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Straßenbau in Minnesota: Qualitätskontrolle mit PAVE-IR™ Scan

Bei der Sanierung des Highway 29 bei Alexandria im US-Bundesstaat Minnesota wird auf einer Länge von rund 48 Kilometern die Fahrbahn erneuert. Das ausführende Unternehmen Central Specialities Inc. setzt dabei erstmals das  Qualitätskontrollsystem PAVE-IR™ Scan ein, das die Temperatur während des Asphalteinbaus erfasst und damit Rückschlüsse auf die Qualität des Asphalts ermöglicht.

Für Straßenbauunternehmen in den USA bedeutet ein qualitativ hochwertiges Ergebnis bares Geld. Denn in vielen Bundesstaaten werden Unternehmen finanziell bestraft, wenn die Straße nicht den vertraglich festgelegten Qualitätskriterien entspricht. Im Gegenzug erhalten die ausführenden Bauunternehmen Belohnungen wenn die Kriterien eingehalten werden, die Bauzeit unterschritten oder die Mindestanforderungen übertroffen werden. Deshalb ist es vielen Unternehmen wichtig, Belege für ihre Arbeit und die Qualität der Arbeit vorweisen zu können. Eine Möglichkeit, die Qualität während des Einbaus aufzuzeichnen, ist das Temperaturkontrollsystem PAVE-IR™ Scan.

Erster Einsatz von PAVE-IR™ Scan in Minnesota

PAVE-IR™ Scan wird bei dieser Baumaßnahme zum ersten Mal bei einem der Projekte eingesetzt, die das Verkehrsministerium des US-Bundesstaates Minnesota zur Sammlung und Auswertung von Temperaturdaten beim Asphalteinbau nutzt. Das System mit dem Temperaturscanner, der an der Rückseite des Fertigers angebracht ist, misst die Asphalttemperatur auf der gesamten Einbaubreite. „Der Scanner erfasst die Temperatur des Asphalts im gesamten Projekt. Er ist kompakt und außerhalb des Arbeitsbereichs angebaut. Außerdem ist das System sehr einfach anzubauen und ziemlich unkompliziert. Deshalb ist der Scanner ein großer Schritt in die richtige Richtung“, so die Rückmeldung von Central Specialities Inc.  

Temperaturprofil als Qualitätsnachweis

Mit dem Scanner wird die Oberflächentemperatur während des Asphalteinbaus kontinuierlich erfasst und als Temperaturprofil auf dem Display am Fertiger angezeigt. Das Temperaturprofil bildet eindeutig ab, wo die geforderte Mindesttemperatur des Materials eingehalten und wo die Temperatur unterschritten wird, beispielsweise wenn der Fertiger zwischendurch anhalten muss. Gleichzeitig werden alle Informationen gespeichert und können später im Büro mit der "Pave Project Manager" Software eingesehen und als Qualitätsbeleg verwendet werden. Denn die Einbautemperatur hat nachweislich großen Einfluss auf die Qualität und Lebensdauer der Straße. Wird der Asphalt nicht im entsprechenden Temperaturspektrum eingebaut, entmischt sich das Material. Das kann zu vorzeitigem Verschleiß und Straßenschäden führen. Außerdem kann das Material bei zu geringer Temperatur nicht mehr ausreichend verdichtet werden, was ebenfalls eine Qualitätsminderung bedeuten kann.
Dies belegen auch Studien des Verkehrsministeriums in Minnesota, die mit Hilfe des Vorgängermodells PAVE-IR™ mit einer Sensortraverse hinter der Bohle erstellt wurden. Seit vier Jahren sammelt das Ministerium Temperaturdaten und wertet diese aus, 2014 wird das bei insgesamt 20 Projekten geschehen. „Darin wird nachgewiesen, dass die Lebensdauer einer Straße steigt, wenn möglichst wenig Segregation, also thermische Entmischung, auftritt. Und Segregation entsteht, wenn hohe Temperaturunterschiede während des Asphalteinbaus auftreten. Was wiederum bedeutet, dass die Unterhaltungs- und Sanierungskosten drastisch sinken, wenn der Asphalt mit der richtigen, gleichmäßigen Temperatur eingebaut wird. Denn dann treten Verschleißerscheinungen erst später auf und eine Straße muss seltener erneuert werden“, erklärt Paul Angerhofer, MOBA Anwendungstechniker.

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