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Traktor-Konzern Deere mit Bremsspur: Finanzkrise - Agrarboom vorbei

Der weltgrößte Forst- und Landmaschinenhersteller Deere & Co. steuert nach einem Ergebniseinbruch unsicheren Zeiten entgegen. Angesichts der weltweiten wirtschaftlichen Talfahrt werde der Gewinn im laufenden Geschäftsjahr 2009 (31. Oktober) deutlich sinken, warnte der US-Konzern am Mittwoch. Nach der Krise im Bau- und Forstgeschäft verliert auch die zuletzt florierende Landmaschinen-Sparte wegen der wieder gesunkenen Agrarpreise an Schwung. Die Aktie gab vorbörslich um rund 7 Prozent nach. 

Im Ende Oktober abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal fiel der Überschuss belastet von höheren Kosten etwa für eine Werksschließung um 18 Prozent auf 345 Millionen Dollar (267 Mio Euro). Der Umsatz kletterte dagegen auch wegen höherer Preise um 21 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar, wie Deere am Sitz in Moline (Illinois) mitteilte. Das Geschäft außerhalb Nordamerikas wuchs unter anderem wegen des schwachen�Dollars mehr als doppelt so stark wie auf dem Heimatmarkt.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Deere im Kerngeschäft mit Maschinen und Fahrzeugen auch wegen negativer Währungseffekte stagnierende Einnahmen. Zuletzt erreichte der gesamte Jahresumsatz des Konzerns rund 28,4 Milliarden Dollar. Der Jahresüberschuss werde bei 1,9 Milliarden Dollar liegen und damit etwa 7,5 Prozent unter dem jüngsten�Rekordgewinn von knapp 2,1 Milliarden Dollar. Eine genaue Prognose sei wegen der Marktturbulenzen schwierig, sagte Konzernchef Robert Lane.

Erst Anfang September hatte Deere angekündigt, sein europäisches Technologie- und Innovationszentrum in Kaiserslautern einzurichten. Die europäische Konzern-Zentrale hat ihren Sitz in Mannheim. (DP)

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