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Schlaglöcher als Marktlücke entdeckt

Europaweit tätiges Unternehmen für Reparaturasphalte expandiert in Selmsdorf.

Was viele Autofahrer ärgert, nutzt ein aufstrebendes Unternehmen in Selmsdorf als Geschäftsfeld. Mit Spezialprodukten für Schlagslochreparaturen ist Instamak in eine Marktlücke vorgestoßen. „Wir haben uns über die Jahre behauptet und an die Spitze gesetzt“, sagt Geschäftsführer Walter Oberkersch. Es gebe nur eine Handvoll ernsthafte Mitbewerber.

Karlheinz Petri verkauft Spezialprodukte für Straßenreparaturen.
Karlheinz Petri verkauft Spezialprodukte für Straßenreparaturen.

Oberkersch gründete Instamak 1994 in Lübeck. 2006 investierte er in ein neues Betriebsgebäude in Selmsdorf. Es ist für die kleine, aber aufstrebende Firma mit derzeit acht Mitarbeitern bereits zu klein geworden. Deshalb lässt das Unternehmen in diesem Jahr auf seinem Grundstück eine weitere Produktions- und Lagerhalle bauen. Architekt des Erweiterungsbaus im Selmsdorfer Gewerbegebiet „Herrenwiekers Camp“ ist Axel Danne aus Herrnburg.

„Wir verdoppeln unsere Kapazität“, kündigt der Chef der international tätigen Firma an. Sie wirbt mit dem Slogan: „Aus Mecklenburg-Vorpommern — MV tut gut — nach Europa.“ Unter den Kunden ist auch die Kreisstraßenmeisterei von Nordwestmecklenburg. „Wir verwenden Material von Instamak“, sagt die Pressesprecherin des Kreises, Petra Rappen. Es sei gut zu verarbeiten und habe sich bewährt. In Kürze werde sich die Straßenmeisterei erneut um die Reparatur von Schlaglöchern im Kreis kümmern.

„Unsere Hauptverkaufszeit reicht von Oktober bis Ende März, wir gleichen aber das Sommerloch mehr und mehr aus“, sagt Instamak-Verkaufsleiter Karlheinz Petri. Zwar seien nun, nach dem Winter, bereits zahlreiche Straßenschäden sichtbar, aber: „Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Es entstehen jetzt neue Schlaglöcher.“ Als Walter Oberkersch das Unternehmen gründete, verwendeten die Straßendienste fast ausschließlich Kaltbitumen. Damit sind dauerhafte Reparaturen nicht möglich. Oberkersch setzte sich dagegen das Ziel, Produkte zu entwickeln, die es ermöglichen, unabhängig vom Wetter haltbare Reparaturen durchzuführen. „Man kann mit dem richtigen Material auch im Winter vernünftig und dauerhaft reparieren“, betont der Chef. Instamak-Produkte sind nach Auskunft des Unternehmens bei jedem Wetter zu verarbeiten. Firmen, Straßendienste und Bauhöfe setzen sie ein, um Schlaglöcher und Abplatzungen zu reparieren und um Lücken zwischen Schachtdeckeln, Hydranten, Schiebern, Auffahrten und der Straßendecke dauerhaft zu schließen.

Ein weiteres Ziel, das Oberkersch nach eigenem Bekunden von Anfang an verfolgte: auf gesundheitsgefährdende Lösungsmittel verzichten. „Wir müssen unter anderem auch nachweisen, dass unsere Produkte teerfrei sind“, sagt der Chef. Bereits bevor er seinen Betrieb gründete, beschäftigte er sich mit Arbeitssicherheit, Straßen- und Winterdienst.

Der Name des Selmsdorfer Unternehmens ist aus der Verbindung zweier Wörter entstanden: aus „instant“, was so viel wie „sofort“ bedeutet und aus „Makadam“, einem einfachen, aber wirkungsvollen Straßenbelag, den der schottische Ingenieur John Loudon McAdam erfunden hat.

www.instamak.de

Quelle: ostsee-zeitung.de

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