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SPEARHEAD PRESSEBESUCH Multicut 390: Rasenpflege neben dem Rollfeld

Sommerzeit heißt für die kommunalen Betriebe vor allem Mähzeit. Auch in Großbritannien. Auf der Insel hat sich der Hersteller Spearhead als solide Option etabliert, wenn es um die Pflege von kommunalem Grün geht. Bei einem Pressebesuch ließen sich die Kapazitäten der einzelnen Maschinen des Unternehmens im Einsatz erleben. Erster Halt war dabei eine Umgebung, von der Bauhof-online.de-Redakteure eher seltener berichten: dem Flughafen.

Lesedauer: min | Bildquelle: Tim Knott
Von: Tim Knott

15 Uhr auf dem Coventry Airport. Eine einzelne Privatmaschine hebt gerade ab, hier und da verdecken Wolken die Sonne, der Wind rauscht durch das Gras. Und genau dieses ist heute Thema, wie Chris Derbyshire den anwesenden Journalisten berichtet. Derbyshire – breite Statur, weißes Haar, Sicherheitsweste – ist für die Pflege der Grünflächenanlagen des Geländes verantwortlich. Denn regelmäßiges Mähen ist auf Flughäfen wie Coventry elementar, immerhin erfüllt das Gras einige wichtige Eigenschaften. Während die Wiesen zwischen den Rollfeldern in den Anfangstagen der Luftfahrt noch als Kontrast dienten, um die Landebahn besser identifizieren zu können, sind sie mittlerweile aufgrund ihrer Dämmfunktion unverzichtbar. Im Vergleich mit anderen Untergründen kann Gras die Geräusche eines startenden Flugzeugs wesentlich besser absorbieren. Außerdem dient es als natürliches Drainagesystem, mit dem der Asphalt sicher und trocken bleibt. Theoretisch der perfekte Untergrund, der jedoch gepflegt werden muss. Bekanntermaßen ziehen ungemähte Grasflächen Insekten- und Vogelpopulationen an – beide sind auf einem Flughafen eher kontraproduktiv.

Um seine Flächen zügig abzumähen, setzt der Grünflächen-Verantwortliche auf einen Multicut 460-Rotationsmulcher von Spearhead, dessen neue Variante auf dem heutigen Pressetag vorgestellt wird. Dafür ist jedoch eine kleine Reise über den Coventry Airport nötig. „Bleibt immer dicht hinter mir“, sagt Derbyshire mit einem Lächeln an die Gruppe der versammelten Journalisten und Spearhead-Mitarbeiter, bevor er in sein Auto steigt. Bei der Fahrt über das Rollfeld müssen jederzeit die Vorgaben der Flugleiter beachtet werden, um den startenden oder landenden Maschinen nicht in die Quere zu kommen. Denn der tägliche Ablauf des Flughafens macht auch vor Pressevorführungen von Maschinenherstellern nicht halt.


Spearhead: am Anfang war der Schlegelmähern

Apropos Maschinenhersteller: Spearhead ist in Großbritannien kein Unbekannter. 1988 gegründet, machte sich das Unternehmen zuerst mit dem Import von Schlegelmähern aus Südafrika einen Namen. Als die Zuständigen bemerkten, wie gut diese vom britischen Markt angenommen wurden, gingen sie selbst in die Entwicklung eigener Rotationsmäher über. Interessanterweise war besonders das Nachwende-Deutschland ein wichtiger Markt für Spearhead. Um die alten Militär- und Luftstützpunkte der DDR aufzuräumen, war die Bundeswehr damals auf der Suche nach widerstandsfähigen Mähern und orderte gleich 100 Stück der Maschinen. „Die mussten robust sein, denn bei dem Gelände konnte es immer mal sein, dass der Anwender über die Überreste von scharfer Munition fuhr“, berichtet Vertriebsdirektor Anthony Prince.

Heute liegt ein großer Fokus der Firma auf der Landwirtschaft, neben Märkten wie der Grün- und Flächenpflege – den „Amenities“, wie es im Englischen heißt. Zur Sportplatz- und Rasenpflege kommt Schlegelmähern eine große Rolle zu, wie dem unternehmenseigenen Trident-Modell, dessen Performance im Verlauf des Pressetages auch auf einem nahen Fußballplatz begutachtet werden kann. Feinere Rasenpflege können die Briten also, zur Hauptpräsentation bleiben Spearhead aber ihrem Ursprung treu: dem Rotationsmäher bzw. -mulcher.

Multicut 390: neue Größe, alte Vorteile

Zurück zu Chris Derbyshire: Nach dem Überqueren des Coventry Airports nähert sich die Fachpresse-Gruppe dem Ende des Flugfelds. Nahe einer ausgemusterten Passagiermaschine lässt sich hier ein Claas Arion 410-Traktor ausmachen. Daran angehängt ist der Grund für den Flughafenbesuch: der neue Multicut 390. Die Maschinenreihe hat Tradition bei Spearhead. Gab es die Rotationsmulcher bisher in zahlreichen Versionen von 1,60 bis 8,20 Metern, soll der neue Mäher mit 3,90 Metern auf Kundenwunsch eine Lücke schließen. Angedachtes Einsatzgebiet sind Arbeiten im städtischen Umfeld, bei denen es auf eine größtmögliche Breite und gleichzeitige Wendigkeit ankommt. Anwender haben dabei die Wahl zwischen der Ecoline- und Proline-Version. Während erstere laut Hersteller nur für den weniger intensiven Nutzen konzipiert ist und drei Messer an jedem der drei Rotoren aufweist, ist die Proline für härtere Einsätze gemacht. Neben einer besseren Radaufhängung verfügt sie über breitere Räder, um eine bessere Performance zu ermöglichen. Sechs Messer pro Rotor sorgen für schnelleres Schneiden und feineren Mulch, der sich schneller zersetzt.

Für die ausgewählte Aufgabe wirkt der Mulcher dennoch ein wenig klein. Normalerweise kommt es bei der Pflege des Flughafengrüns auf Maschinenbreite an, immerhin umfasst das Flughafengelände 318 Hektar Grünfläche. Nicht umsonst kommt hier immer die größere 460-Variante zum Einsatz. Aber es geht heute ja schließlich nur um eine Präsentation. Und auf der leistet die Maschine ganze Arbeit. Nachdem der verbindende Sicherungsspanngurt gelöst ist, werden die beiden Flügel des Multicut hydraulisch abgesenkt und die Arbeit beginnt. Was gleich auffällt, ist die Laufruhe des Mulchers, dessen dreiteiliges Mulchdeck ohne große Erschütterungen durch die Wiese zieht. Logischerweise sind auf dem Flughafen keinerlei Hügel oder Erhebungen zu finden, an denen sich die Maschine testen lassen könnte. Dennoch wäre eine entsprechende Vorführung interessant, denn die Hersteller betonen, dass die durchgehenden Kufen und das schwimmend gelagerte Gestänge des Mulchers auch mit Steigungen fertig werden, ohne die gleichmäßige Schnittqualität zu beeinträchtigen. Doch auch so hinterlässt die zur Schau gestellte Leistung auf jeden Fall Eindruck. Ebenfalls bei Derbyshire: „Der schneidet genauso gut wie mein 460er“, berichtet er begeistert. Unschwer vorstellbar, dass der Multicut 390 auch für Kommunen mit größeren Grünanlagen eine sinnvolle Ergänzung darstellt. Denn Sommerzeit ist schließlich Mähzeit.

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