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public11 - Mehr Attraktivität und Lebensqualität in der Stadt

1.403 kommunale Entscheider informierten sich am 12. und 13. April über nachhaltige Stadtentwicklung, Bürgerbeteiligung und Ansätze, Städte und Gemeinden attraktiver zu gestalten. Auf der public11, 3. internationale Fachmesse für Stadtplanung und öffentliche Raumgestaltung, präsentierten im Rahmen des Fachmesseverbunds Zukunft Kommune insgesamt 109 Aussteller ihre Lösungen und Produkte für ein ansprechendes Lebensumfeld. In Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen erhielten die Fachbesucher zudem Einblick in erfolgreich umgesetzte Projekte.

Stadtgestaltung, die in der Planung und im Alltag das Engagement und den Mitgestaltungswillen der Bürger einbezieht, war eines der zentralen Themen bei der public11 in Düsseldorf. Wie dieser Anspruch in die Praxis umgesetzt werden kann, behandelte eine Tagung der Entente Florale. Gerade wenn es um das Grün in der Stadt gehe, seien Anwohner leicht dafür zu gewinnen, sich für die Gemeinschaft zu engagieren, erklärte Dr. Hans-Herrmann Bentrup, Vorsitzender im Kuratorium Entente Florale Deutschland.

Das unerschlossene Engagementpotenzial der Anwohner nutzen

Der Wert des Grüns für die Anwohner kann kaum hoch genug eingeschätzt werden, so das Ergebnis einer repräsentativen Bürgerbefragung in einer deutschen Großstadt, die Prof. Dr. Helmut Klages vorstellte. Grünanlagen und Parks rangieren demnach bei der überwältigenden Mehrheit der Menschen ganz an der Spitze der Wichtigkeitsskala – vor der Versorgung mit Schulen, kulturellen Angeboten, Einkaufsmöglichkeiten oder ärztlicher Versorgung. Entsprechend sei die Bereitschaft der Anwohner zur Beteiligung größer als vermutet.

„Im Durchschnitt sind sieben von zehn Menschen bereit, sich an Planungs- und Entscheidungsprozessen ihrer Kommunen zu beteiligen, obwohl es faktisch im Moment nur wenige auch tun, konstatierte Klages, emeritierter Professor der Deutschen Hochschule der Verwaltungswissenschaften Speyer. Ein Grund dafür sei das Misstrauen zwischen Bürgern und Politikern. Um es  abzubauen müssten Bürgerbeteiligungskonzepte einige fundamentale Aspekte beachten. So sei es wichtig, dass die Bürger wüssten, bei welchen Themen oder Projekten sie sich beteiligen können, und die Möglichkeit haben, aus eigener Initiative Beteiligungswünsche einzubringen.

Energiesparende Straßenbeleuchtung

Nachhaltigkeit war ein weiteres Kernthema der Fachmesse. Das große Potenzial der Straßenbeleuchtung für die Einsparung von Kosten und Energieverbrauch in Kommunen zeigte die Sonderschau public licht. Insbesondere LED-Leuchten, die eine hohe Lebensdauer bei geringen Wartungskosten und Stromeinsparungen von circa 50 Prozent versprechen, dominierten die Szenerie. Die Fachbesucher konnten verschiedene Modelle und Designs vergleichen und sich am Stand der KfW-Bankengruppe über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten informieren. Kai Klimkiewicz vom Leuchtmittelhersteller CREE Europe GmbH forderte kommunale Entscheider in seinem Vortrag auf, nicht nur die Initialkosten zu betrachten, sondern die Gesamtkosten. Durch den deutlich geringeren Energie- und Wartungsbedarf sei eine solide Amortisation möglich.

Der ländliche Raum: Energielieferant mit Potenzial

Energie nicht nur einsparen, sondern selbst herstellen können laut dem Forschungsprojekt  ERNEUERBAR KOMM! Kommunen im ländlichen Raum. Mithilfe von Windenergie, Wasserkraft, Solar- oder Biogasanlagen könne das Umland nicht nur den eigenen Strombedarf decken, sondern zum Energielieferanten für die Ballungsräume werden, erklärte Prof. Dr. Martina Klärle von der Fachhochschule Frankfurt. Der Online-Rechner des Forschungsprojektes ermögliche Bürgermeistern und Bürgern der teilnehmenden Kommunen eine Kalkulation, wie viel Strom ihre Kommune mit erneuerbaren Energien erzeugen könnte. Der Rechner greife auf vorhandene Geodaten der Landesämter zurück und berücksichtige verschiedene Standortfaktoren wie Bevölkerung, Flächennutzung, Schutzgebiete, Windgeschwindigkeiten, Gebäudeflächen und Gefälle der Fließgewässer. Anstatt seitenlange Potenzialstudien lesen zu müssen, könnten kommunale Entscheider somit spielerisch ihren Wunschmix innerhalb der vorhandenen Möglichkeiten bestimmen, so die Expertin.

public12 in Stuttgart

Vom 24. bis 25. April 2012 geht die public11 in die nächste Runde. Da die Messe abwechselnd in Düsseldorf und Stuttgart stattfindet, gastiert sie dann wieder gemeinsam mit der Zukunft Kommune, 8. Fachmesse für kommunale Lösungen, Dienstleistungen & Beschaffung, und der Public IT, 2. Fachmesse für kommunale IT-Lösungen und Dienstleistungen, in der Messe Stuttgart. Weitere Informationen sind unter www.public-messe.de zu finden.

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