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Wacker Neuson SE verzeichnet bestes Quartal seit mehr als zwei Jahren

Früher Start in die Bausaison begünstigt Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2011 – Erstarkte Ertragskraft – Bisher keine Einschränkung der eigenen Lieferfähigkeit durch Naturkatastrophe in Japan – Anhebung der Prognosen für 2011 und 2012

Die Wacker Neuson SE hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 ihre Umsatz- und Ergebniszahlen sowohl gegenüber dem Vorjahresquartal als auch gegenüber dem vierten Quartal 2010 deutlich verbessern können. Der Konzern nutzt seine sehr gute Finanz- und Vermögenslage im Aufschwung und plant nun, bereits im Jahr 2012 über 1 Milliarde Euro Umsatz zu erzielen.

Sehr gute Geschäfts- und Ertragsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung des Wacker Neuson Konzerns im ersten Quartal 2011 verlief außerordentlich positiv. Der Umsatz stieg um 40,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 211,8 Mio. Euro (Vorjahr: 150,3 Mio. Euro) und lag damit auch über dem starken vierten Quartal 2010 (206,3 Mio. Euro). In Bezug auf den Umsatz verzeichnete der Konzern damit sein bestes Quartal seit über zwei Jahren. „Günstige Wetterbedingungen im Frühjahr führten in unseren Kernregionen Europa und USA zu einem frühen Start in die Bausaison“, erläutert Richard Mayer, Sprecher des Vorstands der Wacker Neuson SE. „Dieser Umstand beflügelte nicht nur den Absatz für Baugeräte (+44 Prozent zum Vorjahresquartal) und für kompakte Baumaschinen (+54 Prozent), sondern auch das Dienstleistungsgeschäft (+19 Prozent). Dabei verzeichnete der Konzern ein überproportionales Ergebniswachstum: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im ersten Quartal auf 25,9 Mio. Euro, was einer EBITDA-Marge von 12,2 Prozent entspricht (Vorjahresquartal: 3,7 Mio. Euro; EBITDA-Marge: 2,4 Prozent), das Periodenergebnis betrug 9,0 Mio. Euro (Vorjahresquartal: -5,7 Mio. Euro). Die Situation in Japan hatte bisher unter anderem aufgrund eigener Bevorratung und  Belieferung zum Teil aus europäischen Zwischenlagern sowie durch die Nutzung schnellerer Versandwege keine negativen Auswirkungen auf den Konzern.

„Nehmen wir das starke erste Quartal 2008 (Umsatz: 228,2 Mio. Euro) als Maßstab für das Niveau vor der Wirtschaftskrise, so lag das erste Quartal 2011 umsatzseitig sogar fast auf diesem hohen Niveau wie vor drei Jahren. Erfreulich ist dabei, dass unsere Bruttoergebnismarge bereits mit dem hohen ‚Vorkrisenniveau’ gleichzog, da wir unsere Fixkosten spürbar reduziert haben – mit steigendem Umsatz im Jahresverlauf wird sich dieser Hebel auf unsere Ertragskraft weiter verstärken“, so Mayer. „Nach der erfolgreichen Einführung von SAP im ersten Quartal 2011 arbeiten wir nun mit weitgehend vereinheitlichten IT-Systemen. Der Schritt, der kommenden Hauptversammlung die Organisation der Wacker Neuson SE in eine Holding-Struktur vorzuschlagen, wird uns nach erfolgter Umsetzung dieser Struktur noch effizienter werden lassen“, erläutert Mayer weiter.

Nutzung der sehr guten Finanz- und Vermögenslage im Aufschwung

Die Finanz- und Vermögenslage des Wacker Neuson Konzerns ist mit einer Eigenkapitalquote vor Minderheiten von 76,1 Prozent weiter sehr gut. Die Nettoverschuldung belief sich zum Quartalsstichtag auf 41,8 Mio. Euro (31. Dezember 2010: 13,7 Mio. Euro). „Wir nutzen derzeit die Finanzstärke, die wir uns in den Vorjahren aufgrund der Unsicherheiten an den Kreditmärkten gesichert hatten. Um den erhöhten Kapitalbedarf zur Finanzierung des Working Capital und unserer Investitionsvorhaben zu decken, verfügen wir aufgrund unserer sehr guten Bilanzstruktur über ausreichenden Finanzspielraum. “, erläutert Günther Binder, Finanzvorstand der Wacker Neuson SE. „Nach der Fertigstellung des neuen Werkes für Bagger, Dumper und Kompaktlader in Österreich haben wir dann genügend Kapazitäten, um unsere ehrgeizigen Wachstumsziele über 2012 hinaus zu erreichen,“ erklärt Binder.

Höchste Auftragseingänge für Maschinen der Landwirtschaft

Wesentlich zu dem Umsatzsprung im Vergleich zum Vorjahr trug die anhaltend hohe Nachfrage nach Baugeräten in den USA bei; zudem verstärkten große Vermietketten ihre Investitionen. „Da sich der Aufschwung nach der Krise zuerst im Bereich der Baugeräte gezeigt hatte, werten wir es als gutes Zeichen, dass die Nachfrage hier nicht nur kurzfristig, sondern nachhaltig hoch ist“, so Mayer.

Der Konzern vertreibt kompakte Baumaschinen verstärkt auch außerhalb Europas über sein eigenes Vertriebsnetzwerk und nutzt so bestehende Vertriebssynergien. Erfreulich entwickelt sich die Nachfrage nach kompakten Baumaschinen z.B. in Frankreich, Schweden, Polen, Tschechien, Südafrika und Brasilien. Weiter positiv entwickelte sich auch der kumulierte Auftragseingang für die Bau- und Landwirtschaft: Im Vorjahresvergleich erreichte er zum 31. März 2011 ein Plus von über 40 Prozent. Mit der Verbesserung der Zuliefersituation normalisierte sich der Auftragsbestand kompakter Maschinen für die Bau- und Landwirtschaft erwartungsgemäß und lag zum Bilanzstichtag nur noch um rund 140 Prozent über dem Vorjahr (31. Dezember 2010: +350 Prozent). 

Besonders stark stieg der kumulierte Auftragseingang im ersten Quartal mit einem Plus von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal im Bereich Landwirtschaft. Bei der Nachfrage nach den attraktiven und innovativen Agrarmaschinen der Marke Weidemann, die vornehmlich für effizienteres Arbeiten auf den Höfen eingesetzt werden, kommt dem Konzern die verbesserte Einkommenssituation für Landwirte zugute.

Anhebung der Prognose – Erreichen des „Vorkrisenniveaus“ ein Jahr früher

Der Wacker Neuson Konzern erhöht vor dem Hintergrund des starken ersten Quartals 2011 und weiter positiver Geschäftsaussichten seine Umsatz- und Ergebnisprognose und geht für das Gesamtjahr 2011 nun von einem Umsatz von 880 bis 920 Mio. Euro (entsprechend einem Umsatzwachstum um 16 bis 21 Prozent) und von einer EBITDA-Marge zwischen 12 und 13 Prozent aus. Bisher war der Konzern von einem Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr von mindestens 15 Prozent bzw. einem Umsatz von mindestens 870 Mio. Euro (Vorjahr: 757,9 Mio. Euro) und dem Erreichen einer EBITDA-Marge von mindestens 12 Prozent (Vorjahr: 10,3 Prozent) ausgegangen. 

Mit dem Übertreffen des Umsatzniveaus vor der Krise – als fusioniertes Unternehmen erzielte Wacker Neuson 2007 einen Pro-forma-Umsatz von rund 1 Mrd. Euro – rechnet der Konzern aus heutiger Sicht bei anhaltend positiver Marktentwicklung bereits im Jahr 2012 und damit ein Jahr früher als ursprünglich erwartet. Gleichzeitig soll sich die Ertragslage auf eine EBITDA-Marge von 15 Prozent weiter verbessern.

Zahlentabelle: Wacker Neuson Konzern1

in Mio. Euro

Q1/2011

 

Q1/2010

 

Q4/2010

 

 

Umsatz

211,8

150,3

206,3

EBITDA

25,9

3,7

22,1

EBITDA-Marge in %

12,2

2,4

10,7

EBIT

14,9

-5,9

11,4

EBIT-Marge in %

7,1

-3,9

5,5

Konzernergebnis

9,0

-5,7

8,6

1 Alle Angaben inklusive der Effekte aus der Kaufpreisallokation, rundungsbedingte Differenzen möglich

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