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SYN TRAC: Einzigartiges Räumsystem überzeugt Eidgenossen

Mit einem in Europa bis dato völlig unbekannten Räumverfahren macht das Gespann SYN TRAC und Snowkill auf den Autobahnen der französischen Schweiz auf sich aufmerksam. Das Ganzjahresfahrzeug überzeugt erstmals auch Eidgenossen von seiner Wirtschaftlichkeit. Siera, ein wirtschaftliches Unternehmen in öffentlicher Hand, versteht sich beim Thema Innovationen und arbeitseffiziente Vorrichtungen als Vorreiter. Als Autobahnmeisterei betreut das Unternehmen 300 km Autobahn und sorgt im Winter & Sommer bei jeder Witterung für freie Fahrt.  

Am Genfer See herrscht ein spezielles Mikroklima, das für großes Schneeaufkommen sorgt. Die Strecke umfasst unter anderem das sehr stark frequentierte Gebiet zwischen Lausanne und Genf. Die hohe Verkehrsdichte dort erfordert effiziente Arbeitseinsätze. Aufgrund seiner Spezifikationen liefern SYN TRAC und Snowkill ein gut geeignetes Gesamtkonzept, um in kürzester Zeit und während laufendem Autobahnbetrieb für freie Fahrbahnen zu sorgen. Konkret fährt der SYN TRAC dabei auf die zweite Spur der Autobahn, an der Front einen Pflug mit sechs Meter Räumbreite, am Heck den Snowkill, eine Kombination aus Streugerät uns Sechs-Meter-Pflug, angekoppelt.  

Der Snowkill wird in Hundeganglenkung rechts vom Zugfahrzeug ausgeschwenkt und räumt und streut so die erste Spur. In dieser Konstellation ergibt sich damit eine Räumbreite von ca. zwölf Metern, die zweispurige Fahrbahn wird innerhalb eines Arbeitsschrittes befahrbar. Das Anbaugerät Snowkill ist ein Prototyp, der zukünftig eine effiziente Lösung darstellen und großflächig eingesetzt werden soll. In der Schweiz werden für ähnliche Arbeiten üblicherweise vor allem Lkw verwendet.  

Stabilität aufgrund hydropneumatischer Federung 

Der SYN TRAC liefert dem Fahrer perfekte Sichtverhältnisse auf alle Anbaugeräte, stellt agiles Wenden sicher und sorgt für die nötige Stabilität aufgrund der hydropneumatischen Federung, die sich gerade bei Räumverfahren bewährt. Nach getaner Räumarbeit widmet sich die Autobahnmeisterei den Schneefräsarbeiten am Straßenrand. Dazu koppelt der Fahrer den Pflug und den Snowkill vom SYN TRAC ab, ohne dabei die Kabine zu verlassen und koppelt die, im Falle SYN TRAC mechanisch betriebene, Seitenwallschleuder von Kahlbacher (Kahlbacher SYN TRAC KS 130) an das Systemfahrzeug an.  

Den zügigen Wechsel ermöglicht die innovative Docking-Schnellwechsel-Schnittstelle, die sieben Verbindungsbereiche in einer Lösung kombiniert und das Wechseln von Anbaugeräten in unter einer Minute sicherstellt. Tätigkeiten, die aufgrund der langen mechanischen Umbauzeit mit anderen Fahrzeugen vertagt würden, können nun aufgrund der raschen Wechselmöglichkeit gleich umgesetzt werden. Die neue Kombination ist sofort einsatzfähig und wird über den immergleichen Joystick angesteuert. Diese Einsatzflexibilität sichert den findigen Nutzern einen Ganzjahreswert und Betriebssicherheit, da nahezu alle Anbaugeräte innerhalb einer Minute angeschlossen werden können.  

Ein Unternehmen wie die Siera, das auf Effizienz in allen Bereichen angewiesen ist, profitiert von den Erfindungen aus dem Hause SYN TRAC. Weitere Geräte für die Siera sind bereits in Entwicklung. Das große Ziel der SYN TRAC-Kunden ist, sowohl Einsparung von Fahrzeugen und Personal bei optimaler Leistung, als auch die maximale Einsatzflexibilität. Der Mehrfachnutzen fällt bei der Reduzierung des Fuhrparks und der Personaleinsatzplanung monetär stark ins Gewicht. Anfallende Kosten können aufgrund Einsparungen in den Bereichen, Fahrzeugflotte, Platz-, Zeit-, Logistik- und Personalaufwand extrem reduziert werden.  


Rund 40 Anbauten in SYN TRAC integriert 

Bei der Schulung in Frauenfeld wurden die Servicetechniker und Fahrer der Siera innerhalb von drei Tagen ideal auf alle Details zum Fahrzeug geschult. Insgesamt sind derzeit ca. 40 Anbauten in den SYN TRAC integriert, weitere 20 befinden sich bereits in Studie und Planung. Für Anbauten mit gängigen, sich am Markt befindlichen Anschlüssen, gibt es Universaladapter. Einmal an das Anbaugerät angeschlossen, können so auch die schon vorhandenen Geräte genutzt und über das Dockingsystem innerhalb einer Minute an das Systemfahrzeug an- und abgekoppelt werden. 

Mittlerweile hat die SYN TRAC GmbH, mit Sitz in Bad Goisern/Österreich, ihr Systemfahrzeug in Österreich, Deutschland, Schweiz und Frankreich in den Verkehr gebracht. Das Feedback von Händlern und Kunden spornt die SYN TRAC an, noch intensiver in weitere Konstruktionsarbeiten zu investieren. Verschiedene Projekte, die sich derzeit in Studie befinden, wie beispielsweise ein Zwei-Wege-Fahrzeug für den Gleisbau, werden durch den Austausch mit Bestandskunden initiiert, die das Potenzial, das in der Mehrfachnutzbarkeit des Systemfahrzeugs liegt, erkannt haben.  

In der Schweiz haben sich die Oberösterreicher mit der RTE AG nicht nur einen Entwicklungspartner für das Zwei-Wege-Fahrzeug ins Boot geholt, sondern einen Generalimporteur mit langjähriger Erfahrung, der über ein kompetentes Service- & Händlernetzwerk an vier Standorten in der Schweiz verfügt. Die RTE AG sieht den SYN TRAC als ideale Ergänzung ihres Portfolios im kommunalen Bereich und sorgt für zuverlässigen Service. 

Die Vorlaufzeiten für einen SYN TRAC liegen derzeit bei drei bis sechs Monaten. Das Unternehmen hat 2020 planmäßig die Überleitung von der Vorserie in die Serienproduktion initiiert. Derzeit sind 14 SYN TRACs im Verkehr, jeden Monat werden zwei weitere produziert. Für das Jahr 2022 sind vier pro Monat geplant, wobei die Produktion je nach Auftragsbüchern und Marktsituation angepasst werden kann. 

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