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Schnell, effizient und multikompatibel: Die Frässchleuder Typ 1050

Ob auf dem Großglockner-Pass in Österreich, im Schneechaos auf der B 12 im Allgäu oder dem Flughafen in Hannover – die Schneefrässchleudern von WESTA aus Weitnau trotzen den widrigsten Bedingungen. Seit 1981 produziert das Allgäuer Unternehmen mit 25 Mitarbeitern hocheffiziente Schneefräsen und Anbaugeräte für alle Schneearten, Einsatzgebiete und beinahe jedes Trägerfahrzeug – auf Wunsch auch „maßgeschneidert“. Die bisher größte von WESTA entwickelte Anbaufrässchleuder Typ 1050 bietet vor allem Kommunen zahlreiche Vorteile und hat mit ihrem hydrostatischen Antrieb auch den Bauhof in Buchenberg überzeugt.  

Innerhalb von wenigen Minuten ist er weg, der große Schneeberg vor dem Bauhof der Marktgemeinde Buchenberg. Wie durch Butter schneidet sich die Fräswalze Typ 1050 durch die Schneemasse, zerkleinert sie und schleudert die Reste durch den hydraulisch drehbaren Auswurfkamin. Bauhofleiter Peter Nußmann ist begeistert. Vor allem vom optionalen hydrostatischen Antrieb der zweistufigen Schneefrässchleuder: Statt über die Zapfwelle wird die Fräse durch ein eigenes Aggregat angetrieben, das schnell und flexibel an das Trägerfahrzeug – in diesem Fall ein Mali Trac 140 – angebracht werden kann. Das Konzept macht den Typ 1050 kompatibel für alle möglichen Trägerfahrzeuge und Traktoren von 150 bis 360 PS, aber auch für deutlich leistungsschwächere Modelle. „Eine selbstfahrende Maschine wird damit überflüssig“, erklärt WESTA-Geschäftsführer Alois Weber den großen Vorteil für Kommunen. Alle Arbeitsvorgänge lassen sich außerdem über die eigens für Typ 1050 entwickelte Steuerung bedienen. Das spart nicht nur Platz, sondern hilft dem Fahrer auch – mittels übersichtlichem Display – die wichtigsten Daten im Blick zu behalten.

Konstruiert für extreme Belastungen

Dem Markt Buchenberg kommt die Frässchleuder vor allem bei starken Schneeverwehungen zugute, wenn der Pflug allein keine Chance mehr hat. Genau für solche Extremsituationen wurde die robuste Fräse auch konstruiert, um höchsten Anforderungen auf Pässen oder Flughäfen standhalten zu können. Dank der patentierten Kurvenfahreinrichtung bliebt die Frässchleuder auch bei harten und eisigen Schneeverhältnissen in der Spur: Ähnlich einem Schneepflug wird das Anbaugerät dafür um 15 Grad nach links und rechts geschwenkt. Stößt sie dennoch gegen einen Stein oder ein anderes starres Hindernis, setzt die automatische Überlastkupplung ein und die Maschine bleibt sofort stehen. Für freie Sicht auf der Fahrt zum Einsatzort sorgt ein weiteres WESTA-Patent: Der Auswurfkamin kann mit derselben Steuerung, die auch zum Verstellen der Wurfweite betätigt wird, um 90 Grad nach unten geklappt werden. Das ermöglicht dem Fahrer einen uneingeschränkten Blick auf die Straßen und garantiert so für mehr Sicherheit.

Kein Problem: Sonderkonstruktionen für Sonderwünsche

Erhältlich ist der Typ 1050 nicht nur in den Standardbreiten von 2,7 und 2,9 Metern. Für seine Kunden fertigt WESTA auch individuelle Sonderbreiten – ob für großflächige Parkplätze oder enge Bergstraßen. „Der Vorteil unseres Unternehmens ist, dass wir dank modernster CAD-Systeme und CNC gesteuerter Fertigungsmaschinen nicht nur schnell auf Kundenwünsche reagieren, sondern unsere Schneefräsen auch flexibel und individuell an alle möglichen Fahrzeugtypen anpassen können“, sagt Weber.

Für Buchenbergs Bürgermeister Toni Barth hat sich die Investition in eine neue Fräse definitiv gelohnt: „Wenn es viel geschneit hat und die Flächen im Ort nicht mehr ausreichen, kann die Schneemenge gleich mit dem Verladekamin zielgenau auf dem Lkw verladen werden – das ist wirklich praktisch!“ Damit steht eines in jedem Fall fest: Der Winter kann in Buchenberg noch einmal richtig kommen – mit der Frässchleuder Typ 1050 ist der Bauhof optimal gerüstet.

Text/Bilder: Cosima Holl
Redaktion: Bauhof-online.de

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