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Umzug statt Kahlschlag: Unterschleißheim pflanzt zwölf Großbäume um

Dank Umpflanzung von zwölf Großbäumen, allesamt verpflanzt mit der Rundspatenmaschine Optimal 3000 der Firma Opitz, bietet die Stadt Unterschleißheim bei München auf ihrem Waldfriedhof jetzt auch Baumbestattungen an.

 


Warum sollte man alten Bäumen, die öffentlichen Bauvorhaben weichen müssen, nicht eine zweite Chance auf dem städtischen Friedhof geben? Diese Idee von Andreas Schmidt, dem Leiter des Sachgebietes Grünplanung, Umwelt und Energie der Stadt Unterschleißheim, mit knapp 30.000 Einwohnern die größte Kommune im gesamten Landkreis München, könnte auch in anderen Städten Deutschlands Schule machen. "Wo immer es Sinn macht, versuchen wir alte Bäume in der Stadt, die unterschiedlichen Baumaßnahmen im Wege stehen, nicht zu fällen, sondern zu verpflanzen," so Schmidt. Seit 2013 wurden 12 ansehnliche Großbäume, die bei der Erweiterung der Mittelschule, des Gymnasiums, eines Gewerbebetriebes und beim Bau von Tiefgaragen einer Wohnungsbaugesellschaft weichen mussten, in das neu geschaffene Areal auf dem Waldfriedhof gepflanzt. 

Die stattlichen Bäume, darunter vier Linden, drei Ahorn, Hainbuche, Esche, Kirsche, Platane und Tulpenbaum, weisen zum Teil Stammumfänge von mehr als einem Meter auf. Neun von ihnen werden jetzt als sogenannte Bestattungsbäume genutzt. Pro Baum können bis zu 32 Urnen bestattet werden. Die Urnen bestehen aus biologisch abbaubaren Gefäßen. So kann sich die Asche des Verstorbenen auf ganz natürliche Weise mit dem Baumumfeld verbinden. An einer von einem Kunstschmied hergestellten Stele können die Namenstafeln der Verstorbenen angebracht werden. Um diese Form der Naturbestattung nicht zu stören, wird auf weiteren Grabschmuck verzichtet. Wie auch sonst üblich wird das Grabrecht für einen Zeitraum von sieben Jahren vergeben und kann im Anschluss erneut verlängert werden. Am 22. Juni 2016 wurde der neue Friedhain auf dem Waldfriedhof Unterschleißheim mit ökumenischer Segnung und musikalischer Umrahmung offiziell eingeweiht.

Vor der Verpflanzung wurden die Bäume von Dr. Bernd Küster, Mitarbeiter der Firma Opitz Großbaumverpflanzung, und von Andreas Schmidt begutachtet und auf ihre Verpflanzwürdigkeit geprüft. Die Umpflanzung erfolgte mit der größten Optimal Rundspatenmaschine für Ballendurchmesser mit drei Meter. Als Nachversorgung wurde eine sogenannte Rehabilitationszone rund um den Wurzelballen angelegt, der Boden mit Substrat verbessert, Wasser- und Nährstoffspeicher sowie eine Mykorrhiza-Impfung eingebracht. Vierbock bzw. Seilverankerung, Stammschutz, Kronenschnitt, Verkrustungsschutz, das Anlegen und Einschlämmen des großen Gießrandes gehören zum Leistungsumfang der Europa weit tätigen Spezialfirma für Großbaumverpflanzung aus dem mittelfränkischen Heideck.

Andreas Schmidt geht davon aus, dass das natürliche Bestattungskonzept von der Bevölkerung angenommen wird und der Baumhain auf dem Waldfriedhof in Unterschleißheim künftig weiter wachsen sollte. Zudem ist er sich sicher, dass die ausgewählten Großbäume alle anwachsen werden. Schließlich habe er bereits vor Jahrzehnten in Nürnberg als Auszubildender im Garten- und Landschaftsbau die Verpflanzung mehrerer Großbäume durch die Firma Opitz verfolgt: "Sie wachsen und gedeihen heute alle noch!"

Für weitere Infromationen besuchen Sie uns auf der Messe GaLaBau in Nürnberg oder auf http://www.opitz-international.de/home/

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