Seit dieser Woche sind die Mitarbeiter des Bauhofs an der Hallenburg beschäftigt. Steine und Geröll werden abgetragen. Im nächsten Jahr soll die eingestürzte Steinmauer wieder aufgebaut werdenHallenburg. Doch der Zahn der Zeit nagt an dem alten Gemäuer und die Witterung macht dem Berg rings herum schwer zu schaffen.
In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts hat es einen massiven Felssturz gegeben, erzählt Matthias Holland-Nell, Bauamtsleiter der Stadt Steinbach-Hallenberg. Zum Schutz vor herabfallenden Steinen wurden später Palisaden errichtet. "Die sind inzwischen 15 Jahre alt", sagt der Steinbach-Hallenberger Bürgermeister Christian Endter. Hinter den Sperren sammeln sich seit Jahren Steine und Geröll, die durch natürliche Verwitterung oder Forstarbeiten herabfallen. Eine Beräumung wurde daher dringend notwendig. Um mit schmaler Technik an die Gefahrenstelle heranfahren zu können, musste ein neuer Weg angelegt werden, berichtet der Bürgermeister der Stadt.
Keine Routinearbeit
Abschnittsweise wird das Geröll nun abgetragen. Mitarbeiter vom örtlichen Bauhof sind seit dieser Woche am Werk. "Diese Aufgabe zählt nicht unbedingt zu der Routinearbeit der Mitarbeiter des Bauhofes", beschreibt Bürgermeister Christian Endter das Vorgehen. Die Männer arbeiten dabei mit einem Seil gesichert am Hang.
Im Vorfeld wurde der Serpentinenweg zur Hallenburg gesperrt und ein Sicherheitszaun aufgestellt, damit abstürzende Steine nicht bis an die Bebauung rollen, erklärt Bauamtsleiter Holland-Nell. Er koordiniert die anlaufenden Sicherungs- und Erhaltungsarbeiten an dem Wahrzeichen der Stadt.
Im Frühjahr ist ein Stück der Steinmauer eingefallen. Obwohl das Baugerüst bereits aufgestellt wurde, erfolgt der Wiederaufbau erst im kommenden Jahr - ebenfalls durch die Mitarbeiter des Bauhofs. "Vergeben wir den Auftrag an eine Firma, würden Kosten in Höhe von mehr als 40 000 Euro auf die Stadt zukommen", erklärt Holland-Nell. Sind alle Vorbereitungen abgeschlossen, wird nächstes Jahr ein Aufzug zu Hilfe genommen, um an alter Stelle eine Steinmauer aufzubauen.
Schon einmal wurde intensiv an der Hallenburg gearbeitet. Nach der Wende investierte Denkmalmittel sollten Ruine und Berghang erhalten. Danach wurde es ruhiger um die denkmalgeschützte Burg.
"Zweimal im Jahr werden die Sicherungsmaßnahmen kontrolliert und zudem im Frühjahr lose Gesteinsbrocken abgetragen." Dies geschehe in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein. Die Männer arbeiten mit Spezialausrüstung und seilen sich am Hang ab, erläutert der Bauamtsleiter.