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Weltweit einzigartig: Palfinger Ladekran PK 6501 auf allradgetriebenem Mercedes Sprinter

Die Firma Rotox Klärtechnik aus Burg in Schleswig Holstein hat sich ein ganz spezielles Fahrzeug bauen lassen. Die Firma Iglhaut baute einen Mercedes Sprinter mit Doppelkabine zu einem allradgetriebenen geländegängigen Fahrzeug um. Eine zusätzliche dritte Achse machte eine Auflastung von herkömmlich 5 t auf 7,5 t möglich. Den weiteren Um- und Aufbau zum Zweiseitenkipper mit zusätzlichem Palfinger Ladekran PK 6501 übernahm die Firma Querhammer Fahrzeugbau aus Gettorf.

Für die Firma Rotox Klärtechnik ist die Abwasserreinigung seit mehr als 50 Jahren wichtiger Bestandteil des Unternehmens. Das Lieferprogramm umfasst Systeme zur mechanischen und biologischen Abwasserreinigung sowie nicht systemgebundene Belüftungsein-richtungen. Das Unternehmen entwirft, fertigt, montiert und betreut Anlagen für Siedlungen, Dörfer und Gemeinden. Neben der Klärtechnik sind der Bau und die Wartung von Schöpfwerken ein weiteres wichtiges Standbein. Schöpfwerke werden an vielen Standorten entlang der gesamten deutschen Küste benötigt, um Wasser aus unter dem Meeresspiegel liegenden Landstrichen in das offene Meer zu pumpen. Um diese Pumpen und die Schöpfwerke kümmert sich Rolf Horstmann mit seinem Team, zu dem Michael Mewes und Sven Sommer gehören. Ein erster Einsatz mit den neuen Lkw führte das Team nach Habernis an der Geltinger Bucht, ganz oben in Schleswig Holstein. Hier hatte eine Schöpfwerkspumpe nach jahrelangem Dienst die Arbeit eingestellt und musste durch eine neue Hochleistungspumpe ersetzt werden. Die zuführenden Gräben standen randvoll mit Wasser und eine provisorische Tauchpumpe schaffte es nicht, den Wasserstand zu senken.

Rolf Horstmann und sein Team fuhren mit einem Lieferwagen und dem geländegängigen Sprinter über einen Weg mit tiefen Spurrinnen, Schlaglöchern und seitlichen Wällen bis auf den kleinen Deich am Ostseestrand. Auf der Ladefläche lag die neue Pumpe, die, kaum war das Team angekommen, mit dem Kran angehoben wurde, in Position gebracht und eine Zeit lang gehalten wurde. „Der Kran hält das Gewicht ohne auch nur einen Millimeter abzusinken.“ Rolf Horstmann weiß die Kraft des PK 6501 zu schätzen. Der ist mit seinem Eigengewicht von lediglich 754kg und einer maximalen Reichweite von 12,9m zwar nicht der Größte unter den Palfinger Ladekranen, erledigt aber seine Aufgaben mit der gleichen Präzision wie die absoluten Spitzengeräte. Dies war ein wichtiges Kriterium um mit dem Kran nicht nur Material auf- und abzuladen, sondern auch für Montagearbeiten einsetzen zu können.

Präzision war dann gefragt als die Pumpe in den Schacht abgesenkt wurde. Michael Mewes hatte zuvor für die erforderlichen Arbeiten alles vorbereitet und auch das entsprechende Werkzeug bereit gelegt. Nun wurde die Pumpe in den Schacht hinabgelassen und in Position am Flansch gebracht. Millimeterarbeit war gefragt. Mit ruhiger Hand brachte Rolf Horstmann auf Anweisung vom Mann im Schacht die neue Pumpe mit dem PK 6501 so in Stellung, dass Michael Mewes die Schrauben zum Befestigen der Pumpe leicht durch die Schraublöcher stecken konnte. Schnell waren die Muttern auf der anderen Seite aufgeschraubt und die neue Pumpe war eingebaut.

Sven Sommer hatte inzwischen den alten Schaltschrank abgebaut und den neuen für die Montage vorbereitet. In kürzester Zeit war auch das erledigt und Rolf Horstmann, gelernter Elektrotechniker und Maschinenbauer übernahm die Installation der Regeltechnik und den Stromanschluss. Ein Alarmgeber mit einem weit sichtbaren Blinklicht außen am Schaltkasten signalisiert Störungen. „Die sollten nicht vorkommen. Der Pumpentyp hat sich schon mehrfach bewährt und pumpt auch 40 bis 50mm große Partikel ins Meer.“  Vor dem Einlauf zum Pumpenschacht hält ein Gitter Gras, Zweige und Äste sowie andere Dinge zurück. Als alle Arbeiten bei herrlichem Sonnenschein aber steifer Brise erledigt sind, wird der Schalter betätigt. Die Pumpe springt sofort an und in kürzester Zeit senkt sich ganz langsam der Wasserspiegel in den Gräben. Rund 80 Liter in der Sekunde schafft die Pumpe.

Für den Geschäftsführer der Firma Rotox, Karsten Porath, ist die Kombination aus allradgetriebenen Sprinter und Palfinger Kran PK 6501 eine optimale Lösung: „Uns war ein Fahrzeug wichtig, das klein und geländegängig ist. Außerdem sollte es über einen entsprechend leistungsfähigen Kran verfügen. Mit der Kombination Allrad-Sprinter und PK 6501 haben wir ein tolles Arbeitsgerät erhalten.“ Der allradgetriebene dreiachsige Sprinter mit dem Palfinger Ladekran ist weltweit das erste und einzige Fahrzeug in dieser Art und es wurde von der Fa. Querhammer in Gettorf perfekt aufgebaut. Zur vollsten Zufriedenheit von Rotox Klärtechnik.

www.palfinger.de

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