Top-News Arbeitsbühnen

Teupen: „Wir müssen im Bedarfsfall sofort handeln“

Lkw-Hubarbeitsbühnen mit automatischer Abstützregelung für Straßenmeistereien

Die Budgets der öffentlichen Hand sind eng begrenzt. Trotzdem müssen aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht Aufgaben in luftiger Höhe wahrgenommen werden. Wie es das Land Brandenburg geschafft hat, seine Straßenmeistereien mit technisch hochwertigen Hubarbeitsbühnen auszurüsten, die die geforderte Arbeitshöhe von ca. 25 m erreichen, zeigt der folgende Beitrag. Die notwendigen Baumarbeiten können heute ohne jeglichen Zeitverzug ausgeführt werden. 

Das Straßennetz im Land Brandenburg umfasst insgesamt fast 9 500 km. Diese werden vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg betreut. Dazu zählen 790 km Autobahn, 2 810 km Bundesstraßen sowie rund 5 807 km Landesstraßen. Dafür sind sieben Niederlassungen zuständig, der wiederum jeweils vier bis sieben Straßenmeistereien unterstellt sind. „Unsere Aufgaben umfassen grundsätzlich die Straßenunterhaltung, Instandsetzung und Verwaltung des Straßennetzes“, erläutert Gunther Otto, Kfz-Sachbearbeiter der Niederlassung Eberswalde, das Aufgabengebiet. Vor gut zwei Jahren war er verantwortlich für die Ausschreibung von Hubarbeitsbühnen für alle sieben Straßenmeistereien, da immer mehr Baumarbeiten in großen Höhen anfielen. „Die alten Anhängerbühnen gingen lediglich nur bis 12 m, das war nicht ausreichend. Das war auf Dauer kein haltbarer Zustand.“ 

Bereits in der Ausschreibung wurden die beiden wichtigsten Kriterien eindeutig formuliert: Die Lkw-Arbeitsbühne sollte eine Arbeitshöhe von ca. 25 m erreichen bei gleichzeitig geringer Abstützbreite, damit einem wirkungsvollen Einsatz auf den Straßen und Alleen in Brandenburg nichts mehr im Wege steht. Qualität und Service haben von Anfang an gestimmt, so dass mittlerweile sieben Hubarbeitsbühnen in den beiden letzten Jahren angeschafft worden sind. Die Modellreihe hyLIFT Euro B 25 T des Gronauer Unternehmens B. Teupen Maschinenbau GmbH aus Gronau beweist seine Stärke. Sie sind auf einem Mercedes-Benz Sprinter 311 CD aufgebaut. Bei einem Gesamtgewicht von knapp 3,5 t und einer Arbeitshöhe bis 25 m können sie mit dem Führerschein Euro B gefahren werden. 

Das Aufgabengebiet der Straßenmeistereien ist vielfältig. Es reicht von kleineren Reparaturarbeiten, dem Unterhalt von Ampelanlagen, der Pflege des Randstreifenbereichs bis hin zum Winter- und Gründienst. „Unsere Mitarbeiter müssen die vielfältigsten Aufgaben beherrschen“, erzählt Gunther Otto. „Sie haben alle eine Zusatzausbildung zum Straßenwärter.“ 

Viele alte Alleen

Der Baumbestand in Brandenburg ist sehr hoch. Dieser so genannte Grüne Bereich muss regelmäßig gewartet und auch für das Lichtraumprofil in Höhe von 4,50 m gesorgt werden, so dass beispielsweise ein Doppeldecker-Autotransporter unter den Bäumen schadensfrei fahren kann. „Wir haben sehr viele alte Alleen. Allein in der Straßenmeisterei Altlüdersdorf müssen wir um die 15 000 Bäume im Blick haben, dafür sind nur zwei Mitarbeiter zuständig.“ Sie entscheiden bei Bedarf sofort an Ort und Stelle, ob ein Baum gefällt oder lediglich totes Holz entfernt werden muss. Nach einem Sturm oder einem Gewitter wird der komplette Baumbestand gesichtet und beispielsweise abgebrochene Äste beseitigt. „Rund 20 % unserer Arbeitszeit dreht sich rund um die Baumarbeit; die Verkehrssicherungspflicht hat bei uns oberste Priorität“, betont Reinhard Liese, Leiter der Straßenmeisterei Altlüdersdorf. 

Die Höhe der Bäume liegt je nach Art und Alter bei 20 bis 28 m. Der Baumbestand kann bis zu 100 Jahre alt sein. Es überwiegen Eschen und Eichen. „Pappeln haben wir in den letzten Jahre fast vollständig entfernt“, so Reinhard Liese. „Wir arbeiten überwiegend punktuell und reagieren wie die Feuerwehr auf plötzlich auftretende Schäden. Der übliche Grünschnitt wird nach einer öffentlichen Ausschreibung vergeben!“ 

Einsatz im laufenden Verkehr

Früher kamen im laufenden Verkehr Anhängerbühnen zum Einsatz, die lediglich bis 12 m in der Höhe ausgefahren werden konnten. Ihre Abstützung musste seitlich herausgezogen werden und ragte über die Fahrbahnmitte. „So mussten wir kurzfristig immer eine zusätzliche Ampelschaltung installieren, die natürlich den fließenden Verkehr behinderte. Wir gehören zum Randgebiet Berlins. Da sich Gewitter und Stürme und damit abknickende Äste nicht unbedingt an verkehrsarme Zeiten halten, kam es im Berufsverkehr manches Mal zu einem Verkehrschaos!“ 

Die finanziellen Mittel des Landesbetriebes waren darüber hinaus begrenzt. „Wir mussten Geld sparen und wollten auf Dauer nicht jedes Mal eine Fremdfirma einschalten, wenn ein Ast über 12 m entfernt werden musste“, macht Gunther Otto klar. „Da alle Straßenmeistereien in Brandenburg über eine Vielzahl von Alleen verfügen, haben wir erst einmal eine Lkw-Hubarbeitsbühne ausgeschrieben, mit der wir Erfahrungen sammeln wollten. Die Hauptkriterien waren dabei die Arbeitshöhe von ca. 25 m und eine möglichst geringe Abstützbreite. Darüber hinaus sollten Qualität und Service stimmen.“ 

Die Entscheidung fiel auf ein Vorführmodell der kompakten Lkw-Hubarbeitsbühne der Baureihe Euro B 25 T. Die Resonanz auf die Hubarbeitsbühne war so positiv, dass auch aufgrund des konkreten Bedarfs in allen Straßenmeistereien innerhalb von zwei Jahren insgesamt sieben Geräte angeschafft worden sind. 

Sicheres Arbeiten in der Höhe

Diese Hubarbeitsbühne, die in der Kategorie bis 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht im letzten Jahr auch offiziell als 'Bühne des Jahres' ausgezeichnet wurde, setzt neue Leistungsmaßstäbe. So ermöglicht die im Korb und an der Bodenstation installierte Proportional-Steuerung (Fuzzy-Technologie) äußert sanfte Bewegungen. Dies ist bei der Annäherung an ein Höhenobjekt von großer Bedeutung. Viel Wert wurde bei der Konstruktion auf die Korbanlenkung gelegt. Dabei hat der Bediener auf dem Weg nach oben – über das Schaltpult hinweg – das Höhenziel immer im Blickfeld und nicht im Rücken. Die Einsatzmöglichkeiten können damit noch entscheidend gesteigert werden, in dem man durch Drehen des Korbes die Arbeitsbreite von 1,20 m auf 0,80 m verringert. 

Auch das Abstützsystem ist neu überdacht und entwickelt. Dadurch ist ein spannungsfreies Aufstellen der Hubarbeitsbühne sicher gestellt. Die Stützen befinden sich nun vor der Hinterachse. Somit wird ein Abfahren der hinteren Stützen beim Rangieren verhindert. Mit einer Abstützbreite von lediglich 2,98 m wird sie den Anforderungen des Landesbetriebes Straßenwesen in Brandenburg gerecht. „Während wir früher die Abstützung manuell bei jedem Baum herausfahren mussten, geht heute alles automatisch. Das spart uns natürlich sehr viel Zeit ein“, bilanziert Gunther Otto. 

Komplettiert wird das Sicherheitspaket der Euro B-Serie durch die Verarbeitung von ultraleichtem Hochleistungsaluminium. Dadurch können die Teleskope in trapezförmigen Querschnitten gearbeitet werden. Bedingt dadurch sind alle Stabilitätsklassen nicht nur erreicht, sondern weit übertroffen. So konnten trotz des eng begrenzten Gewichts- und Kostenrahmens die entscheidenden Meter an Höhe gewonnen werden. Die Hubarbeitsbühne kann seitlich auf maximal 11,00 m ausgefahren werden. Bei einer maximalen Korblast von 200 kg können zwei Mitarbeiter sicher im Arbeitskorb arbeiten.  

Qualität und Service im Fokus

„Wir wollten in ein hochwertiges Produkt investieren, das wir den Straßenmeistereien zur Verfügung stellen“, bestätigt Gunther Otto. „Sollte es allerdings einmal zu Problemen kommen, war ein Teil unserer Ausschreibung ein 24 h Service vor Ort. Wir können es uns nicht leisten, die Geräte unbenutzt wochenlang stehen zu lassen.“ Aber auch dies wird durch Teupen gewährleistet. Bei Problemen oder Einweisungen, die bei Bedarf auch wiederholt werden, steht ein Mitarbeiter sofort zur Verfügung. 

„Es handelt sich um ein komplexes technisches Gerät. In ihm ist viel Intelligenz verbaut“, so Gunther Otto. „Mit diesen Lkw-Arbeitsbühnen haben wir trotz des begrenzten Budgets unser Ziel erreicht, jeder Straßenmeisterei der Niederlassung Eberswalde eine Hubarbeitsbühne zur Verfügung zu stellen, die sicher nach dem neuesten Stand der Technik in der Höhe arbeitet!“
 

Weitere Informationen erhalten Sie bei:               Mehr Informationen zum Anwender unter:           

B. Teupen Maschinenbau GmbH                                   Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.ls.brandenburg.de

Marie-Curie-Str. 13

D - 48599 Gronau 

Fon: +49 (0) 25 62/ 81 61 0

Fax: +49 (0) 25 62/ 81 61 888 

Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.teupen.info

Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailmail(at)teupen.info

Nach oben
facebook youtube twitter Instagram rss