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Verfüllte Kunstrasenplätze: eine saubere Sache mit der Terra Clean von Wiedenmann

Macht Kunstrasen glücklich? Manchem Betreiber und Nutzer ist der Spaß vergangen, seit Umweltschützer das Verfüllmaterial infrage stellen. Experten sind sich einig: Eine regelmäßige Tiefenreinigung vermag das Problem zwar nicht lösen, darf aber als derzeit wohl bester Beitrag zum Umweltschutz gelten.

Darauf weist auch der Hersteller von Rasenpflegegeräten Wiedenmann hin. Seit 13 Jahren entwickeln die Schwaben Lösungen speziell für Kunstrasen. In Verruf geraten sind insbesondere verfüllte Plätze, die den Großteil ausmachen. Ihre Bezeichnung verweist auf das Einstreugranulat zwischen den Rasenfasern: Einerseits dienen die Kunststoffkrümel zum Kraftabbau beim Bespielen, andererseits stützten und schützten sie die einzelnen Rasenhalme. Famos ist die Wechselwirkung, denn die Einstreu hält die Halme in Position, und diese wiederum die Einstreu auf dem Platz.

Problem entsteht durch Erosion

Wenn nur Abrieb und Verwitterung nicht wären: Durch die Zersetzung splitten sich feine Partikel ab, die als Mikroplastik zurecht in Verruf geraten sind. Diese müssen runter vom Platz, bevor sie Wind und Regen in die Natur austragen, heißt es allerorten. Pikant dabei: Gerade das meist verwendete SBR-Granulat besteht aus geschredderten Altreifen. Ihr Abrieb gilt Verkehrsexperten zufolge als eine Hauptquelle der Feinstaubbelastung in den Städten.

Nur vergleichsweise wenige Plätze sind hochflorig angelegt, und kommen deshalb ohne Granulat aus. Alternative Ansätze gibt es kaum. Vereinzelt wird mit Kork experimentiert, doch das derzeitige Anbauvolumen vermag den Bedarf bei Weitem nicht zu decken. In Spielfeldern der dritten Generation wird zwar Sand zugemischt, doch nur als Minorität. Zudem sollen sich die Bespielbarkeit und Haltbarkeit der Plätze nicht verschlechtern – ein schwieriges Feld. „Das bislang verwendete Granulat ist aus technischer Sicht nicht zu beanstanden“, sagt Volker Zippel, Rasenspezialist bei Wiedenmann. „Wir haben uns deshalb zum Ziel gesetzt, das Problem durch Reinigung anzugehen.“


Zyklonfilter nehmen Feinstaupartikel auf

Zippel verweist dabei auf die Zyklonfiltertechnologie. Sie ist der ganze Stolz der Firma, die seit 1964 Pflegemaschinen entwickelt, und damit weltweit im Spitzenfeld der jeweiligen Branchen liegt.

Bei der Reinigungsmaschine Terra Clean 160 C kommen die Filter erstmals zum Einsatz. „C steht für Cyclone“, sagt Zippel. Gleich drei dieser Fliehkraftsysteme habe man pro Maschine verbaut. Damit werde eine Filterleistung erreicht, die bislang nicht möglich schien. Stäube bis zu einer Korngröße von zehn Mikrometern holt die Maschine aus dem Rasenflor. „Weit feiner als der Durchmesser eines menschlichen Haars.“ Wiedenmann hat sie explizit zur Intensivreinigung von verfülltem Kunstrasen entwickelt. Schmutz und Einstreu werden zuverlässig aufgenommen, über Siebstufen geleitet und voneinander separiert: Das wertvolle, grobe Füllmaterial trägt die Maschine wieder gleichmäßig in den Rasenflor ein. Im Auffangbehälter bleibt nichts als „reiner“ Abfall zurück. Werde dieser fachgerecht entsorgt, so sei der Forderung nach Naturschutz Rechnung getragen, unterstreicht Zippel.

Entsorgung beruhigt Umweltschützer

Die Maschine ist in mehreren Varianten erhältlich, wird aber meist mit dem vorhandenen Traktor an der Zapfwelle betrieben. Zyklonfilter sind jedoch noch in anderer Hinsicht vorteilhaft: Im Gegensatz zu den marktüblichen Papier- oder Textilfiltern verstopfen sie nicht, sodass nicht nur die Reinigungsleistung der Maschine konstant bleibt, sondern auch entsprechende Folgekosten entfallen. Die Platzreinigung ist damit auch bei taufeuchter Witterung möglich – mithin etwa am Tagesrand, wenn die Plätze ohnehin kaum genutzt werden. So sprechen allein schon betriebswirtschaftliche Überlegungen dafür.

Dass Kunstrasenplätze grundsätzlich nicht ohne Reinigung auskommen, sollte klar sein: Zu leicht setzt sich die Oberfläche mit Kleingeteil wie Laub, Zweigen, Zigarettenkippen, Papierschnipseln und dergleichen zu. Auch Kronkorken, verlorener Schmuck und andere Metallteilchen verhaken sich schnell im Faserdickicht und bilden Verletzungspunkte. Nicht zuletzt verlagert sich die Einstreu fortwährend, bildet Verdichtungen oder schafft Kahlstellen, wenn Areale mit Rasenfasern freigelegt werden. Es gilt: Ein sauberer Platz ist ein Wert an sich, und erhält diesen.

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