit kann es dabei sein, an die dafür notwendigen Informationen zu kommen. Wurotec, der Hersteller des Rodungsmessers Wurzelratte, stellt diese Informationen im Rodungsratgeber zur Verfügung. Darin sind neben fachlichen Informationen zur Wurzelstockrodung auch betriebswirtschaftliche Zahlen enthalten. Der Rodungsratgeber ist bei ausgewählten Baumaschinenfachhändlern erhältlich.

www.wurotec.de

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