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Rudolph und Assenmacher holen sich in Hessen DM-Gold der Schneepflugfahrer

Matthias Rudolph und Luca Assenmacher haben sich bei den 2. Deutschen Meisterschaften im Schneepflugfahren am 06. und 07. September in Gudensberg/Hessen den Titel gesichert. Gegen 30 weitere Teams aus neun Bundesländern setzten sich die Rheinland-Pfälzer (Emmelshausen ) durch. Rang zwei erkämpften sich Marco Scheu und Michael Harsch von den Straßenmeistereien Sigmaringen und Bad Saulgau in Baden-Württemberg. Den dritten Platz belegte ein weiteres Duo aus Rheinland-Pfalz: Florian Krätz und Kevin Reusch von der Autobahnmeisterei Heiligenroth. Mir ihrem Sieg qualifizierten sich die Erstplatzierten für die Teilnahme an der 1. Europameisterschaft im Schneepflugfahren, die im Oktober 2020 in Österreich über die Bühne geht.

Waren bei der 1. Deutschen Meisterschaft lediglich acht Teams aus fünf Bundesländern beteiligt, hat sich heuer die Aussage von Dr. Horst Hanke, Leiter des Arbeitsausschusses Winterdienst und Mitglied der PIARC, bestätigt. Dieser hatte 2018 nach dem hervorragenden zweiten Platz von Reiner Dunker bei der 3. Weltmeisterschaft in Danzig/Polen gesagt: „Ich glaube, dass dies dazu beiträgt, dass der Wettbewerb in Deutschland wesentlich populärer wird.“ Insgesamt 31 Teams aus neun Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Rheinland-Pfalz) sowie aus sechs Städten waren heuer in Gudensberg am Start.

Hessen Mobil liefert perfekte Organisation ab

Für einen reibungslosen Ablauf und eine hervorragende Organisation der Meisterschaft hatte das Team von Hessen Mobil gesorgt. Nicht nur von Seiten der Mannschaften wurde von einem „erfolgreichen Event“ gesprochen. Auch die zahlreichen Zuschauer setzten in Hessen neue Maßstäbe. Der erste Tag wurde als Trainingstag ausgewiesen. Jeder Fahrer hatte zwei Fahrten, um das Fahrzeug (U 430) und den Parcours kennenzulernen. Insgesamt waren zwölf Prüfungen zu absolvieren:

  1. Durchfahren der Startlinie (Beginn der Zeitmessung);
  2. passgenaues Schieben eines Absperrkegels in ein definiertes Feld;
  3. passgenaues Schieben eines Reifenstapels in ein definiertes Feld;
  4. passgenaues Schieben eines Fasses in ein definiertes Feld;
  5. Befahren einer Rampe und Abräumen von Pyramidenteilen (fahrerseitig);
  6. Ablegen des Frontpfluges auf einer Linie;
  7. Abstellen des Fahrzeuges mittig mit der Hinterachse auf einer Linie;
  8. Befahren einer Rampe und Abräumen von Pyramidenteilen (beifahrerseitig);
  9. Rückwärtsfahren durch eine Gasse;
  10. Slalomfahren vorwärts unter Mitnahme eines mit Beton gefüllten Fasses und abstellen in einem definierten Feld;
  11. rückwärts Slalom fahren;
  12. Passieren der Ziellinie (Ende der Zeitmessung).

Schon bei den beiden Trainingsläufen am Freitag zeigte sich, dass sich viele Mannschaften äußerst professionell auf den Wettkampf vorbereitet hatten und mit ambitionierten Zielen nach Gudensberg gereist waren. Der zweite Tag begann mit der Begrüßung durch den Präsidenten von Hessen Mobil, Gerd Riegelhuth, der unter anderem ausführte: „Mit der Meisterschaft bekommt der Betriebsdienst die Aufmerksamkeit, die er verdient. Die Arbeit der Straßenwärter und Straßenwärterinnen ist unerlässlich für ein funktionierendes Verkehrsnetz sowie für die Sicherheit jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers.“ Bei der anschließenden Qualifikation konnten sich die zehn besten Fahrer für den Finallauf qualifizieren. Bewertet wurde nach einem Punktesystem, insgesamt gab es 760 Punkte zu erreichen – die Fahrzeit ging mit 100 Punkten in die Wertung ein. Alles in allem stellten die teilnehmenden Teams unter Beweis, dass sie die zu erfüllenden Aufgaben, das Fahrzeug sowie letztlich ihr Handwerk absolut beherrschen.

Text/Fotos: Andreas Müller, Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg

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