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Winterdienst kostete Gera fast eine Million Euro

Schlaglöcher werden geflickt – Geschätzte Schadensumme beläuft sich auf 1,8 Millionen Euro

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Der Frühling kommt mit aller Macht. Die wärmenden Sonnenstrahlen lassen beinahe den langen Winter 2010/11 vergessen. Der stellte den Winterdienst der Otto-Dix-Stadt Gera insbesondere von Ende November bis Anfang Januar mit Dauerschneefällen bis zu einer Höhe von rund 70 Zentimetern vor große Probleme.

Zehn bis zwölf Streufahrzeuge waren in dieser Zeit durchgängig rund um die Uhr im Stadtgebiet im Einsatz. Die dabei entstandenen Kosten belaufen sich auf fast eine Million Euro - doppelt so viel wie im Winterhalbjahr 2009/2010. Insgesamt absolvierten die Streufahrzeuge zwischen November 2010 und Anfang März 2011 auf cirka 150.000 Kilometer und streuten dabei etwa 2.500 Tonnen Salz. Auch dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem durchaus schon kosten- und materialintensiven Vorjahreszeitraum um rund 15 Prozent in Bezug auf den Verbrauch von Streusalz und um etwa 50 Prozent auf die bearbeiteten Streckenkilometer.

Durch die schon Mitte März einsetzende milde Witterung konnten die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes bereits die ersten Schlaglöcher mit Heißmischgut flicken. Aktivitäten gab es bereits auf der Dornaer Straße, der Untermhäuser Straße über Milbitz, Thieschitz bis Köstritzer Weg, auf der B 92 und in Lusan. Ein Instandsetzungsplan des Fachdienstes Tiefbau sieht vor, in den nächsten Wochen die Schlaglöcher in folgenden Straßenzügen vor zu beseitigen: Zwötzen, Thränitz, Collis, Ferberturm, Alt-Bieblach (dort insbesondere die Makarenkostraße), Roschütz–Dorna, Gera-Nord mit Rusitz, Roben, Steinbrücken und Aga.

Auf Grund der Vielzahl der Schäden ist momentan noch nicht abzusehen, wann die Winterschäden auf Geras Straßen beseitigt sein werden. Alle Schäden wurden inzwischen erfasst und werden sukzessive abgearbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Bundes- und Hauptverkehrsstraßen sowie den großen Wohngebieten. Insgesamt wurden für die Beseitigung der bekannten Schäden Aufwendungen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro ermittelt. Die Haushaltslage lässt es im Moment nicht zu, alle Schäden zu beseitigen. In diesem Jahr will die Stadt Gera cirka 620.000 Euro in die Hand nehmen, um Straßen zu erhalten.

So wird im Ortsteil Aga die Straße der Freundschaft am Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Ostthüringen im Hocheinbau rekonstruiert. Die Arbeiten beginnen am 18. April und dauern voraussichtlich zwei Wochen. Außerdem soll die Kreuzung Altenburger-/Bauvereinstraße bis einschließlich Ziegelberg instand gesetzt werden, und auch eine Rekonstruktion des auf cirka 900 Metern stark zerstörten Teilstückes der Ortsverbindungsstraße Wernsdorf in Richtung Gewerbegebiet Hermsdorf ist vorgesehen.

Stadt Gera 

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